23.04.2024

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09.01.10 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 01-10 vom 09. Januar 2010

MELDUNGEN

Nur noch eine Landesbank

Berlin - „Das ist die Position des Wirtschaftsministers, die wir nicht teilen“, bügelte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans (FDP) den Vorschlag von Minister Rainer Brüderle (FDP) ab, dass eine Landesbank deutschlandweit ausreiche. Auch das CDU-geführte Finanzministerium ließ verlauten, die Konsolidierung der Landesbanken sei Ländersache und Druck des Bundes hinsichtlich einer Neuordnung somit unangebracht. Es gehe nicht um Zentralisierung, sondern vielmehr um „seriöse“ Geschäftsmodelle, hieß es von Seiten der SPD. „Jede Landesbank braucht ein tragfähiges Geschäftsmodell und muss sich wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren – nämlich die Finanzierung des Mittelstandes und strukturpolitischer wichtiger Projekte“, betonte SPD-Finanzpolitiker Carsten Sieling. Ein zentrales Institut, wie es dem Bundeswirtschaftsminister offenbar vorschwebe, könne das für den Mittelstand notwendige Kreditvolumen nicht annähernd aufbringen, gab zudem der Bundesverband Öffentlicher Banken zu Bedenken. Bel

 

»Ausgleich kann auch schaden«

Frankfurt am Main - Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Bundesbank, hat sich indirekt gegen Hilfen der EU für überschuldete Staaten wie beispielsweise derzeit Griechenland gewandt. Der ehemalige Berliner Finanzsenator begründet seine Haltung im „Spiegel“ mit dem 1969 in der heutigen Form geschaffenen deutschen Bund-Länder-Finanzausgleich. Dieser habe dazu geführt, dass die Schere zwischen armen und reichen Ländern sogar weiter auseinandergegangen sei. „Wenn es eine Instanz gibt, die ein System notfalls auffängt, können und werden sich die Sanierungskräfte dieses Systems nie entwickeln.“ Bel

 

Hungerwinter endlich in den Medien

Obwohl am 27. Dezember erst ab 21.45 Uhr ausgestrahlt, erreichte das ZDF mit seinem 90-minütigen Dokudrama „Hungerwinter - Überleben nach dem Krieg“ 4,13 Millionen Zuschauer. Grund hierfür dürfte auch das breite Interesse in Tages-, Wochen- und Programmzeitschriften gewesen sein, die breit über die Dokumentation berichteten, fast so, als hätten sie ein völlig neues Thema entdeckt.

Anlässlich der sehenswerten Dokumentation wurde die Notlage der Menschen in Deutschland im Winter 1946/47 ins Blickfeld der Öffentlichkeit gebracht. Vor allem in den ausgebombten Großstädten traf die in diesem Winter außergewöhnliche Harte Kälte auf eine bereits stark ausgezehrte und geschwächte Bevölkerung. In Köln etwa konnten die Menschen sich im Verlauf des Jahres 1946 schon glücklich schätzen, wenn ihre täglichen Rationen mehr als 1000 Kalorien ergeben. 800 Kalorien und weniger waren keineswegs selten. Auskömmlich sind etwa 2200.

Wie viele Menschen damals starben, weil sie entweder verhungerten oder durch den Hunger anfälliger für Krankheiten mit Todesfolge waren, ist unbekannt. Historiker gehen von mehreren Hunderttausend aus. Unter ihnen waren viele Heimatvertriebene. Bel


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