27.01.2022

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09.02.13 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 06-13 vom 09. Februar 2013

Leserforum

Berlin-Brandenburger Turmbau zu Babel

Zu: „,Regelrecht zerschossen‘“ (Nr. 3)

Machen wir uns nichts vor, Deutschland „hat fertig“ und ist auf dem Weg zu einem Entwick­lungsland. Hier sind keine Großprojekte mehr zu realisieren. Gegen alles wird geklagt, europaweit muss ausgeschrieben werden, danach wird alles an Subunternehmer weitergeleitet, die Billigstlöhner aus aller Herren Länder beschäftigen. Mit ausländischen Arbeitskräften soll dann ein solches Projekt verwirklicht werden.

Die Berliner Flughafenbaustelle ist doch nichts anderes als ein neuzeitlicher Turmbau zu Babel. Und dann pfuschen die Politfürs­ten mit immer neuen Ideen da­rin herum. Wenn sie scheitern und einen Posten abgeben, nennen sie es politische Verantwortung. Noch nie in unserer Geschichte sind wir als Bevölkerung so hinters Licht geführt worden wie heute. Von uns wird alles klaglos hingenommen mit der Phrase, wir seien doch ein Rechtsstaat.

Wie man hört, stehen ja noch Klagen an wegen der Flugrouten. Die Flugzeuge könnten ja irgendwelche Tiere stören. Und Herrschaften in ruhigen Rotweinvierteln, die fünfmal im Jahr in Urlaub fliegen, dürfen durch Flug-lärm ebenfalls nicht gestört werden. Richter, die dort wohnen, werden schon noch die richtigen Urteile fällen. Hier bei uns in Nordhessen wird seit 20 Jahren an der A44 von Kassel nach Eisenach gebaut. Eine Klage des BUND reiht sich an die andere und wegen ein paar Molche werden millionenschwere Tunnel gebaut. Wenn dann die Baukosten ins Unendliche steigen, beschweren sich die Klagenden über Geldverschwendung.

Deutschland verliert mehr und mehr den Status eines modernen Industrielandes. Nicht zu vergessen der Aderlass an gutausgebildeten Fachleuten und Akademikern, die durch Analphabeten ersetzt werden, und dies wird uns als Bereicherung verkauft. Dazu sei nur an die aktuellen Sprüche des Bundespräsidenten Gauck erinnert.            

Peter Schumacher, Melsungen

 

 

SPD schießt sich selbst ins Knie

Zu: „,Regelrecht zerschossen‘“ (Nr.3)

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) war ebenfalls dafür bekannt, dass alles, was er in der Wirtschaft anfasste, schnurstracks Pleite ging. Aber seine Sympathiewerte bei der brandenburgischen Bevölkerung waren ähnlich hoch wie die von Klaus Wowereit vor der letzten Berliner Abgeordnetenhauswahl.

Dass Wowereit ein politischer Leichtfuß war, („Berlin ist arm, aber sexy“) konnte seit Jahren jeder wissen, nur nahm es der Berliner Wähler zu seinem Schaden leider nicht zur Kenntnis. Die hellen Berliner machten, wie bei jeder Wahl, ihr Kreuz fein säuberlich bei der SPD. Zwar scheint jetzt bezüglich Wowereit der Bann gebrochen, der irgendwann seine wohlersessene Pension genießen und sich weiterhin in Glamour-Kreisen tummeln wird. Den finanziellen Schaden wird dagegen wie immer der Steuerzahler tragen.

Einzig, dass man diesen Pleiteflughafen unbedingt nach der SPD-Ikone Willy Brandt benennen musste, hat etwas von ausgleichender Gerechtigkeit. Damit hat sich die SPD dank des Unvermögens ihrer Lokalfürsten Platzeck und Wowereit nachhaltig selbst ins Knie geschossen.

Dr. Jürgen W. Schmidt, Berlin

 

 

Gewinn für alle

Zu: „Wettlauf nach links“ (Nr. 4)

Die PAZ sollte die Leser über Alternativen informieren. Man muss ja nicht dem linken Meinungsstrom folgen und alles, was sich in irgendeiner Form kritisch gegen EU, Euro und so weiter äußert, in die rechtsradikale Ecke schieben! Durch solche Informationen werden auch die Parteien selbst über sich und ihre Inhalte reflektieren, also ein Gewinn für alle!   

Rene Klier, Oranienburg

 

 

Uns geht es zu gut

Zu: „Wettlauf nach links“ (Nr. 4)

Die nach wie vor beschämende Wahlbeteiligung sowie das Wahl-ergebnis der Niedersachsen-Wahl lassen mich doch sehr am Verstand der Wahlberechtigten zweifeln. Scheinbar geht es uns immer noch zu gut.

Klaus-Dieter Neumann, Köln

 

 

Menschen prüfen

Zu: „Kühe im Visier der Klimaschützer“ (Nr. 4)

Klimazertifikate für Kühe sind doch wohl nur der Anfang.

Selbstverständlich müssen diese auch für Menschen eingeführt werden; nur sollten sie dann „Lebensberechtigungsschein“ heißen und es sollte eine jährliche Verlängerung nur nach Prüfung auf Öko-Verträglichkeit und politische Korrektheit geben.

Mathias Dumke, Wedel

 

 

Nichts gelernt

Zu: „Jetzt wird aufgeräumt“ (Nr. 4)

Warum lernen unsere Politiker nicht aus der Vergangenheit? Ich denke hier an die Sowjetunion und Jugoslawien. Die einzelnen Völker wurden nicht gefragt. Das Ende war Schutt und Asche mit Leid und Tränen. Ich erlebe dies sicher nicht mehr. In meinem Alter ist man jenseits von Gut und Böse.          

Fredi Volkmann, Dortmund

 

 

Utopie wird wahr

Zu: „Tugendterror: 20 Jahre Politische Korrektheit“ (Nr. 3)

Die Welt, in der wir leben, erinnert mich täglich mehr an den Roman „1984“ von George Orwell. Man hat den Eindruck, dass alles, was er sich 1948 über die Zukunft zusammenphantasiert hat, momentan mit größtem Eifer umgesetzt wird.          

Ronald M. Hahn, Wuppertal

 

 

Geizige »Goys«

Zu: „Dem Volk aufs Maul geschaut“ (Nr. 1)

Für „ach-heu“ weiß ich die ursprüngliche Bedeutung: Unter den Händlern, die durchs Land zogen, waren auch Juden. Wenn die Bauern nichts kaufen wollten, jammerten die Händler: „Ach Goy, ach Goy, wovon soll ich denn leben?“ Der Ausdruck „Goy“ bedeutet „Nichtjude“. Wenn Deutsche es so sprachen wie oben, wussten sie wohl den Ursprung nicht.  

Dorothea Blankenagel, Duisburg

 

 

USA zerstören

Zu: „Der Zweck darf nicht die Mittel heiligen“ (Nr. 4)

Dass nun schon wöchentlich in den Nachrichten von Gewaltverbrechen berichtet wird, ist auf die menschenverachte, aber ach so gute US-Politik, zu deren Repräsentanten unsere Politiker freundschaftliche Beziehungen haben, zurückzuführen. Diese Zustände hat es in Preußen so nicht gegeben. Als Befreier wurden die US-Soldaten hingestellt und haben in Wirklichkeit Deutschland zerstört und zerstören es weiter.

Die Staatsanwaltschaften reagieren kaum auf die Sorgen und Probleme der Menschen und gehen nur von ihren sogenannten juristischen Ansichten aus, die sie nicht anders in diesem menschenverachtenden System der Lügen und Verbrechen gelernt haben. Der Wahlkampf ist eine reine Verdummung insbesondere von SPD und Grünen gegenüber der Bevölkerung.     

Eddi Göller, Malsfeld

 

 

Mutiger Brite

Zu: „EU-Frage entscheidet“ (Nr. 4)

Premierminister Cameron ist zu seinem Mut zu gratulieren, dass er sich der Kritik von Politikern in Europa aussetzt und eine Volksabstimmung in Großbritannien über den Verbleib in der EU anstrebt. Die meisten Politiker bei uns sind auch empört. Aber wieso wollen sie nicht auch eine Volksabstimmung darüber? Sind die Bürger zu unmündig? Oder befürchten sie, dass die Mehrheit der Bürger eine EU in dieser Form ablehnt? Ist nicht schon genug über unseren Kopf beschlossen worden? Wurden wir Bürger gefragt, zum Beispiel bei den Milliardenhilfen für das Ausland, oder über die EU in dieser Form oder wie sie noch geplant wird?

Ich meine, dass es Zeit wird, wenn die Berliner Politiker begreifen, dass sie die Interessen ihres Volkes zu vertreten haben und nicht zu ihren eigenen Gunsten entscheiden.     

Dieter Hartmann, Oberursel

 

 

Keine Hilfe

Zu: „Ein Herz für Linksextremisten“ (Nr. 4)

Fast 600000 Euro jährliche Kleinspenden erhält die linksextreme Partei namens MLDP. Die Hilfsorganisation für die Opfer politischer Gewalt in Europa „Help“, für die ich ehrenamtlich tätig bin, erhält seit Jahren nur 2000 Euro, die vorne und hinten nicht reichen, um für die Opfer von Lenin und Konsorten angemessen tätig sein zu können.

Außerdem ist schwer nachvollziehbar, warum es nicht längst einen Verbotsantrag gegen eine Partei gegeben hat, die neben Marx auch Lenin im Namen trägt. Lenin war laut „Lexikon der Völkermorde“ der fünftgrößte Massenmörder der Weltgeschichte nach Stalin, Mao, Hitler und Tschiang Kai-schek.          

Martina Hussóck, Berlin

 

 

Haben wir in Brüssel nichts mehr zu sagen?

Zu: „Jetzt wird aufgeräumt“ (Nr. 4)

Wenn man den Wo­chenrück­blick von Hans Heckel liest, dann ist man informiert und man kann sich vorstellen, wohin die Reise in punkto Ausbeutung durch die EU in Brüssel geht. Seit Jahren muss der Steuerzahler täglich neue Hiobsbotschaften vom Euro über sich ergehen lassen. Von Anfang an eine Schnapsidee war die Einführung des Euro zugleich eine Fehlgeburt. Finanz- und Wirtschaftsexperten warnen schon seit Jahren. Diese Experten, von der Politik nur belächelt, werden nicht für kompetent gehalten.

Stattdessen werden weitere Milliarden sinnlos an Griechenland vergeben. In diesem Staat funktioniert wie in einem Entwicklungsland relativ wenig. Schuld daran, wie kann es anders sein, ist Deutschland. Der Gipfel der Frechheit ist, dass griechische Politiker sogar von Deutschland 162 Milliarden an Reparationen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg fordern. Scheinbar von Geschichte keine Ahnung sollten sich diese Politiker besser an Italien wenden. Nicht Deutschland hat Griechenland überfallen, sondern Italien.

Obwohl wir der größte Geldgeber in der Euro-Zone sind, haben wir in Brüssel nichts zu sagen. Schlüsselpositionen sind für unsere Politiker passé. Deutschlands Schicksal liegt in fremden Händen. Über uns und unsere Zukunft bestimmen: Mario Draghi/Italien, Jose Manuel Barroso/Portugal, Jean-Claude Juncker/Luxemburg, Christine Lagarde/Frankreich und Herman van Rompuy/Belgien. Hier wird deutlich, dass die Bundesregierung es sträflich vernachlässigt hat, ihre berechtigten Interessen und Forderungen durchzusetzen. Mit Nachdruck sei betont: Wer das Geld gibt, hat auch das Sagen. Dies ist eindeutig Deutschland.

Herr Heckel nennt die Probleme beim Namen und man kann ihm nur Recht geben. Der Inhalt des Wochenrückblicks lässt wenig Hoffnung zu, eher Angst in eine ungewisse Zukunft. Fakt ist, wenn dies so kommt wie angedeutet, stirbt der europäische Gedanke und Deutschland ist wie immer der Dumme. Nicht die Menschen innerhalb der EU werden daran schuld sein, nein, die unfähigen Politiker in Brüssel und Berlin, die es nicht geschafft haben, die Finanzmärkte in den Griff zu bekommen und diesen auf Dauer die Ketten anzulegen. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.

Wolfgang Rohde, Sigmaringen

 

 

Weiter so!

Zu: www.preussische-allgemeine.de

Ach, was freue ich mich, dass es auch noch eine Internet-Seite gibt, welche die ganze Wahrheit unter der Nationalitäten-Suffix „.de“ sagt. Und meine Meinung bezieht sich nicht nur auf die gegenwärtige Politik, sondern auch auf die historischen Themen, die in der PAZ angesprochen werden.

Sicher, es gibt einige Blogs und Webseiten, die der „political correctness“ den Kampf angesagt haben; aber diese sind ausschließlich im Ausland angesiedelt – was an sich schon eine Schande ist, da man als Deutscher in Deutschland nicht mehr sagen darf, was man denkt, ohne mit einem Fuß im Gefängnis zu stehen. Weiter so, PAZ!        

Jörg-Thomas Lauterbach, Hannover

 

 

Nachwelt verschweigt sowjetische »Speziallager« in der DDR

Zu: „Endstation ,Speziallager‘“ (Nr. 3)

Danke, dass Sie dieses Thema aufgegriffen haben, da in den Lizenzmedien darüber so gut wie nie berichtet wurde und wird.

Zu Ihrem Bericht sind dennoch einige Ergänzungen notwendig. Die genannte Ausstellung über die Geschichte des Ketschendorfer Lagers ist nicht neu. Die im Wesentlichen vom Vorstandsmitglied unserer Lagergemeinschaft, Günter Breschke, und seiner Frau Christa sowie dem seinerzeitigen Bibliothekar der Stadtbibliothek in Fürstenwalde, Florian Wilke, gestalteten Tafeln wurden zum Beispiel 2009 in Reinheim bei Darmstadt, danach in Rimbach, 2011 in Heppenheim und 2012 auch in Großräschen gezeigt.

Die von Ihnen genannte Publikation ist vermutlich das im Auftrag der Lagergemeinschaft von dem Historikerehepaar Jan und Renate Lipinski verfasste Buch „Die Straße, die in den Tod führte“, dessen 1. Auflage 1998 vom Kremer Verlag herausgegeben wurde. Dieser Titel wurde dann auch für die Ausstellungen verwendet. Ergänzend dazu hat unser Kamerad Werner Teltow im Buch „Pelzmützentransport“ die Berichte von 14 Schicksalsgefährten zusammengefasst, die im Januar 1947 von Ketschendorf nach Sibirien zur Zwangsarbeit verschleppt wurden, wovon sie im Mai 1950 nach Deutschland zurückkehren durften. Es waren etwa 0,3 Prozent der Lagerinsassen, die von den Sowjets für arbeitstauglich gehalten wurden!

Im sogenannten Jugendhaus, einem ehemaligen Acht-FamilienWohnhaus, waren zeitweise bis zu 1200 Jungen untergebracht. Der jüngste war bei seiner Einlieferung zwölf Jahre alt. Keiner der Ketschendorfer Lagerinsassen war verurteilt.

Weil es auch im Westen so gut wie kein mediales Interesse an unseren Schicksalen gab und immer noch gibt, versuche ich seit 13 Jahren, hauptsächlich in Schulen, diese Ereignisse den Schülern zu vermitteln. Aber auch hierbei gibt es Schulleiter, die so etwas nicht zulassen, und in den Rahmenlehrplänen sind diese geschichtlichen Ereignisse ohnehin nicht zu finden.

Wer sich allgemein umfassend über die Unterdrückung der Menschen durch die kommunistische Gewaltherrschaft informieren will, kommt am Buch der polnischstämmigen US-amerikanischen Historikerin Anne Applebaum „Der Gulag“ nicht vorbei. Das Buch ist in deutscher Übersetzung 2005 im Wilhelm Goldmann Verlag erschienen.

Zur Geschichte des Sowjet-KZ Sachsenhausen hat der Leipziger Historiker Günter Fippel eine umfassende Darstellung erarbeitet, die unter dem Titel „Demokratische Gegner und Willküropfer von Besatzungsmacht und SED in Sachsenhausen (1946–1950)“ 2008 im Universitätsverlag Leipzig erschienen ist. Wie üblich, wurde und wird diese wertvolle Arbeit medial verschwiegen, so dass sie nur wenigen bekannt sein dürfte.     

Wolfgang Lehmann, Rimbach

 

 

Mundpropaganda

Zu: „Vater von Nivea, Labello und Leukoplast“ (Nr. 2)

Mit Interesse und Vergnügen habe ich gelesen, dass Paul Carl Beiersdorf glaubte, seine Produkte würden sich schon alleine durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ durchsetzen. Sicher hat er da zu allererst an den Labello-Stift gedacht, denn ob Leukoplast durch Mund-zu-Mund-Propaganda erfolgreich hätte beworben werden können, muss doch bezweifelt werden.

In Ostpreußen hätte man gedacht: „Ich glaub’, mich knutscht ein Elch“ und wäre – womöglich nach einer Mund-zu-Mund-Beatmung – schleunigst zur altbe­währten Mundpropaganda zu­rückgekehrt.     

Wilhelm Kreuer, Unkel


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