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16.02.13 / Zensus-Ergebnis erneut korrigiert

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-13 vom 16. Februar 2013

Zensus-Ergebnis erneut korrigiert

Bei der letzten Volkszählung in der Republik Polen aus dem Jahre 2011 beziehungsweise bei deren Auswertung ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Ergebnisse müssen revidiert werden. So scheint es um die deutsche Volksgruppe in der Republik besser zu stehen, als ursprünglich verlautet wurde. So heißt es nun, dass es in der Republik 22 Gemeinden gibt, in denen der deutsche Bevölkerungsanteil über einem Fünftel liegt. 19 dieser Gemeinden liegen in der Woiwodschaft Oppeln, drei in der Woiwodschaft Schlesien. Nach dem jetzigen Stand der Auszählung leben 148000 Deutsche in der Republik. Vergangenen März hatte das für den Zensus verantwortliche Statistische Amt von nur 109000 Deutschen gesprochen. Diese Zahl war im Juli auf 126000 korrigiert worden. Diese Zahlen warfen die Frage auf, warum die Zahl der Deutschen seit dem Zensus von 2002 derart signifikant zurückgegangen ist. Diese Frage scheint sich nun zu erübrigen, da der aktuelle Wert mit 148000 in etwa dem damaligen von 150000 entspricht.

Allerdings zweifelt der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) auch die Richtigkeit dieser korrigierten Zahl an: „Die Information, dass es eigentlich nicht weniger Deutsche in Polen gibt als vor zehn Jahren, wundert mich nicht. Ich reise und besuche die Deutschen in ganz Polen, nicht nur in Oberschlesien, und wenn ich sehe wie aktiv sie sind, dann muss ich sagen, dass ich immer davon überzeugt war. Diese Zahl gibt aber immer noch nicht die tatsächliche Größe der deutschen Minderheit wieder. Ich meine nach wie vor, dass man annehmen sollte, dass es ungefähr 300000 Deutsche in Polen gibt.“ M.R.


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