12.08.2022

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18.02.12 / IN KÜRZE

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-12 vom 18. Februar 2012

IN KÜRZE

Ranzengarde beim Papst

Zu ihrem 175. Geburtstag machte sich eine große Delegation der 1837 in Mainz gegründeten Ranzengarde auf nach Rom, um ihr junges Prinzenpaar in einer Generalaudienz Papst Benedikt XVI. vorzustellen. Aus gut 60 Kehlen riefen sie unter dem Kommando des Generalfeldmarschalls und langjährigen Abgeordneten Johannes Gerster dem Papst ein dreifach donnerndes „Helau“ zu, was den Papst zu einem Lächeln bewog.

Die Ranzengardisten hatten in den vordersten Reihen der 8000 Pilger fassenden Audienzhalle Platz nehmen dürfen. Ein Oberstleutnant der Ehrenoffiziere äußerte: „Es war schon ein einmaliges Erlebnis, in direktem Blick­kontakt nur wenige Meter entfernt vom Papst zu stehen. Ich war überrascht, welche Ausstrahlung von diesem zierlichen und körperlich kleinen ‚Großen Mann‘ ausging, der schließlich das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit über einer Milliarde Gläubigen ist.“

Die Ranzengarde (MRG) wurde am 11. Januar 1837 in Mainz aus der Taufe gehoben, um durch das „wohlhabende Bürgertum“ das fastnachtliche Geschehen von dem Geruch des Pöbelhaften und Vulgären, der dem mittelalterlichen Mummenschanz anhaftete, zu befreien. Die Wohlhabenheit wurde im Körperumfang gemessen. Seit ihrer Gründung steht die MRG zu ihrem Motto „Die Garde trinkt, aber übergibt sich nicht!“ Wolfgang Thüne


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