03.03.2024

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02.04.11 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-11 vom 02. April 2011

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Liebe zum alten Filz

Athen – Unmut erntet derzeit der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos. Während Premier Giorgos Papandreou versucht, international Gelder für das Land, das am Rande der Pleite steht, anzuwerben, Filz bekämpft und versucht, massive Sparpläne durchzusetzen, hält sein 54-jähriger Minister offenbar an alter Klientelpolitik fest. Obwohl der Staat in den nächsten Jahren massiv Mitarbeiter entlassen will, stellt Loverdos fleißig neu ein. Mindestens 30 neue Mitarbeiter soll er seit September vor allem in seinem Wahlkreis eingestellt haben. Bel

 

Liebe zum Geld

Frankfurt a. M. – Die wegen ihres Wechsels von der Krankenkasse Barmer zum Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) kritisierte SPD-Politikerin Birgit Fischer lässt sich ihren Wechsel zum Lobbyisten offenbar massiv vergolden: Statt 202000 Euro im Jahr als Barmer-Vorstandsvorsitzende soll sie beim VFA 440000 Euro pro Jahr erhalten. Bel

 

Opel wieder mit deutschem Chef

General Motors nimmt zum 1. April einen Wechsel an der Führungsspitze seiner Tochterfirma Opel vor. Neuer Chef des Autobauers wird Klaus-Friedrich Stracke. Er soll den Briten Nick Reilly ersetzen, der in den Aufsichtsrat von Opel wechselt und dort den Vorsitz übernimmt. Reilly wird außerdem als Präsident von GM Europe Strategien für die Marken Opel/Vaux-hall und Chevrolet erarbeiten.

Der Hesse Stracke arbeitet bereits seit 1979 für Opel und GM. Seit 2009 war der Ingenieur Chefentwickler im Technologiebereich von GM. Der technikbegeisterte Stracke war unter anderem verantwortlich für die Entwicklung der Elektrofahrzeuge Opel Ampera und Chevrolet Volt. Auf den künftigen Mann an der Spitze warten schwierige Aufgaben. Bereits bis zum 1. Mai muss Stracke eine Einigung mit dem Betriebsrat des Bochumer Werks zustande bringen. Bis zum Ende des Jahres sollen 1200 Mitarbeiter an diesem Standort abgebaut werden. Der schon 2010 beschlossene Sanierungsplan für Opel sieht den Abbau von 4800 Arbeitsplätzen in Deutschland und europaweit sogar 8000 Stellen vor. Noch ist dem Unternehmen die Rückkehr in die Gewinnzone nicht geglückt – schwarze Zahlen waren vom bisherigen Chef Nick Reilly bereits für das Jahr 2011 angekündigt worden. Dieses Ziel musste auf das Jahr 2012 verschoben werden, im laufenden Jahr wird noch mit einem Verlust von 500 Millionen Euro gerechnet. In den letzten Jahren hat Opel kontinuierlich Marktanteile verloren – nach Angaben der Europäische Vereinigung der Automobilhersteller betrug der Marktanteil im Jahr 2010 europaweit nur noch 6,9 Prozent. Mit Investitionen von neun Milliarden Euro und 17 neuen Pkw-Modellen bis 2012 will Opel langfristig wieder auf einen Marktanteil von zehn Prozent kommen. N. Hanert


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