14.04.2024

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
30.03.13 / MELDUNGEN / ZUR PERSON

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-13 vom 30. März 2013

MELDUNGEN / ZUR PERSON

»Ich schneide dir den Kopf ab!«

München – Am Infostand einer Münchener Initiative gegen den Bau eines großen Islamzentrums in der Stadt drohte ein Islamist vor laufendem Mikrofon, dem Initiator des Protests, Michael Stürzenberger, den „Kopf abzuschneiden“. Stürzenberger, der der islamkritischen Partei „Die Freiheit“ angehört, dokumentierte den Vorfall in Ton und Bild. Unlängst wurde ein Mordanschlag von Islamisten auf den „Pro“-Politiker Markus Beisicht erst im letzten Moment vereitelt. H.H.

 

GEZ gegen Grundgesetz

Hamburg – Eine Mitarbeiterin des NDR hat in ihrer Doktorarbeit herausgefunden, dass die neue Rundfunkabgabe grundgesetzwidrig sei. Die studierte Betriebswirtin Anna Terschüren ist in der Finanzabteilung des Senders tätig. Zudem, so heißt es in der Doktorarbeit, verstoße der Beitrag gegen die Finanzverfassung. Bei ihrem Arbeitgeber hat Terschürens Dissertation für Verstimmung gesorgt. H.H.

 

Jähes Ende eines Strippenziehers

Er war Oligarch, Medienmogul und ein mächtiger Strippenzieher hinter den Kulissen des Kreml der Jelzin-Ära. Boris Beresowskij (68) „machte“ Präsidenten, verhalf dem angeschlagenen Jelzin 1996 zur zweiten Amtszeit und installierte 1999 Wladimir Putin als dessen Nachfolger, doch unterschätzte er diesen und floh vor Putins Kampf gegen die Oligarchen 2003 nach Großbritannien.

Vergangenen Sonnabend wurde er in seiner Villa vor den Toren Londons tot aufgefunden. Spekulationen darüber, ob der Ex-Oligarch und erbitterte Putin-Gegner durch Selbstmord, Mord oder eine natürliche Ursache ums Leben gekommen sei, verbreiteten sich sofort. Es gibt Hinweise darauf, dass Beresowskij an Herzversagen gestorben ist, aber dies wurde noch nicht offiziell bestätigt.

Bekannte berichten, dass es Beresowskij seit einiger Zeit schlecht ging: 2012 verlor er einen Millionen-Prozess gegen seinen ehemaligen Partner Roman Abramowitsch. Seine Lebensgefährtin verließ ihn; beides schmälerte sein Vermögen erheblich. Die Pleite soll ihm bevorgestanden haben. Dafür spricht, dass Beresowskij kurz vor seinem Tod Häuser und Sachwerte verkaufte.

Drogenmissbrauch und schwere Depressionen zollten seiner Gesundheit Tribut ab. Er fühlte sich in London als nutzloser „Harlekin“ und beabsichtigte die Rückkehr nach Russland, obwohl ihn dort langjährige Haft erwartete. Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow erklärte, Beresowskij habe Putin in einem Brief um Verzeihung gebeten.

Ein in die USA emigrierter Freund hält aufgrund der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren mehrere Exil-Russen auf ungeklärte Weise ums Leben gekommen sind, einen Mord für nicht ausgeschlossen. Schließlich hatte Beresowskij bereits zwei frühere Mordanschläge überlebt. MRK


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabobestellen Registrieren