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11.02.12 / Krähe gegen Krähe

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 06-12 vom 11. Februar 2012

Krähe gegen Krähe
von Rebecca Bellano

Eigentlich heißt es ja, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Derartiges hat man auch bei den Kämpferinnen um Frauenrechte und Gleichberechtigung erwartet, doch weit gefehlt. Was da gerade in Nord-rhein-Westfalen geschieht, ist Zickenkrieg pur.

Da kürzen beziehungsweise streichen rot-grüne Frauen der Ober-Feministin Alice Schwarzer ohne vorheriges Gespräch und zum Teil sogar nachträglich die staatlichen Zuwendungen für ihr Archiv, die ihr ein christdemokratischer männlicher Regierungschef einst zugesagt hatte. Dies passiere angeblich auch, weil das massiv überschuldete Land seinen Haushalt konsolidieren müsse, hieß es erst, doch Alice Schwarzer behauptet, dass das Budget, aus dem ihr Feministinnenarchiv gefördert wurde, sogar aufgestockt worden sei.

Es scheint den rot-grünen Ministerinnen in NRW wohl offenbar gezielt um Alice Schwarzer zu gehen, denn auch wenn die Argumente gegen eine staatliche Förderung plausibel sind, so ist die Art und Weise der Kürzung ziemlich rabiat. Daher vermutet nicht nur Schwarzer selbst, dass sich da jemand an ihr rächen will, wohl auch weil sie die CDU-Politikerin Angela Merkel im Wahlkampf unterstützt hat.

Eine interessante These vertritt Jan Fleischhauer bei „Spiegel online“: Der moderne Feminismus sei nur noch auf reine Vorteilsgewinnung aus und habe Emanzipation auf das Thema Frauenquote verkürzt. Alice Schwarzer hingegen sei nicht nur für gleiche Rechte, sondern auch für gleiche Pflichten und kritisiere offensiv die Rolle der Frau im Islam. Doch Kritik am Islam passt gerade den Grünen nicht ins Konzept.


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