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21.11.09 / Ohne Beschlüsse / Nach dem Welternährungsgipfel in Rom

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 47-09 vom 21. November 2008

Ohne Beschlüsse
Nach dem Welternährungsgipfel in Rom

Am Mittwoch endete in Rom der dreitägige Welternährungsgipfel. Während der weltweite Hunger vor einigen Jahren bereits weitgehend überwunden schien, gelten heute wieder bis zu eine Milliarde Menschen als unterernährt. Nach Angaben des Generalsekretärs der Welternährungsorganisation FAO,       Jacques Diouf, wäre das Problem mit 30 Milliarden Dollar jährlich zu lösen. Kurz vor Ende des Gipfels mit rund 1000 Delegierten aus 190 Staaten zeichnete sich jedoch ab, dass keine konkreten Beschlüsse gefasst werden würden. Allerdings soll nach dem Willen des Gipfels das von der Uno bereits 1966 kodifizierte „Recht auf angemessene Ernährung“ rechtlich und politisch gestärkt werden.

Auch wenn sich die Delegierten nicht auf konkrete Maßnahmen einigen konnten, so hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Gipfel dennoch als „Startschuss für eine neue Struktur der internationalen Zusammenarbeit in der Welternährung“ gewürdigt.

Das Ernährungsproblem ist um einiges vielschichtiger als oft angenommen. Beispielsweise hat die Phase der niedrigen Lebensmittelpreise in den 90er Jahren die Agrarproduktion gedrückt und Landflucht verursacht. K.B.


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