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16.02.13 / Zulasten Standort D

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-13 vom 16. Februar 2013

Zulasten Standort D
von Maria Bornhöft

Bei so manchen Themen der Vergangenheit war man froh, sie hinter sich gelassen zu haben. Als nun die Initiative „30-Stunden-Woche“ eine massive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich forderte, kam man sich vor, als würden die 80er Jahre wieder lebendig werden.

Neben namhaften Vertretern der Partei „Die Linke“, die bekanntermaßen vergangenen Tagen hinterher weinen, haben aber auch zahlreiche Professoren und Wissenschaftler diese Forderung mit unterzeichnet. Da wird einem sofort angst und bange, wer da den deutschen Akademiker-Nachwuchs prägt. Es mag ja sein, dass die Forderung nach einer 30-Stunden-Woche in den 80er Jahren eine nette Idee war, doch schon damals wurde schnell deutlich, dass diese zwar schön, aber so realistisch wie eine eierlegende Wollmilchsau war. Nachdem zudem auf Druck von Gewerkschaften mehrere Branchen in mehreren Ländern bereits negative Erfahrungen mit der Arbeitszeitreduzierung bei gleichem Lohn gemacht haben und zugleich der internationale Wettbewerb zugenommen hat, müsste eigentlich dem Letzten klar geworden sein, dass das ganze eine Idee von vorgestern bleiben sollte.

Aber offenbar geht es der Initiative auch gar nicht um das Wohl der deutschen Arbeitnehmer, denn in dem Aufruf ist von „Massenarbeitslosigkeit“ die Rede. Dass es die aber nicht in Deutschland, dafür aber in Südeuropa gibt, ist allgemein bekannt. Es riecht also danach, dass es das Ziel der Initiative ist, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit und den Standort D zu schwächen, um so Jobs in Südeuropa zu schaffen. Pfui!


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