14.04.2024

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05.12.09 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-08 vom 05. Dezember 2009

MELDUNGEN

Die Würde der Ermordeten

Buenos Aires − Bis zu 30000 Menschen werden seit der blutigen Militärdiktatur der Jahre 1978 bis 1983 in Argentinien vermisst. Immer wieder werden Massengräber gefunden, aktuell gelten 598 Tote als nicht identifiziert. Doch das Land begnügt sich nicht mit schönen Friedhöfen, sondern will den Angehörigen Gewissheit und den Opfern ihre Namen zurückgeben. Allen unbekannten Toten werden DNS-Proben entnommen, auch 5000 Blutsverwandte von Ver-

missten haben bereits Proben abgegeben. So gelangen nun wieder 42 Schicksalsklärungen. Das für diese Arbeit zuständige Institut EAAF („Argentinische Gruppe für Forensische Anthropologie“) stellt auch Todesursachen und Folterspuren fest und informiert Medien und Justiz.         K.B.

 

Gewalt gegen Journalisten

Wagadugu – Journalismus in Afrika ist ein lebensgefährlicher Beruf. Von 1991 bis 2009 – so die makabre Bilanz des im November zu Ende gegangenen dritten „Internationalen Festivals der Presse- und Meinungsfreiheit“ in Wagadugu, der Hauptstadt von Burkina Faso – wurden insgesamt 144 Journalisten in Ausübung ihres Berufes getötet. Die Welle der Gewalt, die über Afrika schwappt, betrifft nicht nur Oppositionspolitiker und Vertreter verschiedener Religionen, sie macht auch vor kritischen Medienvertretern nicht halt. Aus diesem Grund stimmten die Delegierten aus 40 Ländern dafür, die Pflege der Presse- und Meinungsfreiheit in die Charta der Afrikanischen Union aufzunehmen. Das Festival steht in Konkurrenz zu einer anderen pan-afrikanischen Medienveranstaltung zum selben Thema, dem jährlich stattfindenden „Highway of Africa“.      J.F.


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