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24.12.11 / Rekord bei Geburten / Brandenburg: Mehr Entbindungen denn je seit 1993

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 51-11 vom 24. Dezember 2011

Rekord bei Geburten
Brandenburg: Mehr Entbindungen denn je seit 1993

Gute Nachrichten zur Bevölkerungsentwicklung sind in Brandenburg rar. Das statistische Jahrbuch weist nun einen neuen Rekordwert bei den Geburten auf. So erblickten 2010 immerhin 18954 Märker das Licht der Welt. Auf dem Tiefpunkt im Jahre 1993 waren es nur 12238. Die Sterberate lag allerdings 2010 mit 27894 Fällen weiter massiv über der Geburtenrate.

Während Berlin gar einen Geburtenüberschuss verzeichnete, 33393 Geburten standen hier 32234 Todesfällen gegenüber, schrumpft die Bevölkerung Brandenburgs weiter. Da nützt das vergleichsweise junge Alter der Mütter wenig. Nur in Sachsen bekommen sie mit durchschnittlich 28,8 Jahren noch früher als in Brandenburg (29,6 Jahre) ein Kind.

Die neuen Daten des Landesamtes für Statistik Berlin-Brandenburg erlauben Aussagen zur Bevölkerung und zu den Einwohnern. Die für Erfolg und Wachstum des jeweiligen Bundeslandes ebenfalls aussagekräftigen Bereiche Hochschulstatistik, Tourismus und Unternehmensregister sind für 2010 noch in Arbeit.

Immerhin spürten die Statistiker auch in Sachen sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung am Stichtag 31. März 2011 einen Anstieg in der Mark um 13100 auf. Das entspricht einem Wachstum um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresdatum. Doch dieser schwache Anstieg bei den berechenbaren Arbeitsplätzen dürfte kaum geeignet sein, für den Bevölkerungserhalt langfristig benötigte qualifizierte Zuwanderer in ausreichender Zahl nach Brandenburg zu locken.

Auch fiel im Anfangsquartal 2011 wie schon im Schlussquartal 2010 die Beschäftigungsentwick­lung in Brandenburg im Vergleich zu Deutschland geringer aus. In Deutschland lag die Zahl der Beschäftigten Ende März 2011 um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die kurze Periode vergleichsweise stärkeren Beschäftigungswachstums als im Bundesschnitt, die Brandenburg 2009 und 2010 durchlebte, scheint damit bereits wieder vorbei. Insgesamt weisen die Aussichten auf weiter nötige Umstrukturierungen und die Notwendigkeit zu schwerpunktmäßiger Förderung durch die Politik hin: Umfasste die Gesamtbevölkerung der Mark im Jahr 2000 noch 2,6 Millionen Menschen, beträgt sie nun 2,5 Millionen. Damit ist die Bevölkerung allerdings weit weniger geschrumpft als in den übrigen vier neuen Ländern. SV


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