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06.02.10 / Zehn Prozent / CR: Polen haben es besser als Deutsche

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-10 vom 06. Februar 2010

Zehn Prozent
CR: Polen haben es besser als Deutsche

Noch gibt es rund ein Dutzend Orte, darunter die Stadt Weipert/Vejprty in Nordwestböhmen, den Geburtsort Theodor Kardinal Innitzers, in denen sich bei der letzten Volkszählung mehr als zehn Prozent der Einwohner als Deutsche bekannt haben. „Weder die österreichischen noch die deutschen Regierungsvertreter stehen derart hinter der deutschen Minderheit, dass diese es wagen würde, Anträge auf zweisprachige tschechisch-deutsche Ortstafeln zu stellen.“

Hintergrund dieser Kritik des Bundesobmanns der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), Gerhard Zeihsel, an den Regierungen der beiden deutschsprachigen Staaten war ein Staatsbesuch des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski in Prag, auf dem er die Zerstörung zweisprachiger Ortstafeln im tschechischen Teil des Teschener Schlesiens („Olsa-Gebiet“) kritisiert hatte. In der Tschechischen Republik (CR) haben Volksgruppen bei einem Anteil ab zehn Prozent in einem Ort das Recht, durch ihre örtliche Vertretung beim Bürgermeister zweisprachige Ortstafeln zu beantragen. Die polnische Minderheit hat dies schon in einigen Orten durchgeführt.

Daher appelliert Zeihsel an Prag, zweisprachige Schilder von sich aus aufzustellen, wenn die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Antrag gegeben sind.   PAZ


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