28.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
28.05.11 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-11 vom 28. Mai 2011

MELDUNGEN

Gedenken an Tote

Heiligenbeil/Frauenburg – Die Stadtgemeinschaft Zinten gedachte bei ihrer diesjährigen Reise in die Heimat sowohl in dem unter russischer Souveränität stehenden Heiligenbeil als auch in dem zur Republik Polen gehörenden Frauenburg der unzähligen Toten, die als Soldaten während des letzten Krieges gekämpft haben und gefallen sind, aber auch der Zivilisten, die durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat verloren und die unmenschlichen Verhältnisse während dieser Flucht nicht überlebt haben. In Heiligenbeil wurde auf dem Ehrenfriedhof namens der Kreisgemeinschaft ein Kranz niedergelegt im Andenken an die vielen Soldaten, die in diesem Krieg ihr Leben lassen mussten und trotzdem nicht verhindern konnten, dass die Heimat in die Hände der Roten Armee fiel. Siegfried Schulz, Stadtvertreter von Heiligenbeil-Nord, trug passende Worte Siegfried Drehers, Ehrenvorsitzender der Kreisgemeinschaft Heiligenbeil, vor. In Frauenburg wurde ein Blumengesteck am Gedenkstein für die 450000 ostpreußischen Flüchtlinge niederlegt, welche die Flucht nicht überlebten. Die kleine Gedenkfeier wurde gestaltet von Dreher, der auch die Ansprache hielt, sowie von Anke Kirschnick, die ein Gedicht von Agnes Miegel vortrug.                        B.S.

 

Instrumente gesucht

Passenheim – Siegfried Taday, ostpreußischer Reiseunternehmer mit Wohnsitz und Arbeitsplatz in Düsseldorf und Scheufelsdorf bei Passenheim, Kreis Ortelsburg, möchte den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde in Passenheim wiederbeleben. In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte ein solcher Chor noch bestanden. In der damaligen Zeit wanderten beziehungsweise siedelten jedoch viele protestantische Ostpreußen aus und mit ihnen auch die Kirchenmusiker. So verstummte der Chor. Aber möglicherweise nicht für immer. Unterstützt wird Tadays Vorhaben einer Neugründung vom Pastor der Gemeinde, Witold Twardzik. Wer mitmachen will und mindestens zwölf Jahre alt ist, ist aufgerufen, sich bei Pastor Witold Twardzik, ul. Jednosci-Slowianskiej 3 (PL) 12-122 Pasym, Telefon 0048 (89) 6212018, zu melden. Um den Chor mit ausreichend Instrumenten ausstatten zu können, bittet Taday, der in Passenheims evangelischer Kirche nicht nur seine heutige Ehefrau Brigitte kennenlernte, sondern einst auch die Orgel spielte, um Sachspenden. Gebraucht werden Trompeten, Fliegenhorne, Waldhörner, Posaunen, Tenöre, Bariton und Tuba. Wer derartige Blasinstrumente besitzt und diese nicht mehr nutzt, wird gebeten, sich bei Siegfried Taday, Carlo-Schmid-Straße 108, 40595 Düsseldorf, zu melden. Von dort aus gehen dann die gespendeten Instrumente per Sammeltransport zur Gemeinde nach Passenheim.        

 M.R.

 

Ausschreitungen in Allenstein

Allenstein – Zu Ausschreitungen von Fans kam es beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Zweitligafussballvereine „OKS 1945“ aus dem gastgebenden Allenstein und „Olimpia“ aus Elbing. Anna Fic, Sprecherin der lokalen Polizeidirektion, berichtete: „An der Allensteiner Ausfahrtsstraße Sielska hielten zwei Wagen aus Elbing an. Zwei Männer stiegen dann aus und wollten einen BMW, mit dem zwei ,OKS 1945‘-Fans unterwegs waren, zum Anhalten bringen. Die Polizeibeamten nahmen anschließend die sieben „Olimpia“-Fans fest. Inzwischen versuchte einer von ihnen, gegen einen der Polizisten handgreiflich zu werden, so dass er verhaftet werden musste. Die anderen sechs wies man dagegen aus. Es wurde auch beantragt, sie vor Gericht zu stellen wegen einer Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr.“ Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, welche Vorsicht bei der Veranstaltung der künftigen Fußballspiele mit der Beteiligung der Sportsfreunde geboten ist. Die letzten Ereignisse in der Republik Polen veranlassten den Bürgermeister von Osterode, Olgierd Dabrowski, die Bewerbung seiner Stadt um den Austragungsort des Superpokals der „Ekstraklasa“, der höchsten polnischen Spielklasse, zurückzuziehen. Er wolle nämlich die Bewohner Osterodes seitens der potenziellen Rowdys keiner Gefahr aussetzen und in der Folge auch das dortige, gerade vor der Fertigstellung stehende Fußballstadion vor einer Verwüstung schonen.        G.S.

 

Mittelalterliche Bestien

Königsberg – Im Königsberger Museum „Friedländer Tor“ ist eine Marzipanausstellung zum Thema „Mittelalterliche Bestien“ zu sehen, die vom Marzipanmuseum zusammengestellt wurde. Marzipan, die köstliche Süßigkeit aus Mandeln, dem Symbol für Familienglück, einst die kulinarische Spezialität Königsbergs, begeistert auch die heutigen Bewohner der Stadt. Der russische Künstler Pjotr Toporow stellt Kunstwerke aus Marzipan her. Er hat sich mittelalterliche Allegorien von Fabelwesen zum Vorbild für seine essbaren Reliefs genommen. So entstanden Drachen, Einhörner, Schlangen, Löwen und teufelsähnliche Marzipanwesen in der Interpretation des Künstlers.        MRK


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabobestellen Registrieren