19.01.2022

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04.09.10 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-10 vom 04. September 2010

MELDUNGEN

Prußische Beute-Urne

Königsberg – Wie der Fernsehsender „Kultura“ mitteilte, haben russische Archäologen auf einem prußischen Gräberfeld in Ostpreußen eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. Sie fanden eine christliche Abendmahlsschale, die nach Meinung der Archäologen wahrscheinlich von den noch „heidnischen“ Prußen aus einem nordpolnischen Kloster geraubt wurde. Die polnischen Eroberungsversuche des Prußenlandes während des Mittelalters hatten eine vehemente Gegenwehr provoziert, und die Prußen führten immer wieder erfolgreiche Gegenschläge auf polnischem Gebiet. Interessant ist die letzte Umnutzung der christlichen Schale: Sie fungierte als Urne einen prußischen Kriegers, der nach baltischer Art zusammen mit seinem Pferd bestattet wurde. T.W. W.

 

Bau eines Rekordbrechers

Memel – Die norwegisch-estnische BLRT Gruppe, einer der größten Schiffbaukonzerne des skandinavisch-baltischen Raumes, wird in Memel, wo es mit „Western Shipyard“ und „Shipbuilding Yard Baltija“, der größten Werft des Baltikums, zwei Schiffswerften besitzt, den ersten Großtanker für Flüssiggas bauen. Es soll sich dabei um das weltweit größte Schiff seiner Art handeln. Litauen hat inzwischen zwei weitere seiner Schiffswerften an die BLRT verkauft. Darunter befindet sich mit der „Baltija“ die größte Werft des Baltikums. Ein Preis wurde von den Beteiligten nicht mitgeteilt.            T.W.W.

 

»Krusenstern« holte Weltpokal

Amsterdam – Das berühmte Segelschiff „Krusenstern“ (ehemals Padua) gewann die Ostseeregatta, die am 10. August südlich von Kap Skagen begann. Sie erreichte als erste das Ziel Amsterdam. Die einzigartige Wettfahrt hatte das Rostocker Schiffsbauunternehmen „Stema“ organisiert. Als Preis wurde ein Pokal in Form eines Globus aus Halbedelsteinen überreicht. Die Viermastbark Krusenstern wurde 1926 auf der Tecklenburg-Werft in Bremerhaven erbaut. Einziger ernstzunehmender Konkurrent um den Pokal war die „Sedow“. Sie ging 1920 in Deutschland vom Stapel. Die Wettbewerbsroute war für die großen Segler recht schwierig, da sie enge Meeresstraßen passieren mussten, obwohl sie eher für Fahrten auf offener See konstruiert wurden. Die Krusenstern hatte die Sedow schon zu Beginn überholt und erreichte das Ziel elf Stunden vor ihr. Auf Einladung von Kanzerlin Angela Merkel wird die Krusenstern am 25. August an der Eröffnung der „Sail Bemerhaven“ teilnehmen, bevor sie Anfang September nach Königsberg zurück-kehrt.      J.T.


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