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08.09.12 / Kriegsgebiet Deutschland / Berliner Salafist droht Regierung – Bundeskriminalamt alarmiert

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-12 vom 08. September 2012

Kriegsgebiet Deutschland
Berliner Salafist droht Regierung – Bundeskriminalamt alarmiert

Die Bedrohung der inneren Sicherheit Deutschlands durch den Salafismus nimmt laut dem Bundeskriminalamt (BKA) konkrete Formen an. Der Berliner Salafistenführer Denis Cuspert, früher als Rapper Deso Dogg bekannt, hat sich in einem Videofilm direkt an „Merkel, Innenminister und Außenminister“ gewandt und angekündigt, den Dschihad nach Deutschland zu bringen. Der Islamist, gegen den unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt wird, soll sich derzeit mit zahlreichen gewaltbereiten Anhängern in Ägypten aufhalten. Das Terrornetzwerk Al-Kaida soll nach Erkenntnissen des BKA Kontaktpersonen dorthin entsandt haben, um Attentäter für Anschläge in Westeuropa zu rekrutieren. Diese sollen in Ausbildungslagern das Terrorhandwerk erlernen, dann im syrischen Bürgerkrieg und bei Terroraktionen im Nahen Osten „Kampferfahrung“ sammeln und schließlich nach Deutschland zurückkehren. Hier würden sie dann erworbenes Wissen und Fähigkeiten vermutlich als Selbstmordattentäter anwenden. Das BKA befürchtet eine Ausreisewelle von Dschihadisten, die später auf diese Weise den heiligen Krieg gegen Deutschland führen könnten.

Was dies bedeutet, erklärt Cuspert in seiner Videobotschaft, die offenbar in der Nähe des Kölner Doms gedreht wurde: „Ihr werdet nicht mehr in Sicherheit leben. Ihr setzt Millionen und Milliarden ein für den Krieg gegen den Islam. Und deshalb ist dieses Land hier, die Bundesrepublik Deutschland, ein Kriegsgebiet“. Das BKA sieht das Video als Alarmsignal. Laut BKA-Präsident Jörg Zielke nehmen die Sicherheitsbehörden die Drohung „sehr ernst“, denn das Video enthalte erste Hinweise darauf, dass jemand sich tatsächlich entschlossen habe, möglicherweise als Märtyrer zu sterben.          Jan Heitmann


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