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26.03.11 / Kriegerdenkmal rekonstruiert / Feierliche Wiedereinweihung im oberschlesischen Tworkau mit breiter Beteiligung

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12-11 vom 26. März 2011

Kriegerdenkmal rekonstruiert
Feierliche Wiedereinweihung im oberschlesischen Tworkau mit breiter Beteiligung

Im zehn Kilometer südlich von Ratibor an der polnisch-tschechischen Grenze gelegenen oberschlesischen Tworkau ist ein Kriegerdenkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 Gefallenen aus Tworkau wiedereingeweiht worden.

Den Beginn der Feier bildete eine auf Deutsch gehaltene Heilige Messe für die Dorfgemeinde in der Pfarrkirche in Tworkau. An ihr nahmen auch Vertreter der Gemeinde Kreuzenort, der Bürgermeister Grzegorz Utracki, der ehemalige Bürgermeister Leonard Fulneczek, der Ratsvorsitzende Pawel Lasak, der Ortsbürgermeister von Ellgut-Tworkau Gerard Drobny, Fahnenträger des Bergmannsvereins, der Feuerwehr, der Eisenbahner und des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) sowie Frauen des Bauernvereins in ihren Trachten teil. Den musikalischen Teil der Heiligen Messe übernahm das Blasorchester der Gemeinde Kreuzenort. Am Ende der Messe betonte Ortspfarrer Piotr Tkocz die Wichtigkeit dieses Ereignisses.

Danach begab sich die Prozession in Begleitung des Blasorchesters zum Denkmal. Ortsbürgermeister Rafał Morawiec begrüßte alle Anwesenden beim Denkmal und sprach über die Geschichte dieser historischen Gedenkstätte: Das Kriegerdenkmal, erbaut 1879 mitten im Dorf bei einer Straßenkreuzung, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der damaligen Verwaltungsmacht zerstört und vergraben. Nach 60 Jahren beschlossen der Ortsbürgermeister und der Rat, dieses Denkmal wieder auf derselben Stelle zu errichten, wo es gestanden hatte. Bei Erdausgrabungen 2008 wurden einige Bestandteile des alten Denkmals gefunden. Diese wurden restauriert und fehlende Elemente nach alten Fotos ergänzt sowie das Denkmal mit den Namen der Gefallenen versehen. Nach drei Jahren Wiederaufbau erfüllte sich ein langersehnter Wunsch der Dorfgemeinschaft: eine Gedenkstätte der Vorfahren, aber auch ein Mahnmal für die Gegenwart und die Zukunft, für künftige Generationen zur Erhaltung des Friedens, der friedlichen Gemeinschaft, für eine Welt ohne Krieg, Gewalt und Vernichtung.

Nach einem Gebet weihte Pfarrer Piotr Tkocz das wiedererrichtete Kriegerdenkmal, das Orchester spielte das Lied „In deiner Obhut, himmlischer Vater“ und danach legten unter anderem Ortsbürgermeister Morawiec sowie die beiden Tworkauerinnen Erna Rossa und Franziska Wileczelek, die sich noch gut an das erste Denkmal erinnern können, Blumen nieder. Nach einer kurzen Ansprache des Gemeindebürgermeisters Utracki dankte Morawiec Pfarrer Tkocz und Pater Marcel für die feierliche Messe und für die Weihe sowie allen Teilnehmern der Feier und vor allem auch allen Personen, die geholfen haben, dieses Kriegerdenkmal wieder zu errichten. Dem folgten Dankesworte namens der Ortsbewohner an den Ortsbürgermeister für die Mühe und Ausdauer bis zur Wiederherstellung dieser Gedenkstätte. Mit dem vom Blasorchester intonierten Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ endete der Festakt.           PAZ


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