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05.09.09 / ZITATE

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-09 vom 05. September 2009

ZITATE

Volker Seitz, von 2004 bis 2008 deutscher Botschafter in Kamerun, fordert Reformen in der Entwicklungshilfe. Auf Direktzahlungen angesprochen meint er:

„Aus leidvoller Erfahrung in Kamerun weiß ich, dass dies − so unglaublich sich das anhört − niemand mehr genau beziffern kann. Der ghanaische Ökonom Ayittey hat ausgerechnet, dass seit 1960 die Summe von sechs Marshallplänen (der Marshallplan war ein 12,4-Milliarden-Dollar-Wiederaufbau-Programm der USA zugunsten des nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Westeuropas) nach Afrika gepumpt wurde − ohne erkennbares Ergebnis. Da liegt es doch auf der Hand nachzufragen, was mit dem Geld geschieht, wofür es eingesetzt wird und vor allem was damit erreicht wird.“

 

Der Präsident des Deutschen Atomforums, Walter Hohlefelder, wirft den Gegnern der weiteren Erkundung des möglichen Atommüll-Endlagers Gorleben im „Spiegel“ (31. August) Doppelzüngigkeit vor:

„Dass diejenigen, die Gorleben mit allen Mitteln verzögert haben, jetzt mit dem Zeitverzug argumentieren, ist politische Heuchelei ... Es ist erschütternd, wie in dieser national wichtigen Frage der nuklearen Entsorgung – die technisch lösbar ist – den zukünftigen Generationen eine Erblast hinterlassen wird. Wir können hier auch an der Zuverlässigkeit der zuständigen Akteure zweifeln.“

 

Auch der Kommentator der „Frankfurter Allgemeinen“ (28. August) schüttelt den Kopf über die Handlungsweise mancher Verantwortlicher und knöpft sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor:

„Gabriel ... lässt keine Gelegenheit aus, Kernkraftbetreiber krimineller Machenschaften zu bezichtigen, sie grober Versäumnisse in der Asse zu beschuldigen, die allein der Staat zu verantworten hat, alles in Frage zu stellen, was bisher in die Endlagersuche investiert wurde ... Der Umweltminister versucht, maximale Stimmengewinne der SPD durch maximale Verunsicherung der Bevölkerung zu erzielen.“


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