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04.02.12 / Lage brenzlig / Zahlen zur Kriminalität an der Grenze

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-12 vom 04. Februar 2012

Lage brenzlig
Zahlen zur Kriminalität an der Grenze

Wie angespannt die Sicherheitslage in den Gemeinden entlang von Oder und Neiße ist, machen aktuelle Zahlen des Brandenburger Innenministeriums deutlich: Selbst ohne die noch nicht vorliegenden Daten vom vierten Quartal 2011 summierte sich der Schaden durch Diebstähle in der Grenzregion vergangenes Jahr auf 8,8 Millionen Euro.

Mit den noch ausstehenden Daten für das vierte Quartal dürfte der Gesamtschaden höher als im Jahr 2010 ausfallen, als durch Diebstähle Kosten von 10,9 Millionen Euro verursacht wurden. Noch im Jahr 2009 waren lediglich 7,8 Millionen Euro zu verzeichnen. Den steigenden Schäden stehen sinkende Aufklärungsquoten in den 25 Grenzgemeinden gegenüber: Wurden im Jahr 2009 noch 33,4 Prozent der Diebstähle aufgeklärt, so ist die Quote in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 auf nur noch 29,9 Prozent abgesunken. Sogar lediglich 15 Prozent betrug die Aufklärungsquote bei Autodiebstählen laut den bisher vorliegenden Daten.

Zumindest vorübergehend könnte sich die Lage durch drei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei entspannen, die seit Jahresbeginn im Grenzgebiet im Einsatz sind. Der nur bis zum März befristete Einsatz hat bereits zu einigen Aufklärungserfolgen geführt, vor allem in der Uckermark. Allerdings scheinen selbst die nun aufgebotenen Hundertschaften auf Diebe noch nicht sehr abschreckend zu wirken: Im Spree-Neiße-Kreis hatte das Deutsche Rote Kreuz in der Nacht vom 20. zum 21. Januar den Diebstahl von gleich vier Transportfahrzeugen zu beklagen. N.H.


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