26.01.2022

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04.06.11 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-11 vom 04. Juni 2011

Leserforum

Abschied vom antitotalitären Konsens

Zu: „Abfindung oder Versetzung“ (Nr. 19)

Wie ist es möglich, dass der Vorsitzende des Beirats der Jahn-Behörde, Richard Schröder, sich gegen die Entfernung der ehemaligen Stasi-Mitarbeiter stellt? Sie als unschuldig bezeichnet! Wo hat dieser Mann während der 40 Jahre „Diktatur des Proletariats“ (eigentlich: Diktatur der Bonzen) gelebt? Es grenzt an Schlamperei in dieser Behörde, wenn nach 20 Jahren darüber noch verhandelt wird, ob und zu welchen Bedingungen die entlassen oder versetzt werden, die uns Opfer herablassend behandelt, bespitzelt, seelisch gequält haben, die Arbeit wegnahmen, hinter Gitter brachten und gesundheitliche Schäden zufügten! Die Opferperspektive muss das letzte Wort haben! Gerechtigkeit ist ohnehin solange nicht hergestellt, wie eine kleine Opferrente nur die bekommen, die ein geringes Einkommen haben oder eine kleine Rente beziehen. Die „Verwalter des Unrechts“ haben sich nach 1989 über ganz Deutschland verteilt, durch ihre Ausbildung gute Posten erlangt und treiben weiter unter dem „Mantel der Demokratie“ ihr Unwesen, denn wer „links“ ist, ist doch unverdächtig in der Bundesrepublik.

Nur ein paar Steinewerfer oder Brandstifter laufen Gefahr auch mal vor dem Staatsanwalt zu landen. Linksgedrehte Anwälte sorgen dann für milde Strafen oder Freispruch. Kämpfen Sie weiter, Herr Jahn. Danke.

Doris Richter, Berlin

 

 

Skandalös

Zu „Mitversicherung zum Nachteil der Deutschen“ (Nr. 20)

Das kann man auch so sehen: Es bräuchte beispielsweise aus jedem türkischen Sippenbeziehungsgeflecht nur ein Ableger in unser Land abkommandiert zu werden, und schon wäre die ganze Türkei zu Lasten der deutschen gesetzlich Versicherten krankenversichert (partiell funktioniert das bereits heute; tendenziell die Wohlhabendsten sind es nicht, auf deren Rücken das passiert). Das provoziert die Frage, wer einen solchen Schwachsinn warum – offenbar in einer Nacht- und-Nebelaktion am Volk vorbei, sonst wäre das früher bekannt geworden – inszeniert hat, und wie lange dieser skandalöse Zustand noch andauern soll.

Dr.-Ing. Hans-Joachim Kucharski M. A., Mülheim

 

 

Politiker schweigen zu wirklich Wichtigem

Zu: „Der 8. Mai will nicht vergehen“ (Nr. 19)

Als die DDR sich anschickte, an diesem aufgezwungenen Feiertag die Leute wieder an die Arbeit zu schicken, da sprach v. Weizsäcker von „Befreiung“ und von „erzwungener Wanderschaft“. Aber den ständigen amtlichen Demutsgesten setzte dann doch Frau Merkel die Krone auf, als sie vor einem Jahr auch Herrn Putin für die Befreiung dankte und damit auch für die 100000-fachen Vergewaltigungen durch die Rote Armee. Wenn man Politikern eventuell noch einen „Karriere-Notstand“ zubilligen könnte, so bin ich doch über ein ähnliches Verhalten der Kirchen entsetzt, die laut v. Gottberg die deutsche Schuld „gebetsmühlenartig aufs Höchste kultivieren“. Wird hier nicht ein wesentliches Kulturgut der christlichen Lehre über Bord geworfen. Denn auf das religiöse „mea culpa“, folgt doch das christliche „Ego te absolvo“, die Verzeihung. Erschütternd, der tiefe Fall der Kirchen von der unangefochtenen geistigen Führung in den 50er Jahren zu den profillosen Zeitgeist-Surfern und braven Jüngern politischer Korrektheit von heute. Aber wo es wirklich drauf ankommt, da schweigen sie.

So haben sie geschwiegen zur 68er Kulturrevolution. So schweigen sie heute zu dem unerträglichen Schwulen-Kult und dem widernatürlichen Gender-Unfug. Die wenigen, die damals aufstanden, fanden kein Gehör.

Felix Schecke. Hannover

 

 

Kriminalisierung statt Aufarbeitung

Zu: „An Rosa denken“ (Nr. 20)

In Deutschland gab es zwei Diktaturen und es gibt immer wieder die Aufforderung, aus diesen zu lernen. Insbesondere die Generation der 68er warf ihren Eltern mangelnden Widerstand gegen den Nationalsozialismus vor. Auf den Prüfstand kam diese moralische Verurteilung, als die DDR unterging und die Aufarbeitung des begangenen Unrechts beginnen sollte. Spätestens mit der rot-grünen Regierung zeigte sich aber, dass die einst so Empörten sich nicht viel anders als die Kritisierten verhalten. Die Auswirkungen sind ein mit erheblichen Mitteln ausgestatteter „Kampf gegen Rechts“, die bedenkenlose Zusammenarbeit von Gewerkschaften, Verbänden und Parteien mit Linksextremen oder die Verurteilung neuer Parteien als populistisch, wenn sie sich nicht als links darstellen. Beispiele sind hierfür die Anti-Atomkraft-Demonstrationen, die Darstellung der „Wahren Finnen“ als rechtspopulistisch und die Ausgrenzung Ungarns aufgrund seiner neuen Verfassung. Gefährlich wird es also für diejenigen, die sich für mehr Rechtstaatlichkeit einsetzen und die Nation als zu bewahrendes Gut verstehen, Getreu Solschenizyns Satz „Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert.“ Meinungsfreiheit wird als die „Freiheit des Andersdenkenden“ gemäß Rosa Luxemburg verstanden: eine Freiheit ausschließlich innerhalb eines sozialistischen Pluralismus. Jede Partei wird jedoch bestreiten, dass Deutschland sich der Demokratie zusehends entfernt.

Ulrich Blode, Langenhagen

 

 

Gesunde Lebensweise hilft

Zu: Gesundheit – ein teurer Luxus? (Nr. 18)

Dazu sage ich aus Erfahrung: „Nein“! Gesundheit ist ein Freudenborn und – da wir alle recht unterschiedlich veranlagt sind –  mit Herz und natürlichem Verstand – zu erlangen. Wir sind es den Kindern und Jugendlichen schuldig, uns vorbildlich gut zu zeigen. Sie mögen frohgemut sein! Es gilt unter anderem, nicht krankheitsfördernd übergewichtig zu sein! Wer langsam isst, kann gut genießen und maßhalten. Es heißt: Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten! Unser großer Dichter Goethe befand einst: „Was hat ein Gärtner zu reisen“! Es zog ihn heimwärts zu seiner ebenfalls mit Liebe gärtnernden Christiane.

Als Hobby-Gärtnerin habe ich viel Freude, keinen Bewegungsmangel, keine Schmerzen, brauche mit 81 Jahren keine Medikamente, kann auf Wanderungen hier in den schönen heimatlichen Gefilden noch gut mithalten. Wir leben doch in einer Welt von herrlich faszinierender Vielfalt. Es macht Freude, im Garten zu graben,das Wachsen und Blühen zu erleben und dann zu ernten. Meine vorherigen Schmerzen – damals wohl wegen zu viel Fleischverzehr mit Übersäuerung ausgelöst – sind schon lange weg. Ich trinke seit 1998 täglich morgens eine Tasse Zinnkraut-Tee – vom großen Naturheiler Kneipp sehr empfohlen. Es sollten laufend Menschen von Heilerfolgen auf verschiedenen Wegen berichten,  anregend, zur Ermutigung von Leidenden, die dann nacheifern! Wie viele möchten gesund, froh und munter werden auf Gottes schöner Welt?

Elfriede Hardt, Bad Münder

 

 

Wir Deutsche haben einen Hang zum Kriechen

Zu: „Der 8. Mai will nicht vergehen“ (Nr. 19)

Je länger das Kriegsende zurück

­liegt, desto abenteuerlicher wird die Vergangenheitsbewältigung. Wer aus den Generationen nach der Vergangenheit in Politik, Geschichte und Medien Karriere machen will, hält sich nicht lange mit analytischem Nachdenken auf, sondern bezieht seine Weisheiten aus Berieselungen aus schon darin erfolgreicher zeitgeistiger zweiter Hand.

So wurde das verbreitete „Wissen“ wie ein Gerücht mit Unwahrheiten, Übertreibungen, Verniedlichungen und Dichtungen aufgebläht. Die Umerzogenen werden mit „Ursache und verständlicher Wirkung“ getröstet und der frühere Gegner ist zufrieden, ja, wird belehrt, wenn er etwa selbst beginnt, in der eigenen Vergangenheit nach Untaten gegenüber Deutschen zu forschen.

So wird die Rote Mordarmee inimmer mehr Fällen zum Befreier geadelt, alliierte Beiträge zu Kriegsverbrechen werden verschwiegen, Eisenhower per Straßennamen geehrt. Politiker lassen sich dafür auf die Schultern klopfen, langweiligste Schriftsteller haben damit ihren „Durchbruch“ erreicht und gar Nobelpreise bekommen. Da hat sich eine sehr lukrative Industrie entwickelt. Die von den Siegermächten erfundene „re-education“ ist ein Selbstläufer geworden. Diesen Erfolg haben vor 60 Jahren die Berater der von den Siegermächten mit der Umerziehung beauftragten Institutionen sicher nicht so erwartet.

Ihre Ziele aber kann man heute nicht laut und oft genug zitieren, um die Berieselten vielleicht einmal zum Nachdenken anzuregen:

Walter Lippmann (USA), Berater Roosevelts und des mit der Umerziehung beauftragten CIA am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg: „Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.“

Und Sefton Delmer (England), Chefpropagandist im und nach dem Zweiten Weltkrieg, ganz offen: „Die Reeducation bedarf dauernder sorgfältiger Pflege wie ein englischer Rasen, damit kein Unkraut herausbricht, jenes Unkraut geschichtliche Wahrheit.“ und: „Die Besiegten müssen soweit erzogen werden, dass sie in eilfertiger Bereitschaft gegenüber den Siegern deren Kriegspropaganda übernehmen und nicht mehr merken, dass sie ihr eigenes Nestbeschmutzen.“

Hilfreich für die Umerziehung war eine Besonderheit der Deutschen, zu der der ostpreußische Philosoph Kant in seiner „Metaphysik der Sitten“ verächtlich etwa bemerkte: „Die Deutschen haben es mit dem Hang zur Kriecherei unter allen Völkern der Erde (die indischen Kasten vielleicht ausgenommen) am weitesten gebracht“.

Bestimmt hat er einen Unterschied zwischen den Preußen und den Deutschen gesehen. Den gibt es ja wohl auch. Kant riet auch: „Krieche nicht wie ein Wurm, damit du nicht wie ein solcher zertreten wirst“. Darum treten wir doch einfach! Diskutieren ist zwecklos bei von Masochismus und Naivität geprägter Einfältigkeit!

Horst Dietrich, Wiesbaden

 

 

Nicht schweigen!

Zu: Letzte Hoffnung Bundestag

Wir Deutsche wollten den Euro nicht. Wir wollten den Lissabon-Vertrag nicht. Und wir wollten die Griechenland- Hilfe schon gar nicht. Doch unsere Regierungen wollten. Sie setzten sich über den Bürgerwillen hinweg. Heute stehen sie vor einem Scherbenhaufen, den sie uneinsichtig-verzweifelt verteidigen. Wir Bürger haben kaum demokratische Möglichkeiten der Einflussnahme, in den Medien finden wir – es gibt Ausnahmen! − nur mäßige Unterstützung. Was bleibt, ist das Gespräch mit unseren Wahlkreis-Abgeordneten. Das müssen wir aber auch suchen! Ihnen schreiben. Briefe oder E-Mails. Ihnen auf jeden Fall unsere Meinung darlegen. Schließlich sind sie von uns gewählt, sie vertreten uns – mindestens bis zur nächsten Bundestagswahl. Können wir mehr tun – für Deutschland, für uns, für die nächsten Generationen?

Lutz Radtke, Bad König

 

 

Nach 65 Jahren wiedererkannt

Zu: Spurensuche in Königsberg

Als ich vor fünf Jahren meine als achtjähriges Mädchen erlebte Geschichte über Flucht und Vertreibung aufschrieb, wurde der Wunsch in mir immer stärker, nach einigen Jahren in Kanada und nun wieder zurück in Deutschland, endlich auf Spurensuche in meine Geburtsstadt Königsberg zu reisen.

Gleich am ersten Abend machte ich mich zu Fuß mit meiner Freundin, die auch in Ostpreußen geboren ist, auf die Suche nach dem Haus meiner Großeltern, nicht wissend, ob es überhaupt noch steht. Aus meiner Erinnerung und Erzählungen meiner Eltern wusste ich, dass es die Brehmstraße 4 in der Nähe des Tierparks sein muss-te. Damals, wenn ich bei den Großeltern übernachten durfte, gruselte es mich manchmal, wenn nachts die unheimlichen Laute aus den Tiergehegen herüberschallten. So klapperten wir alle Querstraßen unter ständigem Nachfragen bei Passanten ab. Da alle Straßennamen nur in kyrillisch waren, erschwerte dies unsere Suche. Doch plötzlich sah ich es schon von Weitem und erkannte es nach 65 Jahren auf Anhieb. Aufgeregt rief ich: „Das ist es!“ Und tatsächlich, da stand es noch, als ob es all die Jahre auf mich gewartet hätte. Rechts und links standen Betonbauten und in der Mitte das alte Königsberger Stadthaus – ziemlich lädiert, der Putz und die schönen Stuckarbeiten abgebröckelt, das Dach aus Blech. Aber es war immer noch da! Ein Wunder, nachdem fast über die Hälfte der Häuser in Königsberg in den Kriegsjahren 1944/45 zerstört worden waren. Mir war ganz seltsam zumute.   Am nächsten Tag startete ich den Versuch, mit unserem Chauffeur das Haus in Lauth, in dem ich aufgewachsen bin, zu finden. Leider blieb die Suche ohne Erfolg, sodass ich ziemlich enttäuscht war.

Nach der anschließenden Stadtbesichtigung von Königsberg wurden wir privat von unserem Fahrer zum Grillen in der ehemaligen Holzwiesenstraße eingeladen. Die Verständigung erfolgte mit Händen und Füßen, mal russisch, mal deutsch. Und mit einer halben Flasche Rotwein war dies ein lustiger und wahrlich abenteuerlicher Abend.

Rosemarie Asam, Schondorf/Ammersee

 

 

Orthodoxe haben die Macht

Zu: „Der treueste Kumpan des Massenmörders Stalin“ (Nr. 20)

Der Beitrag dürfte auch manchem heutigen Russen aus dem Herzen geschrieben sein. Wir haben bei unseren letzten beiden Aufenthalten in Königsberg mehrfach mit jungen Russen gesprochen, die sich dafür schämten, dass ihre Stadt immer noch den Namen jenes Mannes trägt, der nach Stalin der nächstgrößte Verbrecher des Regimes war, wie uns unverhohlen gesagt wurde.

Bei den Umbenennungsaktionen der Jahre 1991 und 1992 erhielten zahlreiche russische Städte ihre alten Namen zurück: So wurde aus Leningrad wieder St. Petersburg, aus Swerdlowsk wieder Jekaterinburg und aus Gorki erneut Nischni Nowgorod, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber es gab auch die Stadt Kalinin (zirka 140 Kilometer nordwestlich von Moskau), die 1931 nach Stalins „treuestem Kumpan“ benannt worden war und die 1991 ihren alten Namen Twer zurückerhielt. Als danach auch der Name „Kaliningrad“ zur Disposition stand, gab es zwar Diskussionen, bei denen mehrere mögliche Namen vorgeschlagen wurden, aber schon kurze Zeit später ließ die Regierung in Moskau verlautbaren, dass vorerst keine weiteren Städte umbenannt werden sollten, was damals in manchen Kreisen zu der Vermutung führte, man wolle damit vor allem die Diskussion um eine mögliche Wiederbelebung des Namens „Königsberg“ beenden. An dieser Situation, die einer Art „Lex Kaliningrad“ gleichkam, hat sich bis heute nichts geändert, obwohl die Gedankenspiele keineswegs verstummt sind. Alle Überlegungen – und auch das hörten wir in Königsberg immer wieder – sind stets am übermächtigen Einfluss der Kriegsveteranen gescheitert. Die einzige Institution, die diesen die Stirn bieten kann, ist wohl die orthodoxe Kirche. Wenn es ihr bald gelingen sollte, für einen geplanten Kirchenbau zunächst die Beseitigung des Kalinin-Denkmals vor dem Bahnhof in die Wege zu leiten, wird eine Umbenennung der Stadt selbst vermutlich eine zwangsläufige Folge bilden.

Wolfgang Reith, Neuss

 

 

Beweise gefragt

Zu: Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“

Mit Erscheinen von Sarrazins Buch setzte sogleich in den Medien eine harsche Kritik an dem Bestseller ein, allen voran Bundeskanzlerin Merkel, die sich ein Urteil erlaubte, ohne das Buch selbst gelesen zu haben. Sarrazin saugt sich seine Darstellung aber nicht aus den Fingern. Er zieht amtliche Statistiken des Bundes und der Länder heran, Zahlen, die allen zugänglich sind; desgleichen wissenschaftliche Studien zahlreicher Autoren. Somit ergeben sich zumindest zwei Forderungen an seine Kritiker. Sie müssten ihm nachweisen, dass entweder seine Zahlen falsch sind, was, weil sie amtlich sind, wohl nicht zu erreichen wäre, oder dass er die Zahlen falsch ausgewertet habe.

Dieter Dziobaka, Hamburg


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