14.04.2024

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03.04.10 / In Kürze

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-10 vom 03. April 2010

In Kürze

Museum für HB-Keramik

Die 2005 in der Treuhandschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gegründete „Hedwig Bollhagen-Stiftung“ hat die Einrichtung eines Hedwig Bollhagen Museums für Keramik in Velten, Kreis Oberhavel beschlossen. Damit rückt der keramische Nachlass Bollhagens wieder ganz in die Nähe ihrer Wirkungsstätte in Marwitz. Seit 1934 produzieren die von der Keramikerin Hedwig Bollhagen gegründeten HB-Werkstätten für Keramik im brandenburgischen Marwitz bei Velten das zeitlose Alltagsgeschirr, mit dem Hedwig Bollhagen die Forderung des Werkbundes und des Bauhauses nach Funktionalität und Ästhetik für jedermann zu verwirklichen suchte. Die Keramikerin selbst hat einmal kurz und knapp umschrieben, um was es ihr ging: „In meinen Entwürfen für Formen von Gefäßen versuche ich, immer sparsamere Mittel anzuwenden. Ich bemühe mich, der ,Form ohne Ornament‘ die Ehre zu geben, die ihr gebührt, riskiere aber auch Formen, die durch einen Dekor gesteigert und bereichert werden wollen.“ Doch nicht nur Gebrauchsgeschirr und Zierkeramik schuf HB, auch Baukeramik zählte zu ihren wichtigen Aufgaben. So entstanden etwa große Reliefplatten nach Entwürfen des Bildhauers Waldemar Grzimek.

Hedwig Bollhagen wurde am 10. November 1907 in Hannover geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie unter anderem an der Staatlichen Keramischen Fachschule in Höhr. Bevor sie 1934 die „HB-Werkstätten für Keramik GmbH“ ins Leben rief, war sie in den Steingutfabriken Velten-Vordamm, der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe und im Rosenthal-Zweigwerk in Neustadt bei Coburg tätig. 1939 legte sie ihre Meisterprüfung in Berlin ab. Von 1946 bis 1972 führte sie die HB-Werkstätten bis zur Verstaatlichung als privates Unternehmen weiter. Nach der Wende wurde das Unternehmen reprivatisiert und unter Bollhagens künstlerischer Leitung neu gegründet. Hedwig Bollhagen starb am 8. Juni 2001 in Marwitz und fand ihre letzte Ruhestätte in Hannover. os

 

Opernsommer in Sanssouci

Der Barocke Opernsommer Sanssouci 2010, präsentiert vom Potsdamer Ensemble I CONFIDENTI gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), widmet sich dieses Jahr ganz der italienischen Musikkomödie. Im Jahr 1748 engagierte Fried-rich II. eine kleine italienische Truppe von Sängern und Pantomimen für sein Potsdamer Schlosstheater. Regelmäßig spielten sie Miniaturopern im Stile der Commedia dell’ Arte – so genannte „Intermezzi“ –, mit denen sie, wie Lessing schrieb, „den ganzen Schauplatz vor Lachen außer sich“ brachten. Zu ihrem Repertoire gehörte auch „Monsieur di Porsugnacco“, eine Farce nach Molière, in der ein tölpischer Provinzler vorgeführt wird. PAZ

Premiere im Schlosstheater im Neuen Palais am 7. Mai, 19 Uhr; weitere Aufführungen: 9. Mai, 16 Uhr/15. Mai, 19 Uhr/16. Mai, 16 Uhr/28. August, 19 Uhr/29. August, 16 Uhr/4. September, 19 Uhr/5. September, 16 Uhr/11. September, 19 Uhr/12. September, 16 Uhr. Nähre Informationen über die Hotline (01805) 4470 sowie über das Internet unter www.ticketonline.com


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