16.04.2024

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08.09.12 / MEINUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-12 vom 08. September 2012

MEINUNGEN

Die Publizistin Cora Stephan erklärt in der „Welt“ (3. September), warum Deutschland als natürliche Führungsmacht Europas versagt:

„Es gibt wohl kein anderes Land, dessen Bewohner so bereitwillig (Kollektiv-)Schuld annehmen selbst da, wo sie nicht vorhanden ist. Ein moralisch verkürztes Geschichtsverständnis opfert die gesamte deutsche Geschichte einer zwölfjährigen Diktatur. Mit einem solchen Selbstbewusstsein ist in der Tat keine ,Führung‘ zu machen.“

 

 

Wolfgang Münchau sagt in „Spiegel online“ voraus, dass Merkel alle Stabilitätsschwüre brechen wird, weil Berlin Deutschlands Euro-Verpflichtungen längst ins Uferlose habe steigen lassen, wodurch wir erpressbar geworden seien, was die Partner langsam merkten:

„Nach außen wahrt Merkel immer noch den Schein als Europas mächtigste Politikerin. In Wirklichkeit hat Merkel ihr Land in eine Ecke manövriert. Die Welt hat ihren Bluff durchschaut und ist gerade dabei, die Konsequenzen zu ziehen.“

 

 

Der Habermas-Schüler Hans-Hermann Hoppe verweist im „Focus“ vom 27. August auf die Schwächen der Demokratie:

„Statt eines königlichen ,Dilettanten‘ waren es nun im Wettbewerb um Wählerstimmen ausgezeichnete ,Professionelle‘, das heißt Politiker, die sich als enteignende Eigentumsschützer und rechtsbrechende Rechtsbewahrer betätigen durften. Und: Statt mit langfristig orientierten, weil dauerhaft inthronisierten Staatsinhabern hatte man es jetzt mit vorübergehenden Staatsverwaltern zu tun, die dieser Rolle und Anreizstruktur angepasst, kurzfristig planten und kalkulierten. Stichwort: Nach mir die Sintflut, und langfristig sind wir alle tot.“


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