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05.12.09 / Die »Ketzer« melden sich zu Wort

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-08 vom 05. Dezember 2009

Die »Ketzer« melden sich zu Wort

Der „Weltklimagipfel“ heißt offiziell UN-Klimakonferenz und findet zwischen dem 7. und 18. Dezember im Bella Center in Kopenhagen statt. Das Treffen mit Delegierten aus über 190 Staaten, zu dem insgesamt rund 10000 Teilnehmer, Gäste und Journalisten erwartet werden, ist die 15. Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen von 1992 und das fünfte Treffen im Rahmen des Kyoto-Protokolls von 1997. Der vor zwei Jahren beschlossene „Fahrplan“ von Bali (Bali roadmap) sieht vor, dass sich die Vertragsstaaten in Kopenhagen auf ein neues Regelwerk für den Klimaschutz nach 2012 einigen, wenn das Kyoto-Protokoll ausläuft.

Der angesehene Physiker und Klimawissenschaftler Fred Singer hat im Vorfeld der Konferenz seine Grundsatzkritik an der Theorie der menschengemachten Erwärmung erneuert. Als einer von 160 Erstunterzeichnern hat er einen offenen Brief an den US-Senat geschrieben, dessen zentrale Aussage ist, dass es einen Konsens zur globalen Erwärmung unter Wissenschaftlern nicht gibt. Singer bestreitet auch die Behauptung, dass mehr als 4000 Klimawissenschaftler am entscheidenden Bericht des Weltklimarates („IPCC Report“) mitgearbeitet hätten. Tatsächlich seien es alles in allem ewa 600 Autoren, Mitwirkende und Lektoren („Reviewer“) gewesen. Nur ganze neun Autoren hätten das entscheidende Kapitel 9 („Attribution“) verfasst, in welchem behauptet wird, dass der Mensch die Ursache für die globale Erwärmung sei, behauptet Singer. Der Bericht beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass die Klimaerwärmung menschengemacht sei mit 90 Prozent und rechnet mit den Gegnern dieser Theorie scharf ab.            K.B.


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