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05.09.09 / Herkunft der Vorväter / Verwandtschaften der Völker Europas untersucht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-09 vom 05. September 2009

Herkunft der Vorväter
Verwandtschaften der Völker Europas untersucht

Das Erscheinen dieses Buches bedeutet eine Überraschung: „Anthropologie Europas – Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart“ nennt der Autor Andreas Vonderach die kenntnisreiche Untersuchung über die Rassen, aus denen sich die Völker Europas biologisch zusammensetzen. Aber wird uns nicht in der alltäglichen Belehrung durch Medien und politische Institutionen eingebläut, dass der Begriff „Rasse“ mit einem Tabu belegt ist? Der Autor öffnet mit seinem Buch die Tür zu einem Thema, das uns Erklärungen liefert über unser Herkommen, über die Eigenarten der verschiedenen Völker, über ihre Entwicklungen.

Andreas Vonderach, geboren 1964, studierter Historiker, Geograph und Anthropologe, Schüler bedeutender Forscher auf diesem Gebiet wie IIse Schwidetzky und Friedrich Rösing, hat den heutigen Stand der modernen Rasseforschung in seinem Buch dargelegt. Daraus ist keine Feierabendlektüre geworden, die man ohne Anstrengung konsumieren kann.

Die „Anthropologie Europas“ stellt die biologische Geschichte der Europäer dar, die erst vieles im Erscheinungsbild, im Verhalten, in der Entwicklung der vielen europäischen Völker verstehbar macht, ergänzt sie doch die kulturelle und politische Geschichte. Wir erfahren vieles von den Rassen und Unterrassen, aus denen sich die Völker Europas zusammensetzen. Sie machen ihre Herkunft und die unterschiedlichen Temperamente der Völker ebenso verständlich wie ihre Sprache und ihre kulturellen Traditionen.

Dabei ist heute die Wissenschaft sehr viel weiter als die Vorväter, die sich auch um diese Fragen bemüht haben. Heute kann man die Zusammensetzung der Gene, also der Erbfaktoren, erforschen und deuten. Sie unterscheiden sich in der Tat bei den Völkergruppen, die sich in der modernen Welt zu Nationen zusammen gefunden haben. Schon die Blutgruppen der Völker Europas sind unterschiedlich.

Mit der Erforschung der biologischen Geschichte kann man beispielsweise Antwort geben auf die Frage, woher die europäischen Völker kommen, welche Prozesse sie geformt haben, von wem sie abstammen, wie nah sie untereinander verwandt sind. Wer waren die Indogermanen? Wie sahen die alten Kelten oder die Germanen aus? Stammen die Deutschen von den Germanen, die Franzosen von den Galliern und die Italiener von den Römern ab?

Die Antwort auf solche Fragen macht die Lektüre für einen Gebildeten spannend. Der Verfasser hat die biologischen Veränderungen der Deutschen durch die Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg mit berücksichtigt, während die Folgen der Masseneinwanderung aus fremden Kulturkreisen noch nicht verarbeitet werden konnten.            H.-J. von Leesen

Andreas Vonderach: „Anthropologie Europas – Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart“, Ares Verlag, Graz, geb., 448 Seiten, 39,90 Euro


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