15.04.2024

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13.06.09 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-09 vom 13. Juni 2009

MELDUNGEN

Jugend im Denkmalschutz

Quedlinburg – Vor zehn Jahren wurde auf Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Quedlinburg die erste Jugendbauhütte gegründet. Inzwischen gibt es in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste acht weitere solcher Ini-tiativen. Eine Ausstellung im Palais Salfeldt bis zum 30. Juni erläutert die Aktivitäten. Über 1400 jungen Menschen wurde durch das Freiwillige Jahr in den Jugendbauhütten  ein theoretischer und praktischer Zugang zur Denkmalpflege ermöglicht. Durch diesen einjährigen Einsatz erhalten Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren die Chance, Klarheit über ihre eigenen Fähigkeiten und Orientierung über berufliche Neigungen zu gewinnen. Betreut von Pädagogen und an der Seite erfahrener Handwerker oder auch bei Architekten, Denkmalbehörden und -organisationen bietet dieses einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt denkmalpflegerischer Themen. Die Beteiligung junger Menschen aus dem Ausland und das damit verbundene interkulturelle Lernen waren von Beginn an Teil des Konzepts. Zusätzlich werden in sieben über das Jahr verteilten Seminarwochen allgemeine Grundlagen der Denkmalpflege vermittelt. Dabei geht es um die Geschichte und Grundlagen von Denkmalschutz und Denkmalpflege, die Bedeutung des europäischen Kulturerbes, Stil- und Materialkunde sowie Forschungs- und Arbeitsmethoden. Auch die rechtlichen Grundlagen und die einschlägigen Berufsbilder spielen in den Seminaren eine Rolle.

Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege ist inzwischen eine anerkannte Form des Freiwilligen Sozialen Jahres und auch für den Zivildienst anerkannt. Entsprechend laufen Leistungen wie Kindergeld weiter, und es wird das Jahr auf Studienplatz-Wartezeiten angerechnet. Die Teilnehmer am Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege sind sozial- und krankenversichert und erhalten ein Taschen- und Unterkunftsgeld.        PAZ

 

Alle Tage Weihnachten

Rothenburg ob der Tauber – Mitten im Hochsommer ein bißchen Weihnachten erleben, das kann man in dem einzigen Museum, das sich ausschließlich mit dem Fest der Feste beschäftigt. Seit September 2000 kann der Besucher des Deutschen Weihnachtsmuseums auf 250 Quadratmetern die Geschichte des Weihnachtsfestes seit seiner Entstehung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bestaunen. Die erste Dauerausstellung zur Entwicklung der deutschen Weihnachtstraditionen zeigt nicht nur Christbaumschmuck und Nußknacker sowie typische Handarbeiten aus dem Erzgebirge wie Räuchermännchen und Schwibbögen, sondern möchte auch der Atmosphäre dieses Festes gerecht werden. Museumsgründer Harald Wohlfahrt will auch andere Sammler interessieren, die weitere Materialien zur Verfügung stellen. Bei ihm hatte alles 1991 angefangen, als er in einem Antiquitätengeschäft eine 1,25 Meter große Figur eines Weihnachtsmannes sah und sie schließlich auch erwerben konnte.             os

Das Deutsche Weihnachtsmuseum, Herrngasse 1, ist täglich von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet, Eintritt 4/2,50 Euro.


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