16.04.2024

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13.06.09 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-09 vom 13. Juni 2009

MELDUNGEN

Fährenbesuch ohne Visum

Moskau – Wie Ministerpräsident Wladimir Putin dem Direktor von Rosturizm, Anatolij Jarotschkin, in einem Gespräch mitteilte, können Fährentouristen Rußland und damit auch das russische Nordostpreußen ab sofort ohne Visum besuchen. Mehrere entsprechende Dekrete habe er Ende Mai unterzeichnet. Über die mögliche Verweildauer und das genaue Verfahren wurden bisher noch keine Angaben gemacht. Angesichts des öffentlich bekundeten Interesses an Touristen ist eine vergleichsweise großzügige Regelung zu erwarten. Neben Sankt Petersburg soll nach Angaben von Jarotschkin namentlich Königsberg bereits ab der „Sommersaison 2009“ von den Erleichterungen profitieren. Touristen ist allerdings wegen der zu erwartenden Verzögerung bei der Umsetzung der neuen Dekrete anzuraten, sich vor Reiseantritt nochmals bei den jeweiligen Fährunternehmen zu erkundigen.           TWW

 

Goldaper Berg versteigert

Goldap – Der Goldaper Berg, der bis dahin der öffentlichen Hand gehört hatte, ist für vier Millionen Zloty (rund 900000 Euro) versteigert worden. Den Zuschlag erhielt eine Familie, die in einem nahegelegenen Dorf einen großen agrotouristischen Betrieb führt. Der neue Besitzer plant noch für diesen Winter eine Skipiste. Eine Sommer-Rodelbahn und Tennis­plätze sollen dazukommen. Für die Spitze des 272 Meter hohen Berges ist ein Café geplant. PAZ

 

Königsberger Diakonissen

Solms – Das Kloster Altenberg in Solms-Oberbiel bei Wetzlar verliert seine letzten Diakonissen. Zwölf im Ruhestand lebende Schwestern aus dem Mutterhaus der Königsberger Diakonie der Barmherzigkeit – zwischen 69 und 102 Jahre alt – haben auf einem Konvent ihren Umzug in Pflegeeinrichtungen des Diakonischen Werks nach Wetzlar beschlossen. Bis zu 115 Diakonissen wurden im Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen vertrieben; seit 1954 sind sie im Kloster ansässig und haben dort Alte und Kranke gepflegt. Ein 1994 gegründetes Altenheim soll im Juli geschlossen und umgebaut werden. Alt-Oberin Hannelore Skorzinski bedauert den Schritt, auch wenn es dazu keine Alternative gebe. Die Hälfte der Schwestern sei inzwischen pflegebedürftig geworden. Eine Betreuung rund um die Uhr sei im Kloster künftig nicht mehr möglich, räumte sie ein. Der Theologische Vorstand der Königsberger Diakonie, Pfarrer Jörn Contag (Wetzlar), erklärte, man setze alles daran, das Kloster Altenberg als spirituelles Zentrum zu erhalten. Das Kloster war 1170 gegründet worden. Idea


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