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26.03.11 / Hoher Besuch im Landesmuseum / Lüneburg: Kulturstaatsminister Bernd Neumann informierte sich über Museumserweiterung

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12-11 vom 26. März 2011

Hoher Besuch im Landesmuseum
Lüneburg: Kulturstaatsminister Bernd Neumann informierte sich über Museumserweiterung

Mitglieder der Ostpreußischen Kulturstiftung erklärten dem Berliner Kulturverantwortlichen, warum 4,1 Millionen Euro für das geplante Vorhaben nicht ausreichen. Neumann zeigte sich offen und stellte einen Kompromiss in Aussicht.

Am 7. März besuchte Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit zwei Mitarbeitern das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg. Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckerhardt Pols hatte einer Bitte des Museumdirektors Dr. Joachim Mähnert entsprochen, und den Minister zu einem Besuch eingeladen. Aus diesem Anlass waren auch der Vorstandsvorsitzende der ostpreußischen Kulturstiftung (OKS), Rolf-Dieter Carl, und der Vorsitzende sowie der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates der OKS, Wilhelm v. Gottberg und Hubertus Hilgendorf, nach Lüneburg gekommen. Ebenfalls anwesend war das Stiftungsratsmitglied, Prof. Axel v. Campenhausen, zugleich Vorsitzender der Deutsch-Baltischen Kulturstiftung.

Nach der Begrüßung und der Vorstellung der anwesenden Personen durch Museumsleiter Dr. Mähnert informierten die Herren des Vorstandes und des Stiftungsrates der OKS den Kulturstaatsminister über die Anfänge des Museums sowie die Entwicklung des Hauses bis zum heutigen Stand: Ostpreußisches Landesmuseum mit deutsch-baltischer Abteilung.

Neumann erwies sich als hervorragend informiert und gut vorbereitet. Bei einem Gang durch das Haus nahm er auch den arrondierenden Zukauf der Grundstücke in Augenschein, den die Ostpreußen und die Balten getätigt hatten, um die noch zu erstellende baltische Abteilung des Museums zu ermöglichen.

Bei einer Kaffeerunde wurde dem Kulturstaatsminister auch die Sorge der Museumsverantwortlichen hinsichtlich der Finanzierung des Erweiterungsbaues vorgetragen. Die bewilligten 4,1 Millionen Euro durch den Bund und das Land Niedersachsen reichen auch beim besten Willen zum Sparen nicht aus, um die bereits genehmigte Konzeption für die Erweiterung des Hauses zu realisieren (Erweiterung um die deutsch-baltische Abteilung).

Der Kulturstaatsminister stellte klar, dass sein Haus für 2011 nicht nachschießen könne. Gleichwohl vermittelte er Optimismus mit seiner Aussage, dass man jetzt mit der lang geplanten Erweiterung des Museums einen gehörigen Schritt vorankomme. Wenn jetzt 2011/2012 nicht alles realisiert werden könne, müsse man mit einem zweiten Schritt 2013 oder 2014 zum Ziel kommen.

Der Kulturstaatsminister – gebürtiger Elbinger – entfachte eine kleine Diskussion mit der Frage, ob seine Vaterstadt früher zur Provinz Ostpreußen oder zu Westpreußen gehört habe. Mit der Feststellung, dass Elbing bis zur Abtretung des Korridorgebietes 1919 immer westpreußisch war, gaben sich alle zufrieden.  W. v. Gottberg


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