29.01.2022

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28.05.11 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-11 vom 28. Mai 2011

Aus den Heimatkreisen

MOHRUNGEN

Kreisvertreter: Wolfgang Warnat, Silcherstraße 5, 35415 Pohlheim, Telefon (06403) 6099009, Fax (06403) 6099007, E-Mail: wwarnat39@web.de. Geschäftsführer: Lothar Gräf, Dr-Siekermann-Weg 28, 58256 Ennepetal, Telefon (02333) 5766, (02333) 5570,

E-Mail: Lothar.Graef@live.de. MHN-Änderungen: Marlene Wölk, Nachtigallenweg 3, 38820 Halberstadt. Stellvertretende Kreisvertreterin: Gisela Harder, Telefon und Fax (040) 7373220; Ingrid Tkacz, Telefon und Fax (04122) 55079.

Heimatkreistreffen 2011 in Mohrungen/Sangerhausen im Südharz: Freitag, 2. September, 10 Uhr: Sitzung des Kreisausschusses, 16 Uhr: Sitzung des Kreistages. Sonnabend, 3. und Sonntag, 4. September: Heimatkreistreffen. Harzhaus am Eulenberg, Eulenberg 7, 06528 Grillenberg, Telefon (034775) 21083, Fax 21029, E-Mail: uns@uns-ev.de. Preise: 13 Euro Übernachtung, 17 Euro Übernachtung mit Frühstück. Bei Hotelbuchungen bitte angeben: Jahrestreffen Mohrungen und Lutz Krause. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten: Hotel / Pension am Rosarium, Sangerhausen, Telefon (03464) 57273, DZ 68 Euro mit Frühstück. Hotel West, Sangerhausen, Telefon (03464) 544690, DZ 50 Euro mit Frühstück. Hotel Katharina, Sangerhausen, Telefon (03464) 24290. Rosenhotel, Sangerhausen, Telefon (03464) 544644, DZ 57,40 Euro mit Frühstück. Hotel zum Löwen, Oberröblingen, Telefon (03464) 54500, DZ 75 Euro mit Frühstück. Hotel Kaiserhof, Kelbra, Telefon (034651) 456850, DZ 80 Euro mit Frühstück. A.L. Hotel Fünf Linden, Südharz, OT Wickerode, Telefon (034651) 350, DZ ab 82 Euro mit Frühstück, EZ 55 Euro.

 

ORTELSBURG

Kreisvertreter: Dieter Chilla, Bussardweg 11, 48565 Steinfurt, Telefon (02552) 3895, E-Mail: d.chilla@kreis-ortelsburg.de. Geschäftsführer: Hans Napierski, Telefon (0209) 357391, E-Mail: h.napierski@kreis-ortelsburg.de. Internet: www.kreis-ortelsburg.de

Viertes Ortelsburger Heimatseminar: ein Erfolg. Zum vierten Mal trafen sich in diesem Frühjahr fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Ortelsburger Heimatseminar im Bad Pyrmonter Ostheim. Die inhaltliche Vorbereitung und Leitung der von Freitagabend bis Sonntagmittag dauernden Veranstaltung lag in den Händen des Kreisvertreters Dieter Chilla, für die Organisation zeichnete Geschäftsführer Hans Napierski verantwortlich. Im Laufe der Jahre hat sich durch die Heimatseminare ein fester Stamm von Mitgliedern gebildet, der zuverlässig Aufgaben in der Kreisgemeinschaft übernimmt und ihre Entwicklung spürbar vorantreibt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Arbeitstreffens stand die Frage: Wie kann der Übergang von der Erlebnis- zur Bekenntnisgeneration kontinuierlich und effektiv vollzogen werden? Deutliche Impulse setzte in seinem Eingangsreferat Stephan Grigat, neuer Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, der ebenfalls der Bekenntnisgeneration angehört. Irmgard Irro und Dr. Burkhard Wittek haben Vorfahren im Kreis Ortelsburg. Beide haben ihre Rollen und ihre Konflikte als Nachgeborene literarisch aufgearbeitet und in Lesungen und Diskussionen dem Ortelsburger Publikum in Pyrmont vorgestellt. Irmgard Irro, die sich vor kurzer Zeit einige Wochen lang in dem masurischen Heimatdorf ihrer Mutter aufhielt, stellte vor allem Famili-enerinnerungen vor, die über bloß Chronologisches hinausreichen: Alltagsgeschichte, religiöse Eigenheiten der Masuren, aber auch Pretiosen aus dem Volksliedgut Südostpreußens wurden präsentiert. Deutlich anders gestaltet sich der Zugang Burkhard Witteks zur Geschichte seiner Vorfahren. Er näherte ihr sich essayistisch in einer Mischung aus Reisebeschreibung, Familienerinnerungen und geisteswissenschaftlichen Panoramen näherte, die er in seinem Buch „Masuren. Kein Ort. Nirgends“ (Wiesenburg Verlag) verarbeitet hat. Sprachlch anspruchsvoll, gedanklich differenziert, unter konsequentem Verzicht auf vereinfachende Plakatierungen beschäftigte er sich in unterschiedlichen Nuancierungen mit der Frage: Wie konnte es passieren, dass die NS-Ideologie auch in Südostpreußen einbrach und zur Zerstörung seiner historischen Kontinuität und vieler seiner Menschen führte, auch in den Seelen der Nachgeborenen Verletzungen hinterließ, die kaum heilen? In vier Arbeitsgruppen wurden Entwicklungsperspektiven für die Zukunft erarbeitet. Neue Akzente setzte vor allem die erstmals tagende Gruppe der Spätaussiedler unter der Leitung von Erwin Gonsowski, die eine Reihe von Kompetenzen in die Arbeit der Kreisgemeinschaft einbringen kann: Sprachkompetenz, Kenntnisse in beiden Kulturen, Brückenbauer zwischen Menschen beider Länder und so weiter. Die aus Masuren angereisten Vertreter der Deutschen Minderheit arbeiteten unter der Leitung von Herbert John, dem stellvertretenden Kreisvertreter. Sie bedauern die fehlende Präsenz in der polnischen Presse sowie die mangelnde Würdigung durch die politischen Vertreter. Sie hoffen, dass ihre Identität durch die anstehende Volkszählung gestärkt wird. Die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ wurde vom Schriftleiter Alfred Denda koordiniert. Insgesamt kann sich die Kreisgemeinschaft durch die weite Verbreitung des Heimatboten (Auflage über 8000!) sowie durch die zahlreichen Informationen auf der Homepage (www.

kreisgemeinschaft-ortelsburg.de) über eine gute öffentliche Resonanz freuen. Problematisch ist die Situation in der Bundesrepublik selbst, wo große Teile der Presse die Existenz und die Aktivitäten der Kreisgemeinschaft zum Teil schlichtweg ignoriert. Hier werden weiterhin Adressaten gesucht: Schulen, Volkshochschulen, Foren für Leseabende. Die Arbeitsgruppe „Erlebnisgeneration“ stand unter der Ägide von Mark Plessa. Sie setzte die Schwerpunkte Gedächtnis, Vermittlung, Teilhabe und will diese in konkreten Projekten umsetzen. Wolfgang Kudla erarbeitet ein Konzept, das auch Sprachkurse integrieren wird. Die Resonanz am Ende der Tagung war ausgesprochen positiv: Der Wunsch, auf den neuen Wegen weiterzugehen  und Folgeseminare anzubieten, wurde vielfach und nachhaltig geäußert.


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