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14.08.10 / Und ihr Gesang erschallte fast überall / Jugendchor aus Kreis Preußisch Eylau besuchte Oberschleißheim bei München

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 32-10 vom 14. August 2010

Und ihr Gesang erschallte fast überall
Jugendchor aus Kreis Preußisch Eylau besuchte Oberschleißheim bei München

Der Mädchenchor an Canditten bereiste in den Sommerferien Bayern. Ob Kirche, Biergarten oder Bayrische Staatskanzlei –überall stimmten die Sängerinnen ein Lied an.

Im Juli reisten 42 Schüler und Jugendliche mit sieben Begleitpersonen vom Mädchenchor „Ornament“ aus Canditten (Kandyty), der Deutschen Gesellschaft Natangen in Landsberg (Gorowo Ilaweckie), und weiteren Jugendlichen aus den umliegenden Orten zusammen nach München. Das Ehepaar Westerkowsky aus Gröbenzell bei München hatte ein abwechslungsreiches Programm erstellt und der Gruppe damit einen wunderbaren und unvergesslichen Aufenthalt bei herrlichem Sommerwetter ermöglicht. Untergebracht wurden die Reisenden in der neu errichteten Jugendbegegnungsstätte des Kreisjugendrings München-Land in Oberschleißheim.

Am ersten Tag ging es zur Erholung nach der 24-stündigen Reise ersteinmal zum Baden an den Karlsfelder See. Am zweiten Tag besichtigte die Gruppe das Museum im Schloss Oberschleißheim mit der Ausstellung „Es war ein Land“ sowie die Ausstellung der Ost- und Westpreußenstiftung. Hier trat der Chor unter der Leitung von Herrn Kucha aus Canditten mit einem großartigen und begeisternden Gesang auf. Für die jungen Menschen war es der erste Auftritt in Deutschland überhaupt.

Am dritten Tag war das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen an der Reihe. Der Direktor Wolfgang Freyberg empfing die Gäste und führte sie durch die Räume. Darauf folgte ein Besuch eines Münchener Biergartens. Der Chor hat sich anschließend mit drei Liedern bedankt. Ein Sprung ins Wasser des Lußsees brachte die willkommene Abkühlung bei sommerlicher Hitze.

Den darauffolgenden Sonntag verbrachte man in Gröbenzell, dem Wohnort der Familie Westerkowsky. In der katholischen Kirche hielten der Gröbenzeller Pfarrer und der die Jugendlichen begleitende Pfarrer von Hanshagen (Janikowo) und Petershagen (Pieszkowo), Leszek Wojcinowicz, gemeinsam einen Gottesdienst. Die Auftritte des Chores in der Kirche und auf dem Kirchplatz fanden großen Beifall. Im Anschluss daran überraschte und verwöhnte das Ehepaar Westerkowsky die jugendlichen Besucher mit einem Grillfest in ihrem Garten. Bis in den späten Nachmittag hinein herrschte beste Stimmung mit viel Musik und Gesang bei herrlichem Wetter.

Am Montag stand ein Besuch in München auf dem Programm, wo das Ehepaar Aceves verschiedene Sehenswürdigkeiten zeigte, wie das Glockenspiel des Münchener Rathauses, die Bürgersaalkirche, die Michaelskirche und den Dom (Frauenkirche), wo der Schülerchor auch sang. Das Mittagessen fand im weltberühmten Hofbräuhaus mit bayrischer Musikbegleitung statt.

Danach marschierte man durch den Hofgarten zum Englischen Garten. Anschließend folgte ein Besuch der BMW-Welt am Olympia Park. Die Kinder durften am Steuer der feschen Autos und schnellen Motorräder Platz nehmen und einige Erinnerungsfotos wurden geknipst. Ein kurzer Besuch des Olympiaparks, der Olympia Schwimmhalle und des Olympiaturms rundeten die Erlebnisse dieses Tages ab.

Tags darauf ging es in das Kloster Benediktbeuren im Alpenvorland. Auch hier durfte der Chor in der Basilika singen. Es folgte ein Besuch im „Klösterl“-Jugendhaus in Zwergern. Auch hier durfte der Chor – wie vereinbart – in der kleinen Kapelle auftreten. Nach dem Mittagessen „bei Edeltraut“ am Walchensee fuhr man weiter nach Mittenwald, wo man zu einem ausgiebigen Spaziergang aufbrach, um danach in die Unterkunft nach Oberschleißheim zurückzukehren.

Der Tierpark Hellabrunn in München und die berühmte Wallfahrtskirche im Kloster Andechs, wo der Chor ebenfalls singen durfte, standen am nächsten Tag auf dem Programm.

Besucht wurde auch die Staatskanzlei in München, wo Ministerialdirigenten Hansel die jungen Gäste empfing und Ministerialrat Flierl sie durch das Haus der Bayerischen Regierung führte. Auch hier durfte der Chor die Akustik ausprobieren und unter der Kuppel des ehemaligen Armeemuseums auftreten. Der Empfang in der Staatskanzlei wurde von Friedrich Wilhelm Böld (Landesvorsitzender der Landesgruppe Bayern und Schatzmeister der Landsmannschaft Ostpreußen) ermöglicht. Da der Bus defekt war, wurde auf die geplante Tour ins Altmühltal zur Falkenschau in Riedenburg und auf die Schifffahrt zum Kloster Weltenburg verzichtet. Als Alternative wurde das Deutsche Museum besucht.

Am letzten Tag fuhr man nach Übergabe der Unterkunft in Oberschleißheim nach Werfen bei Salzburg/Österreich, um zur Ostpreußenhütte aufzusteigen. Die Hütte liegt auf 1630m ü.M. inmitten der Salzburger Kalkalpen, umrahmt von der faszinierenden Bergwelt des Hochkönigmassives und vom Hagen- und Tennengebirge. Anschließend wurde auf einem Hügel in der Nähe mit Unterstützung des Chors eine kleine Andacht gehalten. Mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegende Bergwelt und viel Musik und Gesang verbrachten wir noch einen wunderbaren Sommerabend auf der Hütte.

Am Sonnabend machte sich die Gruppe nach einem reichhaltigen Frühstück auf der Hüttenterrasse und einem Abschiedsfoto schweren Herzens an den Abstieg zur Dielalm. Dort wurde sie von einem Kleinbus abgeholt und zum Reisebus gebracht, der die Reisenden dann in 24-stündiger Fahrt wieder in ihre Heimatorte brachte. Auf Antrag von Frau Olszewska-Switaj waren die Kosten der Reise übrigens von der EU übernommen worden.         L. W.


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