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17.04.10 / »Steine ins Gesicht« / Linksextreme drohen der SPD

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 15-10 vom 17. April 2010

»Steine ins Gesicht«
Linksextreme drohen der SPD

In Berlin findet linksradikale Gewalt immer neue Ziele. Ausgerechnet im tief rot-roten Bezirk Lichtenberg haben am 6. April vermutlich Mitglieder einer linksradikalen Gruppierung das örtliche SPD-Büro in der Rathausstraße attackiert. Zwei Scheiben wurden eingeworfen. Nur wenige Tage zuvor war die übergeordnete Zentrale der Berliner SPD im Bezirk Wedding Ziel eines ähnlichen Anschlags.

Zu der Tat in Lichtenberg bekannten sich Linksextreme auf einer Internetseite. Als Begründung für die Attacke geben die Täter „die anhaltende Repression in Berlin“ an – ein Vorwurf, der angesichts der kritisierten Tatenlosigkeit des SPD-geführten Senats gegenüber der steigenden linksextremen Gewalt seltsam anmutet, doch die Attacken aus der linken Szene könnten als Warnung vor einem harten Kurs im Kampf gegen Linksextreme gedeutet werden.

Die medial als „Mitglieder einer antiautoritären Bewegung“ bezeichneten Verfasser des Bekennerschreibens sind mit ihrem Hass auf die SPD nicht allein: Man wolle dem SPD-Senat „am 1. Mai die Steine ins Gesicht werfen“, heißt es in einem ähnlichen Schreiben zu der vorigen Tat im Wedding. Die Angreifer auf die Parteieinrichtung in der Müllerstraße im Wedding werden von Zeugen als Jugendliche beschrieben – sie flohen vor Eintreffen der Polizei. Auch Berlins SPD-Innensenator Ehrhart Körting könnte im Zusammenhang mit dem traditionell von Linksautonomen zu Attacken genutzten 1. Mai Ziel von Anschlägen sein. In einem der Bekennerschreiben wurde er direkt verantwortlich gemacht für „die ständigen Todesfälle bei Polizeieinsatz und im Knast“.          SV


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