05.03.2024

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04.02.12 / Vorgeschoben

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-12 vom 04. Februar 2012

Vorgeschoben
von Jan Heitmann

Es ist noch keine zehn Jahre her, dass die USA und einige ihrer Verbündeten in den Irak einmarschierten. Der Angriff wurde vor allem damit begründet, dass der Irak durch Entwick­lung und Besitz von Massenvernichtungswaffen gegen die über ihn verhängten UN-Resolutionen verstoße. Die westlichen Geheimdienste hätten, so hieß es damals aus Washington, gesicherte Erkenntnisse über die Produktion von biologischen Kampfmitteln in geheimen Anlagen. Gefunden wurde allerdings nichts. Mittlerweile ist bekannt, dass diese Waffen und Produktionsstätten nie existiert haben und die Informationen darüber fingiert waren. Saddam Hussein hat bekommen, was er schon lange verdient hatte, aber der Kriegsgrund war schlicht erlogen. Es ging bei der Militäroperation nur darum, den Diktator zu beseitigen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass sich die US-Regierung heute auf gleiche Weise des Erzfeindes Iran entledigen will, indem sie der Welt Angst vor dessen angeblicher Atomrüstung macht. Angst ist jedoch kein guter Ratgeber. Daher sollten sich die westlichen Regierungen erst auf eine militärische Intervention einlassen, wenn sichere Beweise für eine Gefahr vorliegen und kein anderes Mittel mehr greift.


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