19.01.2022

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28.05.11 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-11 vom 28. Mai 2011

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Aufforderung zum Untertauchen

Berlin – Nur 14,8 Prozent der ausreisepflichtigen Ausländer haben 2010 Deutschland auch tatsächlich verlassen. Dies ergab die Untersuchung einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern. Grund: Die schriftlichen Aufforderungen der Behörden kämen „Aufforderungen zum Untertauchen“ gleich, heißt es. Bürgermeister und Landräte gäben zudem häufig dem Druck von Lobbygruppen und Medien nach.   H. H.

 

Islamischer Staat bevorzugt

Kairo – Zwei Monate nach dem Umsturz in Ägypten spricht sich bei einer von der Tageszeitung „Al-Ahram“ in Auftrag gegebenen Umfrage mehr als die Hälfte der Ägypter für einen islamisch geprägten Staat aus: 60 Prozent  sind für die Etablierung eines islamischen Staates mit demokratischen Werten, 24 Prozent befürworten einen demokratischen Staat ohne explizite Erwähnung der Religion und nur vier Prozent sprechen sich für ein rein säkulares System aus.              N.H.

 

»Auch Männer benachteiligt«

Gewalt, die von Frauen ausgeht, wo Männer Opfer sind? So etwas sollte in Goslar auf keinen Fall thematisiert werden, wenn es nach SPD, Grünen und Linkspartei geht. Der Streit darüber kostete die Gleichstellungsbeauftragte der Harz-Stadt ihren Posten. Auf Beschluss der Mehrheit der drei genannten Parteien im Stadtrat und unter Zustimmung der drei weiblichen CDU-Stadträte wurde Monika Ebeling von ihrer Aufgabe entbunden.

Stein des Anstoßes war eine Aktion gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder. Dazu sollten zur Kinderschutzwoche Brötchentüten mit dem Spruch bedruckt werden: „Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte.“

Ebeling weigerte sich, die Aktion zu unterstützen. Häusliche Gewalt gehe auch von Frauen aus, die Pauschalisierung „Männer gleich Täter“ und „Frauen gleich Opfer“ sei sachlich nicht zu begründen und widerspreche dem Gleichstellungsgrundsatz. Tatsächlich haben Studien ergeben, dass bei „moderater“ häuslicher Gewalt Frauen in etwa ebenso oft Täter sind wie Männer. Nur bei den (sehr wenigen) Fällen extremer Gewalt dominieren männliche Täter.

Damit hatte die 51-Jährige ihr Schicksal besiegelt. Am Ende stand ihre Entlassung.

Viele ihrer Kolleginnen (unter 800 Gleichstellungsbeauftragten seien nur zwei Männer) stünden noch immer in der Tradition eines überlebten Feminismus, kritisierte Ebeling daraufhin im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Dabei würden auch Männer längst vielerorts benachteiligt. Schon in der Schule würden Jungen bei gleicher Leistung schlechter benotet als Mädchen. Und niemand fordere eine Frauenquote für bei Frauen unbeliebte Berufe wie dem Müllmann, den weiter allein Männer machen sollten.            H.H.


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