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27.08.11 / Gefeierter Papst / Eine Million Besucher beim Weltjugendtag

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-11 vom 27. August 2011

Gefeierter Papst
Eine Million Besucher beim Weltjugendtag

Eine „Fiesta des Glaubens“ feierten eine Million Teilnehmer aus Spanien und 193 Ländern, davon 13000 Deutsche, beim Abschlussgottesdienst des viertägigen Weltjugendtages in Madrid.  Papst Benedikt XVI. warnte in seiner Predigt auf dem Flugfeld „Cuatro Vientos“ (vier Winde) vor der in der Gesellschaft herrschenden „individualistischen Auffassung“. Wer Christus alleine folgen wolle, laufe Gefahr, dem Erlöser niemals zu begegnen oder nur dessen Zerrbild zu folgen.

Selbst die sozialistischen Medien Spaniens zollten dem Weltjugendtag und dem Papst Anerkennung und Respekt. Die Zahl der rund 3000 linksgerichteten und gewalttätigen Papstgegner, über die deutsche Medien in großer Aufmachung berichtet hatten, schmolz während des Weltjugendtages auf wenige hundert Personen zusammen.

Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Zapatero hatte im Vorfeld des Weltjugendtreffens den Wunsch geäußert, der Papst möge sich nicht zur schlechten Wirtschaftslage des Landes äußern. 45 Prozent der Jugendlichen, darunter viele akademisch Ausgebildete, sind derzeit arbeitslos. Die Staatsschulden drohen das Land zu erdrücken. Am 20. November stehen in Spanien Parlamentswahlen an. Der Papst respektierte Zapateros Wunsch und kritisierte bei verschiedenen Ansprachen lediglich die „ethischen Grundlagen“ der Wirtschaft, die allein auf Profitmaximierung ausgerichtet seien und den Menschen aus dem Blick verloren hätten.

 Deutlicher wurde das katholische Kirchenoberhaupt beim Abschlussgottesdienst, zu dem die Königsfamilie, aber nur ein Minister aus Zapateros Kabinett erschien. Benedikt XVI. rief das „Missionsland Spanien“ zu einer „Neuevangelisierung“ auf. Mit der Jugend schloss der 84-jährige Pontifex  einen neuen Bund, „um die Alten und Regierenden auf dieser Welt dazu zu bringen, endlich nicht weiter Schulden und Schmutz zu produzieren“, wie es eine jugendlicher Teilnehmer formulierte.     Hinrich E. Bues


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