29.02.2024

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
10.11.12 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 45-12 vom 10. November 2012

Leserforum

Diskriminierung aller Vertriebenen

Zu: „Grüne attackieren Vertriebene“ (Nr. 43)

Wenn Grüne und „Die Linke“ Arnold Tölg und Hartmut Saenger vom Bund der Vertriebenen (BdV) wegen „revisionistischer“ Äußerungen aus dem Stiftungsrat drängen möchten, liegt es wohl daran, dass beide Parteien nicht die reale Wahrheit sehen wollen, können oder dürfen. Es war nicht Hitler, sondern Stalin, der die Vertreibung der Deutschen angeordnet hat. Punkt! Die Position ist nicht revanchistisch, sondern die Wahrheit. Beide Parteien sollten sich vorerst richtig informieren; denn Hitlerdeutschland war auch im Westen. Um eine Logik aufzubauen, erst die Feststellung: Demnach hätten alle Deutschen vertrieben und enteignet werden müssen. Dann die Frage: Warum werden die Nichtvertriebenen humaner behandelt in punkto Identität, Kultur, Geschichte, Politik? Eigentlich sollten wir in einer Demokratie leben mit gleichem Recht für alle. Demokratie kann man nicht nur leben, lieben und verteidigen, man muss sie auch ertragen können, also auch Wahrheiten und die Meinung der Anderen. Beide Parteien gehen aber diktatorisch vor, wenn Andersdenkende ausgegliedert und nur Gleichdenkende zugelassen werden. Wie „grauenvoll!“ Darum wünsche ich den Grünen und Linken die Kraft, der wirklichen Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Ein erneuter Antrag zum Ausschluss beider Gremiumsmitglieder ist eine Diskriminierung aller Vertriebenen, und das in einem Land, in dem es ein Gesetz gibt, solche Handlungen unter Strafe zu stellen.

Elisabeth Krahn, Celle

 

 

Ein Vorbild für heutige Politiker

Zu: „Linkskonservative Alternative zu Friedrich Ebert“ (Nr. 42)

Zu den Vorzügen der PAZ gehört es, dass sie mit profunden Beiträgen an bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Geschichte erinnert, so in dieser Ausgabe an den Grafen von Posadowsky-Wehner (1845–1932), der sich vor allem als Sozialpolitiker in Preußen und in der Reichsregierung Verdienste erwarb.

Dazu zwei kleine Ergänzungen: Durch die Einführung der „Erbpacht“ ermöglichte Posadowsky den preisgünstigen Landerwerb zum Bau von Wohnungen, deren Mieten auch für weniger bemittelte Familien erschwinglich waren. In Berlin sind die Posadowsky-Häuser“ an der Wollankstraße bis heute erhalten. Posadowsky gehörte zu den wenigen Politikern der Kaiserzeit, von denen es Stimmporträts gibt. Das Deutsche Historische Museum veröffentlichte auf der CD „Der Kaiser kommt – der Kaiser geht“ den Ausschnitt einer Reichstagsrede, in der Posadowsky als Staatssekretär im Reichsschatzamt und Stellvertretender Reichskanzler 1905 eine geistige und sittliche Erneuerung der deutschen Gesellschaft anmahnt. Diesen Text könnte sich auch heute so mancher Politiker hinter die Ohren schreiben.

Dr. Gerald Heres, Radebeul

 

 

Vollendeter Betrug

Zu: „Dreiste Täuschung“ (Nr. 43)

Das Prinzip ist bekannt: Das noch vorhandene Geld wird so lange aufgeteilt (euphemistisch: „um-fair-teilt“), bis keines mehr da ist und niemand mehr etwas hat. Was auch verschwiegen wird: Nach den Sparern werden Genossenschaftsmitglieder (Volksbanken) und Steuerzahler (Sparkassen) zur Kasse gebeten, es sind also nicht nur die Banken, die einstehen müssen (im Übrigen mit dem Geld ihrer Kunden). Dieses alles zu verschweigen, wie es die Politiker tun, ist ein vollendeter Betrug und gehört strafrechtlich verfolgt.

Jochen Reimar, Osnabrück

 

 

Auf Reset drücken

Zu: „Hoffen auf vergessliche Wähler“ (Nr. 41)

Die PAZ hat es auf den Punkt gebracht. Als Sozialdemokrat bedauere ich es sehr, dass wir mit Peer Steinbrück einem – man verzeihe mir die schroffe Ausdrucksweise – Blender und Maulhelden aufgesessen sind. Da hilft nur ein Reset für eine neue SPD nach 2013 ohne ihre ehemaligen neoliberalen/neo­klassischen Würdenträger, welche nun „einen auf links machen“, sowie eine Besinnung auf grundlegende Werte. Übrigens: die WestLB war schon seit Friedel Neuber keine Provinzbank mehr.

Carsten Mohr, Zoppot/Polen

 

 

Brutales »Europa«

Zu: „Neukölln ist näher, als du denkst“ (Nr. 41)

Es ist leider traurige Wahrheit, dass die Bundesrepublik immer unsicherer wird. Auf den Straßen unserer Großstädte, besonders Berlin, Hamburg, aber auch Duisburg, Frankfurt, kann man als älterer Bürger ab 22 Uhr nur noch auf wenigen hell erleuchteten Hauptstraßen gehen. Typen aus 20 verschiedenen Nationen schlagen Deutsche ohne Grund zusammen. Oft sind es Personen, die von staatlicher Unterstützung leben und seit Jahren keiner Arbeit nachgehen. So etwas nennt man „Europa“.

Siegfried Seidel, Hagen

 

 

Aktiv einschreiten

Zu: „Unter Verdacht“ (Nr. 43)

Herrn Heitmanns Schlussfolgerung in seinem sonst aufklärenden Kommentar, dass wir „uns gegen den Generalverdacht“ wehren sollten, ist ein Widerspruch gegen die Realität von versuchten beziehungsweise ausgeführten Anschlägen und Morden.

Wir leben nicht mehr in der Zeit unserer Vorfahren, wo die Bauern noch ihre Haustüren unverschlossen ließen, ohne Diebstahl zu fürchten. Heute wird nach jeder Untat der Staat angegriffen, weil er zu wenig für die Verhinderung getan hat. Siehe PAZ, Seite 3 „Berlin, Totschlägerplatz“ mit der Unterzeile „Gewalt eskaliert: Am Alexanderplatz offenbart sich Ohnmacht von Politik und Justiz“.

Alle Menschen sind nicht gleich fromm. Die einen wissen, wo man einbricht oder zuschlägt, die anderen wissen, wie man es macht. Wer keinen Dreck am Stecken hat, fühlt sich auch nicht betroffen, sondern ist für jede Gefahren-Vorsorge dankbar.

Edith Neumann, Garmisch-Partenkirchen

 

 

Bibeln schenken

Zu: „Berlin verboten“ (Nr. 41)

Die Kirchen, soweit sie sich und den Missionsgedanken noch nicht ganz aufgegeben haben, sollten Bibeln in den Stadtzentren und vor den Schulen verschenken, mit den Menschen reden und den christlichen Glauben offensiv vertreten.

Gernot Schmidt, Wilnsdorf

 

 

Jagdpilot machte den Abflug

Zu: „Ein tragischer Held“ (Nr. 42)

Ohne die Vita vom Jagdflieger Hermann Graf im Ganzen zu kennen, erschien er mir in russischer Gefangenschaft als eine gespaltene Persönlichkeit. In der Zeit von 1945/46 besuchte er im Auftrag des „Nationalkomitees Freies Deutschland“ das Offizierslager „7150“ (4800 Offiziere), um uns für die Antifa anzuwerben. Meine Schilderung des Treffens bestätigt seinen ambivalenten Charakter. Auszug aus meinem Buch „Offizierslager 7150-Grjasowez“: „Groß gewachsen, wohlgenährt, geschniegelt und gebügelt, mit sämtlichen Auszeichnungen ausstaffiert, bot er ein Bild aus besseren Zeiten. Unsere Realität sah anders aus. Wir fühlten uns verhöhnt und vermieden deshalb jeden Kontakt mit ihm. Außerdem traf Graf im Lager auf den erfolgreicheren Fliegermajor Hartmann. Im Jahre 1945 etwa 28 Jahre alt, war Hartmann wegen seines kompromisslosen Verhaltens gegenüber den Russen bei uns sehr beliebt. Als er seinen ehemaligen Gefährten Graf ignorierte, war dieser für uns erledigt. Er reiste umgehend ab.“

Horst Redetzky, Delmenhorst

 

 

Bahn frei für eine multikulturelle Bevölkerung?

Zu: „Arbeit für Asylbewerber“ (Nr. 30)

Arbeit für Asylbewerber – nun ist die Katze aus dem Sack! Der Bundestagsabgeordnete Wolf (FDP) sagt: „Die bisherige Regelung ist in Hinblick auf die Alterung der Gesellschaft unverantwortlich.“ Wer trägt die Verantwortung (vor 1945 oder danach): die USA, England, Frankreich, Russland und wer noch? Dieses lebenswichtige Thema des deutschen Volkes, nicht der Gesellschaft, versteckt sich unter der Überschrift „Arbeit für Asylbewerber“. Warum sagte man das nicht eher? Zum Beispiel die Bundeskanzlerin oder die vorherigen Bundeskanzler. Ausgenommen vielleicht Konrad Adenauer.

Die Alterung des deutschen Volkes hat man bisher hingenommen. Es schien niemanden zu interessieren. Gastarbeiter holte man ins Land: Italiener, Türken, andere Muslime. Die Gastarbeiter blieben. Sie holten ihre Familien nach. Politiker machten keine Anstalten, sie in ihr Land zurückzuführen. Im Gegenteil: Muslime bauten Moscheen um Moscheen. Soll Deutschland ein muslimisches Land werden? Schweigen im Walde. Politiker äußerten sich nicht darüber. Mit einer Ausnahme: eine multikulturelle Gesellschaft. Man sprach nicht von einem multikulturellen Volk. Fünf Minuten vor 12 Uhr redet Herr Wolf von der FDP nun von Verantwortungslosigkeit hinsichtlich der Alterung der Gesellschaft. Wer von den Politikern in den 60er Jahren und danach sprach sich für mehr deutsche Kinder aus? Wenn sich in diesem Land etwas ändern sollte, dann müssen alle zusammenstehen: Kirchen, Politiker, die Wirtschaft, Universitäten, Schulen, das Volk.

Unverantwortlich sind auch Zustände in einigen Berliner Stadtteilen. Die Polizei soll Angst vor dem aggressiven Verhalten der multikulturellen Bevölkerung haben. Vielleicht sollte sich die Berliner Polizei im Schweizer Aargau erkundigen, wie man dort mit kriminellen Asylanten beziehungsweise Ausländern umgeht.

Dr. Marlies Wriede, Hamburg


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabobestellen Registrieren