19.01.2022

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17.09.11 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-11 vom 17. September 2011

MELDUNGEN / ZUR PERSON

EU will beim Kaffee sparen

Brüssel – Ein Sprecher von EU-Umweltkommissar Günther Oettinger hat bestätigt, dass sich die Brüsseler Behörde im Rahmen der „Ökodesign-Richtlinie“ mit dem Energieverbrauch von Kaffeemaschinen befasst. Ins Fadenkreuz gerückt sind Kaffeemaschinen mit Wärmeplatten. Auf Grundlage einer in Auftrag gegebenen externen Studie wird die Schaffung von EU-weiten Vorschriften für den Energieverbrauch sowie die Einführung eines „Ökolabels“ für Kaffeemaschinen geprüft. N.H.

 

Sarrazin spendet SPD 5000 Euro

Berlin – Der beinahe aus der SPD ausgeschlossene Ex-Senator und Autor Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) hat dem Neuköllner Kreisverband seiner Partei 5000 Euro gespendet. In linken Medien wie dem „Tagesspiegel“ und der „taz“ ist die SPD wegen der Annahme der Spende kritisiert worden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bemängelte die seines Erachtens zu geringe Summe. T.M.

 

Preußischer Hanseat

Ein überzeugter Pazifist, dem das Soldatentum nach eigenem Bekunden stets fremd war, ist als Bundesverteidigungsminister eher die Ausnahme. Doch es waren dennoch die preußischen Tugenden, die den Hanseaten Hans Apel auszeichneten. 1932 geboren, studierte Apel Wirtschaftswissenschaften, bevor er als EU-Beamter nach Brüssel ging. 1965 ließ sich der als konservativ geltende Sozialdemokrat ins EU-Parlament wählen. Im gleichen Jahr wurde er zudem Abgeordneter des Bundestages, dem er bis 1990 angehörte. 1972 wurde er Staatssekretär im Auswärtigen Amt, 1974 Finanzminister und 1978 Bundesverteidigungsminister.

Unter seiner Führung setzte eine Politisierung der militärischen Führung ein. Autoritär, aber offen und gradlinig, setzte er seine Überzeugungen durch. So kämpfte er auch gegen Anfeindungen aus den eigenen Reihen unbeirrt für den Nato-Doppelbeschluss. Militärische Formen bewusst ignorierend, behandelte er die Generalität und selbst die Nato-Spitze jedoch wie säumige Untergebene. 1980 strich er die Wehrmacht als Traditionsstifter der Bundeswehr – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Auch als Ruheständler focht Apel für seine Überzeugungen. So schloss er sich 1995 dem Aufruf „Gegen das Vergessen“ zum 8. Mai 1945 an, nahm an Tagungen des Forums „Stimme der Mehrheit“ teil und trat 1999 aus Protest gegen ideologische Tendenzen und die Politisierung der dem Zeitgeist verfallenen evangelischen Kirche aus dieser aus. 2005 forderte er, „endlich zu einem normalen Verhältnis zu unserer Geschichte zu kommen“. Wenn er deshalb als Rechtsradikaler bezeichnet werde, sei ihm dies „schnuppe“. In seinen letzten Lebensjahren musste er sich deshalb gegen den Vorwurf linker Medien wehren, „Teil des rechtsnationalen Milieus“ zu sein. J.H.


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