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30.03.13 / MEINUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-13 vom 30. März 2013

MEINUNGEN

Harald Martenstein meint zur Ausgrenzung der Gruppe „Frei.Wild“ von der Echo-Verleihung auf „Zeit online“:

„Auf ,Zeit online‘ hieß es, die Band singe den Satz ,Südtirol, wir tragen deine Fahne‘ und verwende Wörter wie ,Helden‘ und ,Volk‘. Da war ich perplex, weil David Bowie doch Heroes gesungen hat und John Lennon Power to the People. Meiner Ansicht nach ist Lennon nie ein echter Nazi gewesen ... Offenbar soll man in der modernen Jugendmusik immer nur, Song für Song, das grüne Parteiprogramm vertonen.“

 

 

Finanzjournalist Michael Grandt gibt sich auf „pro aurum“ entsetzt über die Haltung von Wolfgang Schäuble:

„Das ZDF sendete Schäubles zynischen Kommentar zu der Enteignungsaktion: ,Bankeinlagen sind eine sensible Sache, da muss man schnell handeln, daher macht man es am Wochen­ende.‘ Herr Schäuble findet die Plünderung der Bankkonten von Rentnern und Kleinsparern in Ordnung. Das ist ab jetzt anscheinend ganz normaler Umgang mit den Menschen in der EU. Man geht zu offener Enteignung als Instrument der Bankenrettung über.“

 

 

Matthias Heitmann warnt im „Cicero“ (April-Ausgabe) davor, der „politischen Korrektheit“ mit „Schaum vor dem Mund“ entgegenzutreten und empfiehlt stattdessen:

„Das einzige Gegengift gegen die politische Korrektheit besteht meiner Meinung nach darin, eigene Standpunkte zu entwickeln, diese offensiv zu vertreten und sich nicht den Mund oder das Denken verbieten zu lassen.“

 

 

Saumil Parikh, Anlagestratege beim weltgrößten Anleihehändler „Pimco“ klärt im „Handelsblatt“ (21. März) darüber auf, dass auch die Deutschen eine verdeckte „Bankabgabe“ längst zahlen:

„Die Sparer müssen sich mit Zinsen begnügen, die unterhalb der Inflationsrate liegen. Das heißt: Sie verlieren ganz real Geld. Auf diese Weise findet ein Transfer vom Sparer zum Schuldner statt ... Im Grunde ist der Unterschied zwischen den Sparern in Zypern und denen in Deutschland gar nicht so groß. In dem einen Fall ist es eine einmalige Abgabe, in dem anderen sind es jahrelang negative Realrenditen. Das Ergebnis ist ähnlich.“

 

 

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) lehnt die volle Integration von behinderten Kindern in den regulären Schulbetrieb (Inklusion) ab, weil es unmöglich sei, von ihnen den gleichen Lernerfolg zu erwarten wie von Nichtbehinderten. Der „Spiegel“ (18. März) zitiert:

„Radikale Inklusion ist Kommunismus für die Schule ... Ich glaube nicht mehr an den Kommunismus und daher auch nicht an die radikale Inklusion.“

 

 

Gesine Schwan, Ex-SPD-Kandidatin zum Amt des Bundespräsidenten, sagte bei „Anne Will“ (20. März) zu den Euro-Rettungspaketen:

„Ich glaube, das Vertrauen in die Rettungsaktionen schwindet in dem Maße, wie die Rettungsaktionen unehrlich sind. Und sie sind prinzipiell unehrlich.“


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