28.01.2022

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17.03.12 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-12 vom 17. März 2012

MELDUNGEN

Käsefabrik in Tilsit geplant

Tilsit – Die Schweizer treiben in Ostpreußen ihre Bemühungen um den Bau eines Werkes zur Herstellung von „Tilsiter Käse“ energisch voran. Der Geschäftsführer der „Tilsiter Switzerland GmbH“, Bruno Buntschu, hat der ostpreußischen Kreisstadt einen Besuch abgestattet und dabei deren Oberbürgermeister Nikolaj Woischtschev die von einem Berliner Projektierungsbüro erarbeiteten Unterlagen vorgestellt. Die neue Käserei wird mit modernen Schweizer Fertigungsanlagen ausgerüstet. Es entstehen 30 bis 50 Arbeitsplätze. Diese werden ausschließlich mit örtlichen Beschäftigten besetzt, die hierfür in der Eidgenossenschaft eine Ausbildung erhalten. Das Besondere an der Käserei ist ein touristischer Schautrakt. Er besteht aus einem 40 Meter langen und 15 Meter breiten Glaskorridor, von dem aus der technologische Ablauf der Käseherstellung beobachtet werden kann. In einem Anbau gibt es für die Besucher ein Restaurant mit Schweizer Küche und eine Käsetheke, an der die verschiedenen Sorten des „Tilsiter“ präsentiert werden können. Dort werden Informationsfilme in russischer, deutscher und englischer Sprache gezeigt. Die Käserei soll den jetzigen Bewohnern Tilsits die Vergangenheit ihrer Stadt bewusst machen. Sie soll aber auch zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern werden sowie den Bekanntheitsgrad des „Tilsiter“ europaweit verbreiten. Der russische Oberbürgermeister zeigte sich erfreut von dem Schweizer Vorhaben. Gemeinsam mit seinem Gast aus der Alpenrepublik besichtigte er das Baugrundstück. Es befindet sich im Tilsiter Vorort Senteinen an der Königsberger Chaussee. Die Grundsteinlegung wird im Rahmen des diesjährigen Stadtfestes in den ersten Septembertagen stattfinden.       H.Dz.

 

Eisangler in Seenot

Memel/Königsberg – Im Königsberger Gebiet wie auch im Memelland kam es beim Eisangeln zu Notfällen. So wurden etwa 200 litauische Eisangler auf einer Eisscholle mehrere Kilometer weit auf das Kurische Haff abgetrieben, nachdem sich diese vom Ufer gelöst hatte. Erst nach mehreren Stunden auf dem offenen Wasser konnten die Männer mithilfe eines Luftkissenbootes gerettet werden. Im Königsberger Gebiet wurden zwei Gruppen von Anglern von über 40 beziehungsweise gut 30 Personen beim Dorf Schaaksvitte, Kreis Fischhausen durch breite Wassergräben an einer Rückkehr aufs Festland gehindert. Auch sie konnten alle nach stundenlangem Ausharren durch Luftkissenboote gerettet werden. Bei der Anlandungsstelle der Geretteten erinnert noch heute ein Gedenkstein an jene 51 Eisangler, die hier im Jahre 1994 in einer ähnlichen Situation den Tod fanden.      T.W.W.


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