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20.03.10 / Amtsenthebung (?) / Ärzte fragten nach Zustand von Klaus

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-10 vom 20. März 2010

Amtsenthebung (?)
Ärzte fragten nach Zustand von Klaus

Humorlos und unsouverän reagierte das tschechische Präsidentenbüro auf einen Schelmenstreich Jan Hnizdils. Den tschechischen Arzt und Publizisten lässt Vaclav Klaus’ umstrittene Politik beispielsweise gegenüber der EU auf „eine ernst­hafte Persönlichkeitsstörung“ seines Präsidenten schließen. Er wandte sich deshalb an die tschechische Ärztekammer mit der Anfrage, wie man „einen hochgestellten Manager“ zur Therapie bewegen könne, der „ernsthaft krank sei und sich selbst sowie seiner Umgebung schadet“, auch wenn der Betreffende nicht bei einem selber in Behandlung sei. Er fragte nach, ob er als Arzt irgendwie intervenieren könne, ob er bei irgendeinem Gericht die Zwangseinweisung in eine Heilanstalt beantragen könne und wie ein solcher Antrag formuliert werden müsse. Die Juristen der Ärztekammer antworteten und gemäß ihren Ratschlägen begann Hnizdil seine Bemühungen um des Staatspräsidenten Aberkennung der Befähigung zur Ausübung seines Amtes zu konkretisieren.

Schließlich wurde das Büro des Präsidenten aktiv. Der Präsidentensekretär Ladislav Jakl klinkte sich in die eigentlich private Korrespondenz Hnizdils mit anderen oppositionellen Ärzten ein, indem er per E-Mail wissen ließ, dass man Hnizdils „albernen Aktivismus voll unter Kontrolle“ habe. Jakl bestritt das Vorhandensein dieser Mail zwar später, aber Hnizdils Kollege Martin Jan Stransky konnte dieses Dementi als Unwahrheit entlarven. All dieses sage einiges aus über die Verhältnisse, in denen man lebe, kommentierte Hnizdil den Vorgang. PAZ


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