19.04.2024

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03.04.10 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-10 vom 03. April 2010

MELDUNGEN

Kosakenheer in Ostpreußen

Königsberg – Auf einer extra hierzu einberufenen Versammlung haben die Kosaken des Königsberger Gebietes beschlossen, ein „Kosakenheer des Nordwestens“ zu gründen. Gegründet werden sollen des weiteren ein Kadettenkorps, das erste dieser Art in der Russchen Föderation, sowie ein paramilitärisches Ausbildungszentrum mit Standort bei Friedland, das zur Heimatliebe erziehen soll. Bereits für dieses Jahr ist die Durchführung eines Jahrmarktes geplant, auf dem eigene landwirtschaftliche Produkte feilgeboten werden sollen. PAZ

Von den Kosaken werden auf dem Königsberger Gebiet 15 landwirtschaftliche Produktionsbetriebe . Die traditionell, auf welchem die traditionell des Weiteren ein Kadettenkorps sowie dendes Desweiteren soll im Raum Friedland .Derzeit gibt es in der Region elf territorial gegliederte Kosakenvereine, die sich ihre Mitglieder aus der Einwohnerschaft vereinzelt stehender Bauernhöfe und -siedlungen rekrutieren. Es ist zu erwarten, dass sich die Zahl solcher Vereine bald verdreifacht.

Die Kosaken beabsichtigen im Landkreis Pravdinsk (ehem. Friedland) ein auf Erziehung zur Heimatliebe orientiertes, zu gründen. In näherer Zukunft soll auch noch ein Kadettenkorps für Kosakennachwuchs – das erste dieser Art in Russland – folgen.

Zu den bevorstehenden Plänen der „Bauern in Uniform“ gehört die Durchführung eines landwirtschaftlichen Jahrmarktes. Dieser soll noch in diesem Jahr stattfinden. Die Kosaken betreiben derzeit 15 landwirtschaftliche Produktionsbetriebe im Gebiet. Auf diese entfielen im vergangenen Jahr 2009 vier Prozent an Getreide, sieben Prozent an Raps, 30 Prozent an Kohl und 60 Prozent an Rüben der regionalen Gesamternte.

 

Kräftige Steppkes

Königsberg – Administrativ besteht die Russische Föderation aus 89 Regionen, die zu sieben „Föderalbezirken“ vereinigt sind. Die Region Königsberg gehört zum Föderalbezirk Nordwest, mit der Hauptstadt Sankt Petersburg, und hat just einen russischen Rekord aufgestellt: Sie ist die fruchtbarste Region im fruchtbarsten Bezirk! 130000 Kinder wurden 2009 im Nordwesten geboren, 10800 allein im Königsberger Gebiet. Mehr noch, wie die lokale Presse stolz meldete: „Unsere Steppkes (maljutki) sind die kräftigsten im ganzen Nordwesten Russlands.“ Ein Königsberger Neugeborenes wiegt im Durchschnitt 3350 Gramm und misst 52 Zentimeter. Inwiefern hier gute medizinische Betreuung und/oder großzügige Fami­lien­kre­di­te mitwirkten, ist eine Frage für Experten, die sonst niemanden interessiert. Angela Pravednikova, Verkäuferin von Kinderkleidung, hält sich an den täglichen Augenschein: „Wir brauchen keine Statistik, uns genügen die Gesichter von vielen neuen Papas und Mamas und ihre steigende Nachfrage.“ W.O.

 

Drainagen zerstört

Königsberg – Ein „nemeckij dom“ (deutsches Haus) zu bewohnen, war bis vor zehn Jahren der Traum der Königsberger Russen, denn in diesen gab es kleine Gärten, große Fenster, intakte Wasserleitungen. 2001 wurden die Gartengrundstücke verkleinert, 2007 willkürlich an Armeeveteranen, sogenannte „Afghanen“, vergeben, die sie umgehend verkauften. In bislang ruhigen Regionen, etwa der um den alten Oberteich, entstanden Neubauten, für die man die alten deutschen Drainagen aus dem Boden riss. Das Gebiet versumpfte durch aufsteigendes Grundwasser, wogegen die Einwohner gerichtlich klagten. Vor wenigen Wochen erging ein Urteil, das nicht einmal Sergej Borodichin, sozusagen Ombudsmann der Stadt, versteht: Zwar wurden den Einwohnern illegal Grundstücke weggenommen, aber ihre „Rechte sind in keiner Weise verletzt“. W.O.

 

Entlastung für Allenstein

Allenstein – Der Bau der Umgehungsstraße von Allenstein kommt näher. Ein Dutzend Firmen haben ein Angebot für den Bau der südlichen Umgehungsstraße von Allenstein abgegeben. Dieser Tage wird die Generaldirektion für Staatsstraßen und Autobahnen den Auftrag erteilen. Den niedrigsten Preis, knapp sechs Millionen Zloty (rund eineinhalb Millionen Euro), hat eine Firma aus Warschau angeboten. Wie der Direktor der Allensteiner Abteilung der Generaldirektion, Miroslaw Nicewicz, deutlich macht, ist das Vorhaben ein besonderer Abschnitt im Bau der gesamten Straße. Die Direktion hat jetzt einige Tage Zeit, die Angebote auszuwerten, so dass der Vertrag im April unterschrieben werden kann. Nach weiteren 15 Monaten für Planungsarbeiten muss der Unternehmer im Herbst 2011 mit den Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant. Die südliche Umgehung von Allenstein im Zuge der Staatsstraße Nr. 16 umfasst den Bau der Straße auf neuer Trasse vom westlich von Allenstein gelegenen Kudippen bis zum östlich der Woiwodschaftshauptstadt liegenden Fittigsdorf.PAZ

 

Dämpfer für Putin-Partei

Tilsit – 32329 wahlberechtigte Bürger der Stadt am Memelstrom waren aufgerufen, ihr Stadtparlament für die nächsten fünf Jahre zu wählen. Doch weder Wahlrummel noch die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen und harten Winter konnten die Wähler in Scharen an die Urnen locken. So blieb die Wahlbeteiligung mit 30,9 Prozent äußerst bescheiden. Angesichts der allgemeinen Unzufriedenheit gelang es den Vertretern der staatstragenden Partei „Einiges Russland“ nicht, die angestrebte Mehrheit im Stadtrat zu gewinnen. Sie stellen nur 47 Prozent der Abgeordneten. Statt dessen haben die Kommunisten gehörig zugelegt und nehmen nun ein Drittel der Abgeordnetensitze ein. Die restlichen Plätze teilen sich die Abgeordneten der ultranationalen Schirinowski-Partei und der so-zialorientierten Rentnerpartei „Gerechtes Russland“. H.Dz.

 

53 Millionen für Denkmäler

Königsberg – Den bevorstehenden 65. Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht nimmt Königsbergs Stadtverwaltung zum Anlass, für 53 Millionen Rubel (gut 1,3 Millionen Euro) Kriegerdenkmäler zu restaurieren. Im Rahmen dieser Aktion wird auch der Torpedoboot-Veteran zwischen der Holzbrücke und dem Moskovskij Prospekt auf der Jantarwerft generalüberholt. PAZ


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