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11.02.12 / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 06-12 vom 11. Februar 2012

Der Wochenrückblick mit Hans Heckel
Katastrophe. Versprochen! / Wie der deutsche Stromkunde zum Mobbing-Opfer wurde, was Fritz Vahrenholt beim IPCC erfuhr, und warum trotzdem alles gut wird

Manche Probleme werden erst groß, wenn wir ein englisches Wort dafür finden. Früher haben wir es zähneknirschend hingenommen, dass Leute an ihrem Arbeitsplatz von Kollegen „gehänselt“ werden. Den Medien war das keine Zeile wert. Erst seitdem wir dieses Ärgernis als „Mobbing“ bezeichnen, ist es zur nationalen Herausforderung geworden, die es in nachrichtenarmer Zeit glatt auf die Titelseiten großer Magazine schafft.

In den Artikeln werden Tipps gegeben, wie man es vermeidet, zum „Mobbing-Opfer“ zu werden. Regel eins: Lass nicht zu, dass du der arme Trottel, das „Opfer“ schlechthin wirst, mit dem jeder ungestraft Schlitten fahren kann. Denn dann wirst du dauernd aufgezogen und es hilft eigentlich nur noch, den Arbeitgeber zu wechseln.

So gesehen müssten wir dem deutschen Stromkunden raten, auf den Mond zu ziehen. Denn der hat sich schon vor Jahren zum Deppen des ganzen Planeten stempeln lassen. Nun muss er machtlos mit ansehen, wie sich immer neue Zumutungen auf seinem Rücken stapeln.

Erst waren da die deutschen Windrad- und Solarzellenhersteller, die ihn veräppelt und schamlos abkassiert haben mit ihren Versprechungen. Dann kamen die chinesischen Solarpanelenbauer, die ihre deutschen Konkurrenten vom Markt scheuchten. Mittlerweile subventionieren die deutschen Haushalte mit Milliarden die Industriegiganten in Fernost.

Der deutsche Stromkunde verhält sich dabei wie die Mobbing-Opfer in den Magazin-Titeln: Er leidet, ohne zu murren oder redet sich seine verlauste Lage sogar noch schön: „Ich rette den Planeten vor der Klimakatastrophe mit meinem chinesischen Solardach!“

Es kommt, wie es nach Auffassung der Psychologen kommen muss: Je kleiner sich das Opfer macht, desto dreister wird es über den Tisch gezogen. Nun soll der deutsche Stromkunde auch noch Griechenland retten. Der „Spiegel“ meldet: „Die Bundesregierung prüft Pläne, die schrumpfende griechische Wirtschaft mit Hilfe der deutschen Stromkunden anzukurbeln. Um Investitionen in griechische Solarparks oder Windkraftanlagen anzureizen, soll die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien (durch Aufschläge auf die Stromrechnungen der Deutschen, H.H.) auch für griechische Unternehmen geöffnet werden ...“

Diese „Pläne“, die Berlin da gerade „prüft“, stammen übrigens von der EU-Kommission in Brüssel. Und sie kommen kaum überraschend: Seit zwei Jahren grämen sich Politiker der EU wie Herman van Rompuy oder José Manuel Barroso über das „wirtschaftliche Ungleichgewicht“ in Europa, das für die Krise verantwortlich sei. Das komme daher, dass die Deutschen viel wettbewerbsfähiger seien als andere.

Angesichts der Herausforderungen aus China oder Indien müsste man meinen, dass sie nun fordern, die anderen müssten stärker werden, um zu den Deutschen aufzuschließen. So denken Planungsbürokraten aber nicht: Bei denen heißt es, wenn einer stärker ist als der andere, müssen wir den Starken eben schwach machen.

Nun werden die Pläne zur Schwächung Deutschlands erstmals konkret: eine europäische Sonderabgabe nur für Deutsche. Und damit man die auch durchbekommt, hat man sich als Schröpf-Opfer den Deutschen in seiner blödesten Erscheinungsform ausgeguckt: den Stromkunden! Mit dem kann man bekanntlich alles machen.

Allerdings ist Gefahr im Verzuge. Gerade jetzt biegt ein Unhold um die Ecke, der die Axt an die Zahlungsfreudigkeit der Trottel vom Dienst legt. Bislang galt: Sollen sie uns doch ruhig die Hosen runterziehen, immerhin retten wir, wie gesagt, mit unserer Selbstveräppelung den Planeten vor der Klimakatastrophe. Das heißt, nicht ganz: Allen ist natürlich klar, dass der winzige Anteil Deutschlands an den weltweiten Emissionen auch auf null sinken kann, ohne dass „der Planet“ davon auch nur das Geringste mitkriegt.

Der Untergang kommt also so oder so. Das macht uns aber nichts, denn wir Deutsche verrecken dann wenigstens mit gutem Gewissen in der Klimahölle! Zumal wir ja „vor dem Hintergrund unserer dunklen Vergangenheit auch eine ganz besondere Verantwortung ...“ und so weiter, blabla. Da ist es für uns eine unwiderstehliche Verlockung, am Tage des jüngsten Klimagerichts als grüne Märtyrer am Kreuz der ökologischen Apokalypse zu hängen und der panischen Menschheit die Leviten zu lesen, kurz bevor das globale Hitze-Inferno alles verschlingt.

Nun aber kreuzt besagter Unhold auf und lässt die deutschen Märtyrer aussehen wie eine jener Weltuntergangssekten, die regelmäßig zu erklären haben, warum das von ihnen prophezeite Armageddon nun doch wieder nicht eingetreten ist. Jedes Mal eine ziemlich peinliche Angelegenheit. Der Mann heißt Fritz Vahrenholt und hat sich als engagierter Ökologe, Hamburger SPD-Umweltsenator und Manager für erneuerbare Energien einen Namen gemacht.

Vahrenholts Damaskus-Erlebnis war ein Besuch beim Weltklimagipfel des Weltklimarates IPCC Anfang 2010. Er hatte erwartet, dass dort lauter honorige, unbestechliche Wissenschaftler von Weltrang das Zepter führen. Stattdessen habe der Kreis der wirklich Mächtigen beim IPCC aus ganz anderen Gruppen bestanden: Zum einen hätten die Lobbyisten jener konzernartigen „Nichtregierungs-Organisationen“ wie Greenpeace oder WWF das große Wort geführt (die sich durch keine wissenschaftliche Erkenntnis abbringen ließen von ihrem Dogma, dass der „Klimawandel menschengemacht ist“ und fast ausschließlich von unserer CO2-Prasserei komme) und zum anderen Regierungsvertreter von Schwellen- und Entwicklungsländern, die den „Hauptklimasündern“ (also uns) nur möglichst viel Geld abpressen wollten.

Ja, und was ist mit den vielen tausend Wissenschaftlern? Hören wir nicht täglich, dass es „keinen ernstzunehmenden Wissenschaftler mehr gibt, der die Schuld des Menschen am Klimawandel noch bestreitet“? Stimmt, zumindest keinen, dem sein gutdotierter Posten und die schick bezahlten Forschungsaufträge lieb sind. Denn, so hat Vahrenholt auch erfahren: Ein Forscher, der dem IPCC widerspricht, der ist schneller weg vom Fenster als er „Wetter“ sagen kann. Mit anderen Worten: Beim IPCC kann in Sachen Zucht und (Unter-)Ordnung sogar die Kommunistische Partei Weißrusslands noch etwas lernen.

Allerdings wird die Herrschaft der Klimapriester nicht nur von Fritz Vahrenholt und seinen trüben Komplizen angenagt. Die lassen sich noch in Schach halten, seitdem man ihnen erfolgreich das Kainsmal „Klimaleugner“ aufgebrannt hat. Das hört sich an wie „Holocaustleugner“ und wirkt auch fast schon so.

Nein, es ist ausgerechnet das Wetter selbst, das sich zum Widerstandsnest der Ungläubigen mausert. Fühlt sich kalt an, was? So gar nicht wie Erwärmung. Und das ist leider mehr als ein Gefühl: Seit bald 14 Jahren verweigert das Wetter die Befehle des IPCC, es will und will nicht mehr wärmer werden. Was nicht an „CO2-Einsparungen“ liegen kann, denn die hat es – global gesehen – gar nicht gegeben, ganz im Gegenteil. Es sind Veränderungen auf der Sonne, die es kälter werden lassen. Veränderungen, die immer wieder mal auftreten und für die der Mensch nun gar nichts kann. Macht unser Zentralgestirn also das schmutzige Geschäft der Klimaleugner?

Nein, nein, so einfach lassen sich die IPCC-Mächtigen nicht von der unfolgsamen Wirklichkeit vorführen: Wenn es nicht wärmer wird, dann ist das nur eine Galgenfrist, nach der es dann erst recht losgeht. Die Katastrophe kommt trotzdem, versprechen sie hoch und heilig, also tut Buße und zahlt, ihr Glaubensschwachen! So etwas hören wir Deutsche viel lieber als die liederlichen Querschüsse eines Herrn Vahrenholt. Es wird noch alles gut, sprich: katastrophal.


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