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21.04.12 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16-12 vom 21. April 2012

Aus den Heimatkreisen

FISCHHAUSEN

Kreisvertreter: Wolfgang Sopha, Geschäftsstelle: Fahltskamp 30, 25421 Pinneberg, Telefon (04101) 22037 (Di. und Mi und Fr., 9 bis 12 Uhr, Do. 14 bis 17 Uhr), Postfach 17 32, 25407 Pinneberg, E-Mail: Geschaeftsstelle@kreis-fischhausen.de

Das Samlandmuseum und die Geschäftsstelle sind wegen Urlaubs vom 2.  bis einschließlich

8. Mai geschlossen. Ab 9. Mai freuen wir uns wieder auf Ihren Besuch. Öffnungszeiten: Di., Mi. und Fr. von 9 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr.

 

LYCK

Kreisvertreter: Gerd Bandilla, St. Agnes-Straße 6, 50374 Erftstadt-Friesheim. Stellvertreter und Karteiwart: Siegmar Czerwinski, Telefon (02225) 5180, Quittenstraße 2, 53340 Meckenheim. Kreisältester: Alfred Masuhr, Reinickendorfer Straße 43a, 22149 Hamburg.

Neue Broschüren der KG Lyck. In jüngster Zeit hat die Kreisgemeinschaft Lyck zwei neue Broschüren herausgegeben. Es handelt sich einmal um das „Kleine masurische Wörterbuch“ von Günter Donder, Preis 10 Euro, zum anderen um die Dokumentation des Seminars „Masuren, Geschichte und Sprache“, Preis

5 Euro. Außerdem bietet die Kreisgemeinschaft Lyck nochmals ihr Kreisbuch, 732 Seiten Wissenswertes über den Kreis Lyck, zum Preise von 20 Euro an. Alle Druckstücke können zuzüglich Porto bei Diether Vogel, Krönerweg 7, 29525 Uelzen, Telefon (0581) 79797, bestellt werden. 

 

MOHRUNGEN

Geschäftsführender Vorstand: Gisela Harder stellvertr. Kreisvertreterin, Moorfleeter Deich 395, 22113 Hamburg, Telefon/Fax (040) 7373220; Ingrid Tkacz, stellvertr. Kreisvertreterin, Knicktwiete 2, 25436 Tornesch, Telefon/Fax (04122) 55079. Frank Panke, Schatzmeister, Eschenweg 2, 92334 Berching, Telefon (08462)2452. Geschäftsstelle Lothar Gräf, Dr. Siekermann-Weg 28, 58256 Ennepetal, Telefon (02333) 5766, Fax (02333) 5570.

Archivarbeit. – Vom 1. bis 3. März war der Kreisausschuss ins Archiv der Kreisgemeinschaft nach Gießen eingeladen. Zur Sitzung wird an anderer Stelle zu lesen sein. Schon am ersten Tag trafen sich neun Personen, um Ordnung zu machen. Der Umzug in die drei Räume war abgeschlossen, aber der Inhalt von Kartons, Bildern und anderen Dingen musste noch eingeordnet werden. Jedes einzelne Stück Geschichte, Bürokratie und Aktuelles wurde einzeln in die Hand genommen, geprüft und gefragt: „Wo soll dieses hin?“ Das Durcheinander von Akten, Büchern, Kostbarkeiten und aktiven Personen ließ den Verdacht zu, dass da niemals eine Ordnung zustande kommen würde. Der Archivleiter, Wolfgang Warnat, gab Auskünfte, und so fand jeder seinen Platz, der ihm zusagte. Manche ordneten zu zweit als Team, andere hatten allein ein Gebiet, das sie konzentriert bearbeiteten. Als am zweiten Tag noch das zehnte KA-Mitglied erschien, war wenigstens der große Tisch für die Sitzung frei. Während der Vorstand am Vormittag von der Oberbürgermeisterin von Gießen erwartet wurde, lernten die Karteikartenleiterin und Elisabeth Krahn Frau Hausner, die die MHN betreut, persönlich kennen. Im Archiv waren derweil schon wieder fleißige Hände am Werk. Die KA-Sitzung dauerte bis in die Abendstunden. Am dritten Tag waren auch noch einige Stunden zum Sortieren und Einordnen unserer Heimatsachen frei. Das Ergebnis war wunderbar: Unser Archiv macht einen gemütlichen, ordentlichen und sauberen Eindruck. Sicher hat auch die Harmonie in den Abendstunden dazu beigetragen. Ein Besuch lohnt sich. Rechtzeitige Anmeldung bei Wolfgang Warnat, Robert-Koch-Weg 5, 35578 Weztlar, Telefon (0172) 6871005, E-Mail: wwarnat@web.de.

 

PREUSSISCH EYLAU

www.preussisch-eylau.de. Kreisvertreter: Rüdiger Herzberg, Brandenburger Straße 11 a, 37412 Herzberg, Tel. (05521) 998792, Fax (05521) 999611, E-Mail: r.b.herzberg@t-online.de; Kartei, Buchversand und Preußisch Eylauer Heimatmuseum im Kreishaus Verden (Aller): Manfred Klein, Breslauer Str. 101, 25421 Pinneberg, Tel. (04101) 200989, Fax (04101) 511938,  E-Mail: manfred.klein.rositten@malle-tech.de.

Bericht über das Heimattreffen 2011 in Verden. – In der Zeit vom 16. bis 18. September 2011 fand in Verden/Aller das 63. Heimattreffen der Kreisgemeinschaft statt. In der Delegiertenversammlung am 17. September wurde die im letzten Jahr neu erarbeitete Satzung diskutiert und verabschiedet. Nach dieser neuen Satzung wurden dann die von den Landsleuten aus den Amtsbezirken vorgeschlagenen Vertreter von der alten Delegiertenversammlung bestätigt. Die neue Delegiertenversammlung, bestehend aus 44 Mitgliedern, wählte dann den neuen geschäftsführenden Vorstand. Es wurden gewählt: Kreisvertreter Rüdiger Herzberg, stellvertretende Kreisvertreterin Carola Schäfer, Geschäftsführer Manfred Klein, Schriftführerin Melanie Breiting-Schlobohm, Schatzmeisterin Ursel Andres. Eröffnet wurde das 63. Heimattreffen der Preußisch Eylauer mit einem Empfang im Rathaus von Bürgermeister Lutz Brockmann und dem Kreisvertreter Rüdiger Herzberg. Es endete am Sonntag, 18. September, mit einem gemütlichen Nachmittag im Hotel Grüner Jäger in Verden. Am Heimattreffen nahmen 300 Landsleute aus ganz Deutschland und Delegationen aus Landsberg [Gorowo Ilawiecki] und aus Preußisch Eylau [Bagrationowsk] teil.

 

SCHLOSSBERG (PILLKALLEN)

Kreisvertreter: Michael Gründling, Große Brauhausstraße 1, 06108 Halle/Saale. Geschäftsstelle: Renate Wiese, Tel. (04171) 2400, Fax (04171) 24 24, Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen (Luhe).

In der PAZ-Ausgabe vom 24. März waren unter anderem auch alle Veranstaltungstermine der KG Schloßberg für 2012 nachzulesen. Der folgende Termin war nicht dabei: „18. Schirwindter Treffen in Meiningen“, das von Freitag, 31. August bis Sonntag, 2. September in Meinigen stattfinden soll. Das Programm sieht vor: Treffpunkt am Freitag, ab 16 Uhr und am Sonnabend ab 10 Uhr Gasthof „Zum Schlundhaus“! Für Sonntag ist zum Abschluss des Treffens ein Kirchgang geplant. Es wird darum gebeten, wegen der Saalreservierung und Übernachtung rechtzeitig die Teilnahme an den Organisator,  Gerhard Preikschat, Telefon (03693) 576781, zu melden. Eine weitere interessante Veranstaltung findet am Freitag, 14. September, statt. Ab 10 Uhr startet an der Schirwindter Brücke in Neustadt [litauisch Kudirkos Naumiestis] unter Federführung von Günter F. Toepfer, ein „Ostpreußischer Grenzlauf!“ statt. Die wunderschöne Strecke führt durch Neustadt und ab Ortsausgang entlang der alten preußisch/russischen Grenze bzw. entlang der Scheschuppe (Ostfluss) in Richtung Memel. Genau 38,11 km, also der größte Teil der Strecke, führt damit entlang der Kreisgrenze zum Kreis Schloßberg. Der Läufertross wird auf der wenig besiedelten Strecke von zwei Polizeiautos und einem Rettungswagen begleitet. Weiterhin werden Begleitfahrzeuge, das heißt Schulbusse und Lehrerautos eingesetzt, um die Schüler, deren Lauf als Staffellauf ausgetragen wird (Staffel gleich 7 Jungen oder 7 Mädchen oder gemischte Staffel), von den Fahrzeugen aus als Wechselläufer einzusetzen, aufzunehmen bzw. erschöpfte Läufer zu betreuen. An der Stelle, wo die Scheschuppe in Richtung Haselberg/Lasdehnen [Krasnoznamensk] nach links abbiegt, laufen die Läufer noch ein paar Kilometer an der Grenze zum Grenzkreis Tilsit/Ragnit entlang bis zum Ziel Sudargas. Auf dem Friedhof in Sudargas wird der legendären „Buchträger“ am Grab von Pfarrer Seredevicius gedacht. Zu den „Buchträgern“, den mutigen Bücherschmugglern: Im besetzten Litauen verbot 1864 das zaristische Russland die litauische Sprache und die lateinische Schrift. Das Litauisch mit kyrillischen Buchstaben, dem sogenannten „Graschdanka“, sollte das baltische Land russifizieren! Die Buchträger schmuggelten daraufhin im preußischen Königsberg und in Tilsit gedruckte Bücher unter großen Gefahren nach Litauen und leisteten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass die litauische Sprache nicht gänzlich ausstarb. Nach dem Lauf und dem Gedenken auf dem Friedhof gibt es in der Schule ein schon traditionelles Essen (Nudeln mit Tomatensoße). Weiterhin gibt es für die Teilnehmer Urkunden, Pokale und ein Grenzlauf-T-Shirt sowie Kollegmappen. Die Grenzlaufbutten werden von der KG Schlossberg gesponsert. Der litauische Rundfunk und die regionalen Zeitungen werden über den Grenzlauf berichten. Anmeldungen für den Grenzlauf sind bitte rechtzeitig zu richten an Günter F. Toepfer, Lehndorffstraße 32, 10318 Berlin, Telefon (030) 5098113, Fax: (030)34724568, Email: guenter-toepfer@gmx.de.

 

TILSIT–STADT

Stadtvertreter: Hans Dzieran, Stadtgemeinschaft Tilsit, Postfach 241, 09002 Chemnitz, Telefon (0431)  77723.

Heimattreffen in Halle – Nur noch wenige Tage trennen uns vom Heimattreffen in Halle/Saale. Am Sonnabend, 28. April, veranstalten die Tilsiter mit ihren Nachbarn aus den Kreisen Tilsit-Ragnit und Elchniederung in Halle/Saale ein gemeinsames Heimattreffen. Veranstaltungsort ist das Kultur- und Kongresszentrum in der Franckestraße 1, unweit vom Bahnhof und mit eigenem Parkhaus, Einlass ist ab 9 Uhr, Ende 17 Uhr. Ein interessantes Programm erwartet die Teilnehmer. Nach den Grußworten der drei Kreisvertreter gibt es Kurzvorträge über die Rückkehr des Tilsiter Käses an die Memel, über die Einweihung des Herzog-Albrecht-Denksteins und über den Besuch von Armin Mueller-Stahl in seiner Heimat. Der Ostpreußenchor Magdeburg wird mit Heimatliedern und Rezitationen in ostpreußischer Mundart die Anwesenden erfreuen. Auch das bekannte A-cappella-Ensemble Cantabile aus Tilsit wird zugegen sein. Natürlich bleibt auch ausreichend Zeit zum gemütlichen Beieinander. Die Tische sind nach Heimatkreisen, Kirchspielen und Schulgemeinschaften ausgeschildert. Der Eintritt ist frei. Für preiswerte Mittagsgerichte ist gesorgt.

 

TILSIT-RAGNIT

Kreisvertreter: Dieter Neukamm, Am Rosenbaum 48, 51570 Windeck, Telefon (02243) 2999, Fax (02243) 844199. Geschäftsstelle: Eva Lüders, Telefon/Fax (04342) 5335, Kührenerstraße 1 b, 24211 Preetz, E-Mail: Eva.lueders@arcor.de.

 „Meine Heimat, aus der der Tilsiter Käse stammt“. Bericht. Für den Ehrenvorsitzenden der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit, Albrecht Dyck, fielen am 20. März drei wichtige Ereignisse zusammen: ein sonniger Frühlingsanfang, sein 60. Jahrestag in Bad Fallingbostel und die Vorstellung seines Buches mit dem originellen Titel „Meine Heimat, aus der der Tilsiter Käse stammt“. Albrecht Dyck geht es aber nicht nur um den bekannten Käse, ihm geht es um persönliche Erlebnisse. Er schildert seine wohl behütete Kindheit in Ostpreußen und wie sich im Oktober 1944 durch das Vorrücken der Sowjetarmee alles grundlegend veränderte. Flucht vor den Sowjets in den Westen, Trennung der Familie, Ungewissheit und Überlebensängste spielen plötzlich eine Rolle. Diese Phasen seines Lebens schildert Albrecht Dyck genauso eindringlich wie seinen späteren Werdegang als Käsereifachmann. Dieser Beruf führte ihn vor genau 60 Jahren nach Bad Fallingbostel. Was zunächst nur als persönliches Vermächtnis für Kinder und Enkelkinder gedacht war, entwickelte sich mit der Zeit zu dem Vorhaben, auch andere Menschen an den Erinnerungen teilhaben zu lassen. Es sei ein langer und mit Zweifeln behafteter Weg gewesen, so Dyck zu seinen Beweggründen. Zur Freude des Autors haben der Landrat des Heidekreises, Manfred Ostermann, und Bad Fallingbostels Bürgermeister Rainer Schmuck treffende Vorworte zu seinem Buch geschrieben. Beide waren bei der Buchvorstellung dabei und würdigten in Grußworten die Arbeit von „Ali“, wie Dyck von Freunden genannt wird. Das Buch kann in den örtlichen Buchhandlungen von Bad Fallingbostel und Umgebung zum Preis von 19 Euro gekauft, oder direkt beim Autor –Teichstraße 17, 29683 Bad Fallingbostel – bestellt werden. Außerdem wird Albrecht Dyck seine Lebenserinnerungen am 15. Mai um 19 Uhr im Bad Fallingbosteler Ratssaal und am 6. Juni um 15 Uhr im Erzählcafe im evangelischen Gemeindesaal vorstellen.


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