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04.12.10 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-10 vom 04. Dezember 2010

Leserforum

Die blöden Deutschen zahlen ja

Zu: „Deutschland wird ausgeblutet“ (Nr. 47)

Erst waren es die Griechen, jetzt die Iren, wer kommt als nächster? Die blöden Deutschen bezahlen ja, auch wenn sie am Bettelstab laufen. Ein Vorschlag in Güte. Das ganze Politikerpack zum Teufel gejagt, aber ohne Pension, damit sie für Geld arbeiten müssen. Wir haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut und diese Bande hat es fertig gebracht, es in kurzer Zeit zu ruinieren. Bei Kohl hat es angefangen und diese Leute haben weitergemacht. Das Einzige, was mich freut, ist, dass wenn Deutschland den Bach runtergeht, bei unseren sogenannten guten Freunden Heulen und Zähneklappern herrschen wird! Hoffentlich haben sich die Herrschaften schon ein paar schöne Mauselöcher ausgesucht, wenn die Deutschen explodieren, denn lange geht es nicht mehr gut.

Horst Polakowski, Gernsheim

 

 

Doppelverdienertum und Scheidungen lähmen Kinderwunsch

Zu: „Das konservative Profil“ (Nr. 42)

Wenn Herr v. Gottberg schreibt „Deutschland muss nicht zwangsläufig das geburtenschwächste Land der Welt sein. Die Ursachen sind hausgemacht“, muss man sich doch eingestehen, dass es zwei über die Jahrzehnte entstandene bedauerliche Veränderungen in unserer Gesellschaft gewesen sind, die zu dieser Situation geführt haben. Die eine ist der Umstand, dass sich in breiten Schichten der Bevölkerung ein Lebensstil herausgebildet hat möglichst mit Eigenheim, oftmals mindestens zwei Autos, mehreren Urlaubsreisen im Jahr, was von einem einzelnen Einkommen nicht zu schultern ist. Ergo arbeitet auch die Frau, was sie im Kaiserreich und selbst noch in der Weimarer Republik kaum getan hat. Die Massenerscheinung der Doppelverdiener bringt es mit sich, dass bei der Frau die Karriere in den Vordergrund rückt und das Kinderkriegen immer weiter hinausgeschoben oder gänzlich aufgegeben wird.

Abgesehen einmal von jenen Frauen, die aus finanziellen Erwägungen nicht arbeiten müssten, es aber trotzdem tun, aus Prestige oder was für Gründen immer. Der zweite Umstand ist das völlig veränderte Heiratsverhalten. Die deutsche Frau muss heute davon ausgehen, dass jede zweite Ehe nach relativ kurzer Zeit geschieden wird. Nach der Trennung steht ihr das Schicksal der alleinerziehenden Mutter bevor, oftmals sehr unzureichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Dass viele Frauen vor einem solchen Schicksal zurückschrecken, ist verständlich. Die Gesellschaft müsste also total umgekrempelt werden, wenn es das ist, was v. Gottberg mit „hausgemachte Ursachen“ meint.

Prof. Dr. Burkhard Hofmeister, Bad Reichenhall

 

 

Nobelpreis

Zu: Friedensnobelpreis für den Bund der Vertriebenen (BdV)

Nach 60 Jahren Charta der Vertriebenen ist doch ein Friedensnobelpreis lange überfällig. Oder hat man uns da was Falsches diktiert? Verzeihenkönnen ist eine Gabe (und nichts anderes sagt die Charta), Rache dagegen ist verwerflich.

Klaus Peter Kolberg, Cuxhaven

 

 

Vertriebene sind der CDU lästig

Betr.: 60 Jahre CDU

Für mich als Ostvertriebener aus der Erlebnisgeneration sind 60 Jahre CDU kein Grund zum Jubeln, sondern zur traurigen Bilanz eines historischen Verrats an den Vertriebenen. Während linke Politik schon sehr früh in der Vertreibung eine Opfermasse für die selbst aufgeladene Kollektivschuld Deutschlands sah, kümmerte sich die CDU seit Adenauers Zeiten um die Vertriebenen und ihre Funktionsträger, um das Wählerpotential an die CDU zu binden. Das Volk stellte man mit Versprechungen und Sonntagsreden ruhig; den Funktionsträgern bot man Posten in Partei und Staat. Der BHE (Vertriebenpartei) ließ sich so liquidieren.

In dem Umfang, wie das Wählervolk der Vertriebenen demographisch schrumpfte, wurde das Interesse der CDU an den Vertriebenen immer geringer. Heute sind sie sogar lästig. Die Behandlung der Frau Steinbach als BdV-Chefin und CDU-Frau zeigt dies sichtbar. „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan; der Mohr kann gehen.“

In dieses Bild passt dann auch der 8. Mai als „Tag der Befreiung“, den die CDU-Kanzlerin in Mos-kau auf dem Roten Platz mit den Russen zelebrierte. Wie würden das die massenhaft vergewaltigten deutschen Frauen aus dem Osten sehen? Sie bleiben stumm, weil sie bereits auf dem Friedhof liegen. Niemand in Deutschland interessiert sich dafür.

Erhard Paschke, Hann. Münden

 

 

Manche Proteste grenzen an Hochverrat

Zu: „Demonstrativer Atom-Krieg“ (Nr. 45)

Die beiden Ereignisse (stellvertretend für viele andere) zeigen einen Trend an, der in seiner vollen Tragweite von vielen Menschen offenkundig gar nicht wahrgenommen wird. Laut unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung haben wir einige unverzichtbare Spielregeln, die besagen, dass gesellschaftliche Entscheidungen großer Tragweite (zum Beispiel Großprojekte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Energietechnik) ausschließlich in politischen Entscheidungsprozessen durch gewählte Volksvertreter unter Beteiligung direkt betroffener Personen (Anhörungen, Einwendungen, gerichtliche Klagen) mehrheitlich entschieden werden; nach Abschluss dieser teils mehrjährigen Verfahren ist vom Gesetzgeber kein Einspruch mehr vorgesehen, um die notwendige Rechtssicherheit für die Durchführung (unter anderem die Einhaltung von Verträgen) zu erreichen.

Das von einigen politischen Gruppen eingeforderte nachträgliche „Recht auf Widerstand“ ist daher nicht nur absurd, sondern de facto nach obiger Überlegung als direkter Angriff auf den Staat zu verstehen und insofern bereits eine strafbare Handlung, erst recht, wenn dazu große Menschenmengen mobilisiert werden. Laut § 81 StGB müssen Handlungen, die zum Ziel haben, mit Gewalt oder Drohung mit Gewalt die auf dem Grundgesetz beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu verändern, mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren geahndet werden („Hochverratsparagraph“). Es ist unverständlich, dass weite Kreise der Gesellschaft die von den „Demonstranten“ angewendete Gewalt, Nötigung und Verkehrsgefährdung als „freie Meinungsäußerung“ ansehen, wo jeder Autofahrer, der verkehrsgefährdend parkt, ein saftiges Bußgeld bezahlen muss. Sollte unser Staat weiterhin darauf verzichten, seine einmal festgelegten Ziele in diesen Fällen durchzusetzen, so besteht die reale Gefahr, dass er in naher Zukunft selbst die Sicherheit seiner Bürger nicht mehr gewährleisten kann.

Dr. Wolfgang Bockelmann, Krefeld

 

 

Politiker fördern das Verschweigen

Zu: „Die verdrängte Deutschenfeindlichkeit“ (Nr. 44)

Im Gastbeitrag von Wolfgang Reith wird ein weiteres Mal – und in erschreckendem Ausmaß belegt, was Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ akribisch feststellt. Die von Reith geschilderten Gegebenheiten, in langjähriger Berufserfahrung als Lehrer und Schulleiter beobachtet – und wohl auch erduldet –, belegen Sarrazins Befürchtungen in erschreckender Form. Ja, eigentlich muss man am Beispiel des Schulerlebens in

Duisburg schlussfolgern, dass die „Abschaffung Deutschlands“ in erkennbaren Keimzellen in unserem Lande schon sehr deutlich geworden ist. Ich frage mich nur, weswegen immer noch fast alle in verantwortlicher Position befindlichen Politiker in Land und Bund über diese Zustände und Gegebenheiten hinwegsehen wollen. Und Verschweigen fördern!

Den Islam-Äußerungen unseres „hochzuverehrenden“ neuen Bundespräsidenten Wulff sollte unbedingt entgegnet werden. Hierzu bewertet Albert Schweitzer, der weltberühmte sogenannte „Urwald-Arzt“ aus eigenem Erfahren: „Auch mit dem Islam hat sich das Christentum geistig nicht auseinanderzusetzen. Entstanden ist er im siebenten Jahrhundert nach Christus zum Teil unter Einwirkung jüdischer und christlicher Lehren. Er besitzt keine geistige Originalität und ist nicht eine Religion, in der ein tiefes Denken über Gott und die Welt vorliegt. Seine Macht besteht darin, dass er monotheistische und auch bis zu einem gewissen Grade ethische Religion ist, zugleich aber alle Instinkte primitiver Religiosität behalten hat und sich so zu den unzivilisierten oder halbzivilisierten Völkern Asiens und Afrikas als die ihnen am nächsten liegende Form des Monotheismus anbieten kann ...“

Gleichzeitig möchte ich noch einmal für Herrn Heckels Beiträge danken. Diese sind im deutschen Pressewald so gut wie nirgends anders gleich gut zu finden. Meist schlage ich die letzte Seite der PAZ als erstes auf, um zunächst Heckels Ironismen zu genießen!

Manfred Laufer, Meppen

 

 

Dem Angriff ging ein Putsch voraus

Zu: „Tote demontieren Mythos“ (Nr. 46)

Sie behaupten, dass Hitler und Mussolini Jugoslawien grundlos angegriffen hätten, was Walter Post in „Die Ursachen des Zweiten Weltkriegs“ widerlegt. Der deutschfreundliche Prinzregent Paul war dem Beispiel von Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei folgend, dem Dreimächte-pakt (Deutschland, Italien, Japan) am 25. März 1941 beigetreten, aber zwei Tage später wurde er durch einen Putsch des General Simovic gestürzt. Der Staatsstreich wurde vom englischen, amerikanischen und sowjetischen Geheimdienst unterstützt und durch Roosevelts Rundfunkrede ermutigt. Die Putschisten ratifizierten den Beitritt zum Dreimächtepakt nicht und zeigten Sympathien für England. Sie schlossen sofort einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion ab, der gegen Deutschland gerichtet war. Darauf folgte die jugoslawische Generalmobilmachung. Damit entstand für Hitler eine gefährliche Lage, und er begann am 6. April den Balkanfeldzug.

Ingeborg Pohl, Lüneburg

 

 

Die ganze Wahrheit muss auf den Tisch

Zu: „Große Mehrheit für Steinbach“ (Nr. 43)

Großartig, hervorragend, prima! Ich kann es nicht verbergen, meine endlose Freude über das so eindeutige Wahlergebnis von

Erika Steinbach zum Ausdruck zu bringen. Die Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen (BdV) hat sich geschlossen für die Wiederwahl von Erika Steinbach ausgesprochen – beinahe eine staatsmännische Entscheidung – klug und weise – ein phänomenales Ergebnis, besonders hervorzuheben nach den unerfreulichen Querelen über die historischen Debatten im Vorfeld der Vorstandswahlen. Geschichtsklitterungen werden niemals segensreich sein – ganz besonders nicht für die gewünschte Aussöhnung zwischen den Ländern Deutschland und Polen.

Ich bin dafür, dass manche Missstimmigkeiten zwischen beiden Staaten endlich verschwinden. Sicherlich wird das auch eine Generationsfrage sein und werden. Aber augenblicklich kann das nur geschehen, wenn die ganze Wahrheit auf den Tisch gelangt. Die verhängnisvolle Geschichte hat nicht erst mit dem 1. September 1939 begonnen. Der Ausbruch des Krieges hatte viele Väter. Die Spannungen zwischen Polen und Deutschland gehen weit zurück und haben eine Geschichte von über 200 Jahren, als Preußen noch hoch in Ehren stand (zum Teil auch zu recht) und das Sagen hatte und der polnische Nachbar dreimal eine Teilung über sich ergehen lassen musste.

Viele geschichtliche Begleiterscheinungen vermehrten später den Hass und die Missgunst der Völker untereinander. Auch die Neuordnung Osteuropas nach dem Ersten Weltkrieg verschärfte die Situation. Vieles könnte noch hinzugefügt werden.

Die etablierten Parteien in Deutschland werden sich daran gewöhnen müssen, dass in der Person von Erika Steinbach jemand wiedergewählt wurde, deren Wort und Stimme künftig nicht überhört werden kann. Aber Unbequemes muss ertragen werden, schon um der Wahrheit eine Bresche zu schlagen.

J. F. Wilhelm Hörnicke, Eschborn

 

 

Dieses ZgV »entschärft« die Untaten an Deutschen doch nur

Zu: „Abgewendet“ (Nr. 36)

Vertriebener bin ich nicht! Aber die Anliegen der Vertriebenen sind auch meine, weil viele zu meinen Freunden zählen. Und weil alle Menschen Anspruch auf Wahrheit und Gerechtigkeit haben.

Vor einigen Jahren sprach ich mit der Frau eines alten Freundes. Sie war mit ihrer Familie als Kind nach dem Ersten Weltkrieg von den Polen aus Ostoberschlesien vertrieben worden. Ihr späterer Mann wurde als 16-jähriger Schüler von polnischen Angreifern niedergeschossen. Er erlitt einen Bauchschuss und verlor eine Hand. In Gleiwitz bauten sie sich ein kleines Haus – und wurden 1945 mit drei Kindern zum zweiten Mal von den Polen unter schlimmsten Umstanden vertrieben. Trotzdem verkünden unsere Parteien in seltener Eintracht, dass nur Deutsche Täter gewesen seien, Polen aber angeblich immer nur Opfer. Litauer, Weißrussen, Ukrainer und andere, die die polnische Aggression nach dem Ersten Weltkrieg und die darauf folgende brutale Polonisierungspolitik in den eroberten Gebieten erlebt haben, wissen es besser. Ich erinnere mich an die tiefe Bitterkeit, mit der die Frau meines Freundes sagte: „Wann werden wir (die Opfer Polens) endlich Gerechtigkeit erfahren?“

Ich bin deshalb davon überzeugt, dass es keinen Sinn hat, auf ein „Vertriebenenzentrum“ zu setzen, das von Polen, maßgeblichen deutschen Politikern und von allen, die an Verbrechen gegen Deutsche beteiligt waren, inhaltlich und bei der Besetzung der Stiftungsgremien „entschärft“ worden ist. Der Bund der Vertriebenen (BdV) sollte sich für ein eigenes Zentrum einsetzen, das die ganze geschichtliche Wahrheit (auch die Verbrechen zwischen 1918 und 1939) objektiv darstellt. Ich bin sicher, dass viele unserer Mitbürger bereit wären, dafür Ihren Beitrag zu leisten, wenn das Anliegen in der richtigen Weise vertreten würde.

Schon mehrfach habe ich versucht, als Antwort auf gravierende Falschdarstellungen Vorgänge wie die oben geschilderten in Leserbriefen darzustellen und zu erläutern. Keine Zeitung in unserem Bereich war bereit, solche Informationen zu veröffentlichen. Diskussionen mit jungen Menschen, insbesondere Abiturienten und Studenten, zeigen mir: Sie kennen die geschichtliche Wahrheit nicht, weil sie ihnen vorenthalten worden ist. Das war zum Beispiel in der CDU von Konrad Adenauer bis Rainer Barzel noch anders. Viele von meinen damaligen Mitstreitern haben sich inzwischen enttäuscht von der Union abgewandt.

Ludwig Klock, Langenlonsheim

 

 

Derzeit beste Zeitung am Markt

Zu: „Geld oder Leben“ (Nr. 47)

Hut ab. Diese Zeitung ist die derzeit beste Zeitung am Markt und im nächsten Jahr, nach dem Umzug, bin ich Kunde.

Wir haben eine merkwürdige Zeit. Die Industrie plündert im Zuge der EU und der sogenannten Globalisierung schrankenlos das deutsche Volk aus. Sämtliche Politiker stehen, soweit sie nicht aufgrund tiefsitzender Naivität und Dummheit handeln, auf den gegenwärtigen oder zukünftigen Gehaltslisten von Industriekonzernen und -verbänden. Aber wer sollte so eine Antikorruptionspartei führen in Anbetracht der Tatsache, dass die 68er Bewegung, die sich gerne als idealistisch bezeichnet, letztlich eine rein materialistische Bewegung war? Gewissensfragen reduzieren sich auf die Frage, ob man sich einen großen materiellen Vorteil oder den Mitbürgern einen kaum merklichen Vorteil verschaffen will, was dann letztlich zugunsten des eigenen Geldbeutels ausgeht. Wir haben längst ein strukturelles gesellschaftliches Problem, dessen dramatischer Ausgang in seiner Tragweite völlig offen ist. Interessant ist, dass der Konservativismus inzwischen auf die Bedeutung der früheren APO (außerparlamentarischen Opposition) oder noch darunter geschrumpft ist.

Reinhard Wilhelm, Ense


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