29.01.2022

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04.06.11 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-11 vom 04. Juni 2011

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Trittins Gewalt-Aufruf

München – Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sieht sich neuen Vorwürfen hinsichtlich seiner linksextremen Vergangenheit gegenüber: Der „Focus“ berichtet, dass Trittin als kommunistischer Studentenführer Anfang 1980 offen mit Gewalt gedroht habe als mögliche Reaktion auf die Räumung eines besetzten Hauses in Göttingen. Der Politiker hatte stets behauptet, Gewalt sei ihm „immer fremd geblieben“.          H.H.

 

Schule sperrt Bundeswehr aus

Berlin – Das Robert-Blum-Gymnasium in Berlin-Schöneberg hat die Bundeswehr ausgesperrt. Künftig dürfen keine Jugendoffiziere mehr zum Politikunterricht oder zwecks Berufsberatung an die Schule eingeladen werden. Lehrer und Eltern begründen ihre Entscheidung damit, dass das „vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt unseren Erziehungsidealen widerspricht“. Die Bundeswehr hat scharf protestiert und darauf verwiesen, dass sie eine Einrichtung mit Verfassungsrang sei. H.H.

 

Gegen den »bösen Mythos«

Denkverbote gibt es für einen wie ihn nicht. Für ihn zählt nur die Wahrheit. Die spricht der deutsch-französische Politikwissenschaftler und Publizist Alfred Grosser auch dann aus, wenn es manchem wehtut. So erklärte er seinen französischen Lesern schon wenige Jahre nach dem Krieg, dass auch die Deutschen Opfer waren, indem er vom Leid der Vertriebenen und dem Tod im Bombenhagel berichtete.

Grosser wurde 1925 in Frankfurt am Main geboren. Im Jahre 1933 emigrierte die jüdische Familie nach Frankreich, wo Grosser 1937 die französische Staatsbürgerschaft erhielt. Nach dem Krieg studierte er Politikwissenschaft und Germanistik und war ab 1955 Lehrstuhlinhaber in Paris. Seit 1965 arbeitet er zudem für Zeitungen und Fernsehsender. Grosser gilt als einer der Wegbereiter der deutsch-französischen Aussöhnung. Aufsehen erregte er immer wieder durch seine Kritik an der französischen und der israelischen Regierungspolitik. Dabei wendet er sich energisch dagegen, dass in Deutschland jede Kritik an Israel mit der „Auschwitz-Keule“ erschlagen werde. Ebenso leidenschaftlich tritt er der Kollektivschuldthese entgegen, nach der alle Deutschen am Holocaust mitschuldig gewesen seien.

Diesen Vorwurf brandmarkt er als „böswilligen alten Mythos“. Grosser fragt, wie eine so ungeheuerliche Behauptung bewiesen werden könne und stellt klar: „Die einfache Logik sagt, dass das Gegenteil von ‚alle‘, von ‚die‘, nicht ‚niemand‘ oder ‚keiner‘ ist, sondern ‚die einen so, die anderen anders‘.“ Niemand bestreite, so Grosser, dass manche Deutsche Bescheid wussten, andere aber nicht. Die Tatsache, dass heute die Formel „die Deutschen“ wieder aufkommen könne, zeige, „dass auch anerkannte ‚Wissenschaftler‘ jenseits der elementaren Logik denken und schreiben“.       J.H.


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