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30.03.13 / Das Erbe verfällt / Viele Brandenburger Denkmäler bedroht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-13 vom 30. März 2013

Das Erbe verfällt
Viele Brandenburger Denkmäler bedroht

Der Erhalt der großen Schlösser der Mark ist gesichert. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) verfügt bis 2017 über 34,7 Millionen Euro jährlich, einen Großteil davon trägt der Bund.

Für viele kleine denkmalwürdige Gebäude Brandenburgs fehlt indes Geld. Gerade einmal 7500 Euro waren 2012 im Topf der „Konzentrierten Denkmalhilfe“ des Landes. Brandenburgs Denkmalpflege kennt viele akute Aufgaben: 1790 errichtete Gutsarbeiterhäuser in Hohenahlsdorf will die Gemeindevertretung abreißen. Die Denkmalschützer wehren sich gegen die Beseitigung der in einem Gutachten als „bautechnisches Musterhaus“ identifizierten Langhäuser, doch Geld für den Erhalt fehlt. Die Sicherung des besterhaltenen Hauses würde allein 70000 Euro kosten.

Seit einem Brand 2010 ist das Denkmal Brauhaus Himmelpfort zerstört. Für einen Wiederaufbau fehlt es auch hier an Geld und Ideen. Die Stadt Fürstenberg nimmt ihr Vorkaufsrecht auf das Gebäude nicht war. Selbst für eine Sicherung ist kein Geld vorhanden. In Brandenburg an der Havel tobt derweil ein politischer Lokalkrieg um den Abriss denkmalgeschützter Häuser. Landeskonservator Thomas Drachenberg wünscht sich allgemein ein landesweites Förderprogramm für den Substanzerhalt, das fehle bisher völlig.

Positive Beispiele gibt es indes auch: Das zu den olympischen Spielen 1936 erbaute Schwimmbad in Elstal, die Restaurierung der Neuzeller Kreuzkirche und das bereits zur Ruine verfallene Schloss Dahme, das entgegen allen Erwartungen noch gesichert werden konnte. SV


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