19.04.2024

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03.11.12 / Ein teures Haus für Kleist

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 44-12 vom 03. November 2012

Ein teures Haus für Kleist

Ach Wilhelmine, schenkte mir der Himmel ein grünes Haus, ich gäbe alle Reisen, und alle Wissenschaft und allen Ehrgeiz auf immer auf!“, schrieb Heinrich von Kleist 1801 an seine Verlobte. Jetzt hat er das Geschenk als dreistöckigen Erweiterungsbau des Kleist-Museums in Frankfurt/

Oder erhalten, dessen Richtfest jetzt im Rahmen der diesjährigen Kleist-Festtage gefeiert wurde. Baubeginn war im August des Kleistjahres 2011. Geplante Fertigstellung soll im Mai 2013 sein.

Auch ein Nachfahre des großen Sohnes der Stadt war mit seiner Gattin angereist. Friedrich Freiherr von Kleist freute sich über die zahlreichen Aktivitäten zu Ehren seines Vorfahren. Das aus dem Schwarzwald stammende Ehepaar hatte dem Museumsdirektor Wolfgang de Bryn eine limitierte und illustrierte französische Erstausgabe des „Zerbrochenen Krugs“ aus dem Jahr 1884 für das Museum überreicht.

Der 5,3 Millionen teure Muse­umsneubau wird Platz bieten für Dauer- und Wechselausstellungen, Archive, eine Bibliothek, Büros und Räume für Veranstaltungen. Rund vier Millionen Euro werden mit Mitteln der EU bestritten, der Bund beteiligt sich mit 570000 Euro und das Land stellt 760000 Euro zur Verfügung. Silvia Friedrich


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