28.01.2022

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04.05.13 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 18-13 vom 04. Mai 2013

Leserforum

Sprachlich korrekter Verkehr der Geschlechter

Zu: „Gender-Ansatz übertrieben“ (Nr. 16)

Im Vorwort zu seinem Wörterbuch der modernen Blähsprache hat der legendäre Sprachkritiker Eckhard Henscheid vor Jahren eine Definition des „Dummdeutschen“ versucht. Diese definiert er als „gallertartige Aufschüttung aus Neo- und Zeitlosquatsch, aus verbalem Imponiergewurstel, modisch progressistischem Gehabe wie gleichzeitig bürokratieseligem Geschwafel“, die sich nahezu inflationär ausbreitet. „Dieses Dummdeutsche bekommt am Ende etwas über die lässliche Verfehlung weit hinaus konstitutionell Hirnzerbröselndes, fast eine Ästhetik auch des Scheußlichen, des Ruinösen und des Desaströsen alles Phonetischen.“

Aus dem „Ampelmännchen“ werden nun immerhin „Ampelmenschen“, vielleicht ein feministisches Zugeständnis an das andere Geschlecht, um Verwechslungen mit „Hampelmännchen“ zu vermeiden. An der Spitze dieses Denkens steht übrigens das rot-grün regierte Hannover, das die „Fußgängerzone“ in Flaniermeile umbenannte. Eine riesige Beamtenschar hatte sich im Verkehrsministerium auf die neue Verordnung zu stürzen, mussten doch 53 Paragraphen geschlechtergerecht gestaltet werden.

Humorvolle Beamte lachen bekanntlich zuerst auf dem Dienstweg. Und so witzelt man in Berlin, dass der einzig politisch korrekte Verkehr in Deutschland der Geschlechtsverkehr sei. Schließlich seien an diesem gesetzlich immer noch ungeregelten Gefühlsaustausch beide Geschlechter beteiligt, so dass sich neue Begriffsbestimmungen erübrigten.

„Die geschlechtsneutrale Umformulierung ist unnötig“, sagt der Journalist und Honorarprofessor für Linguistik Wolf Schneider, „weil bei den 1,3 Millionen Einwohnern von München die Einwohnerinnen selbstverständlich auch heute immer mit dabei sind – und weil auf die Herstellung der Geschlechterneutralität 98 Prozent der Deutschen absolut nicht gewartet haben.“

Erich Lienhart, Bühl

 

 

Plan »B« für Banken entwickeln

Zu: „Löschen gegen Rechts“ (Nr. 16)

Im Artikel heißt es: „Noch bemerkenswerter aber ist die Reaktion der kujonierten Sparer: Es gibt keine.“ Doch, doch. Die gibt es. Es sitzen ja nicht alle Leute vor der Glotze und schauen Dschungelcamp. Meine Reaktion, nicht jetzt, sondern schon vor Jahren: Es ist immer noch möglich, den Kleptokraten und Schwerstkriminellen der Politik zu entkommen.

Die Banken sind zu Handlangern der Politik verkommen. Lösung: Alles Geld vom Konto abheben, nur jeweils so viel liegenlassen, um Abbuchungen ermöglichen zu können. Also die Bank benutzen und sich nicht benutzen lassen. Da wir mit unseren Geldern der Bank einen Kredit gewähren, deren Sicherheiten aber nicht mehr überzeugen, haben sie halt das Nachsehen. Schließfächer auflösen und den Inhalt in privaten Sicherheitsstorages deponieren. Immerhin hat man da rund um die Uhr Zutritt. Einen Teil außer Landes bringen, gut sind drei Wohnsitze. Phantasie entwickeln. Szenarien durchdenken. Planspiele machen. Plan „B“ entwickeln. Immer daran denken, dass subalterne „Sesselpuper“ von Berufs wegen mit wenig Phantasie ausgestattet sind. Es ist keine große Herausforderung, den Mangel an Intelligenz der Banken zu unterlaufen.

Hans Wulsten, Bridgewater/Kanada

 

 

Neues Forum?

Zu: „Die Geschichte gibt ihnen recht“ (Nr. 16)

Es wäre schon toll wenn die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in den Bundestag einziehen würde. Aber einen geordneten Rückzug zur guten alten „D-Mark“-Zeit wird es nicht mehr geben können. Die große Katastrophe wird eintreten – darauf muss man sich privat vorbereiten.

Aber in jedem Fall könnte die AfD ein Anfang sein wie seinerzeit das „neue Forum“ 1989 zum Ende des „DDR“-Systems.

Joern Gebert, Frankfurt am Main

 

 

Wenig glänzend

Zu: „Weißer Ritter auf dem Gold­esel“ (Nr. 15)

Die Bahn hat Herr Mehdorn kaputt gespart, um an die Börse zu gehen. Das Ergebnis ist Chaos bei der Bahn (schlechter Zustand der S-Bahnen, Bahnhöfe, Loks und Wagenparks). Bei Air Berlin hat Mehdorn auch nicht gerade geglänzt. Und jetzt soll dieser Herr den BER-Flughafen zum Erfolg bringen? Ich glaube nicht, dass Mehdorn sich mit 500000 Euro Jahresgehalt zufrieden gibt.

Ich arbeite für 7,50 Euro die Stunde zwölf Stunden auf der BER-Baustelle für zirka 15000 Euro Jahreslohn, und das ist die Wirklichkeit! Da sollten die Herren vom Aufsichtsrat mal was ändern, damit die Kleinen auch von ihrem Lohn leben können und nicht nur zusehen müssen, wie Millionen Euro an Steuergeldern verschwendet werden. Aber selbst bedienen ist besser, als Probleme zu lösen.

Volker Hellige, Märkische Heide

 

 

Es gab Ausnahmen

Zu: „,Die Deutschen sind keine Menschen‘“ (Nr. 15)

In den Kriegswirren kam es vor, dass Tier- und Menschenquäler, Sadisten, Sexualverbrecher sowie Mörder sich schrankenlos austoben. Aber woher kamen so viele Verbrecher, die in der UdSSR zu Friedenszeiten ein ganz „normales“ Leben geführt haben, in diesem Ausmaß in die Rote Armee?

Dafür gibt es eine Erklärung: Hass, geschürt durch Lügen und Hetze, führten zu diesen „unnormalen“ Verbrechen. Führend und am erfolgreichsten war dabei meiner Meinung nach der von einigen Kommunisten noch heute hochgeschätzte und sehr verehrte Schriftsteller Ilja Ehrenburg mit seiner Hasspropaganda gegen die Deutschen.

Ich habe aber auch von Russen gehört, die von ihren eigenen Kameraden erschossen wurden, weil sie Vergewaltigungen verhindern wollten.

Heinz-Dietrich Koske, Köln

 

 

Alles futsch

Zu: „Erste Sicherungen durchgebrannt“ (Nr. 15)

Im Text heißt es, es werde „künftig auch ,Otto Normalverbraucher‘ genauer hinschauen, welcher Bank er sein Geld anvertraut“. Wie soll das funktionieren? Sich einen Mitarbeiterstab von Ökonomen zulegen? Geld wird aus den Banken flüchten und alles wird zusammenbrechen: Nach dem ersten Bankenansturm wird nichts mehr ausgezahlt und das Geld ist futsch. Alles weg. Da werden die Leute sich die Lichtsäulen von oben anschauen dürfen.

Christian Zimmermann, Wien

 

 

Vorsicht vor Behördensprech

Zu: „Es gibt Wichtigeres“ (Nr. 14)

Man ist traurig und bestürzt, wenn eine Lehrerin von einer deutschen Schülerin auf die Frage, warum sie denn immer das einseitige „Ok“ verwenden würde, zur Antwort bekommt: „Was soll ich denn sonst sagen?“ Oder als mir ein junger Mann versicherte, dass es für das üble „männetschmän“ (Management) kein deutsches Wort geben würde!

Aber was jetzt mit der „Verdeutschung“ zum Behördendeutsch, also zur weiteren Entfremdung, in der Straßenverkehrsordnung vorgenommen wird, kann man schon als verbrecherisch bezeichnen. Hier kann man nicht nur traurig sein, hier packt einem die Wut und Verzweiflung! Die deutsche Sprache wird immer weiter in die sprachliche Abseitsecke gedrängt. Wer mag noch so eine gedrechselte und unsinnige Sprache? Wer kann sie noch lieben und wer wird sie als Ausländer erlernen wollen? Wer versteht sie noch?

Es wird bewusst der englischen Sprache Vorschub geleistet. Eine gewaltige Lawine von unsinnigen und gedrechselten Wortbildungen kommt auf uns zu, wenn Behörden diese Auswüchse in ihr Beamtendeutsch einbringen wollen. Wehe, es stößt zufällig ein aufmerksamer Beamter auf die alten deutschen Wörter „Waschweiber“ oder „Weiberwirtschaft“. Plötzlich ist „Weib“ anstößig und diskriminierend. Wie auch Zigeuner, Zigeunerkapelle, Zigeunersteak oder Zigeunerromantik? Gefolgt von Jude, Neger, Negerkuss, Negerlein. Alle müssen ausradiert werden. So ist auch „weibisch“ und „weiblich“ diskriminierend.

Wie kann man dann noch „weiblichen Geschlechts“ in Pässe und Urkunden schreiben? Wenn einem Beamten noch auffällt, das „Geschlecht“ auch eine diskriminierende Bezeichnung für alle Bürger ist, (denn wer will schon als „schlechter“ Mensch bezeichnet werden), werden alle Ausweise, Pässe, Urkunden und Schriftstücke umgeändert werden müssen. Es ist zudem viel „amtsdeutscher“, wenn geschrieben steht: „Person unmännlichen Genguts“.

Es gibt also für diese Verschandelung der deutschen Sprache noch viel zu tun, um ihr noch einen Tritt zu versetzen. Wie wäre es mit: „Weg für die, die ein Pferd reiten“, „Laufbahn, der ein Amt Innehabenden oder Inhabenwollenden“, „Versammlung für Ministerposten habende“, „Einem Verein vorstehenden Personen“, „Hunde beiderseitigen Geschlechts besitzende oder haltende männliche und weibliche Personen“, „Vorsicht vor einbrechenwollenden Personen“.

Die „Sprachen Übersetzenden“ werden es schwer haben, schlimme Missverständnisse zu vermeiden? Die Schreibweise muss durch viele Sachverständige (Personen, die die Sache verstehen) genau festgelegt und in einem neu zu druckenden Duden den Bürgern übermittelt werden. Gedichte, Lieder, Bühnenstücke und Romane mit diskriminierenden Wörtern müssen umgeschrieben werden. Besonders für die Schulbehörden gibt es viel zu tun. Schlimmer kann es wohl nicht mehr werden. Außer eine Zwangsmaßnahme der Regierung, alle in Deutschland von den Medien und der Werbung benutzten Anglizismen in den Duden zu übernehmen.

Lothar Wulfken, Bonn

 

 

Wir sind alle gleich

Zu: „Es gibt Wichtigeres“ (Nr. 14)

Immer wieder hervorragend, was Hans Heckel da schreibt, zum Beispiel warum es keine „Autofahrer“ mehr gibt. Oder warum es kritische progressive „Menschinnen“ gibt. Aber halt, haben wir wirklich die weibliche Form des Menschen gefunden? Ach Gott und Göttin, „frau“ kann sich da nur an den Kopf fassen. Was will man uns da nicht alles verdeutschen? Das Wörtchen „man“ hat nichts mit „Frau“ zu tun, denn „man“ ist ein unbestimmtes Fürwort. Aber was machen wir denn nun mit den Deutschen? Es heißt „der Deutsche“ und „die Deutsche“? Wenigstens wir Deutschen sind gendermäßig alle gleich. Wunderbar, folglich können wir sehr stolz sein auf unsere deutsche Sprache.

Klaus Peter Kolberg, Cuxhaven

 

 

Linke Kapitalisten

Zu: „Finanzminister zockt in Zypern“ (Nr. 14)

Es gab also die Zielvorgabe, eine Mindestrendite von zwei Prozent über Inflation zu erzielen. Vorgegeben von dem Finanzminister des Landes Brandenburg, Helmuth Markov, der Mitglied der Partei „Die Linke“ ist. Einer Partei also, die keine Gelegenheit auslässt, über die Gier der Reichen, speziell der großen Anleger, meist Spekulanten genannt, groß herzuziehen.

Einer Partei schließlich, die eben diese Anleger verantwortlich macht für die jetzige Schuldenkrise, die eben diesen Anlegern vorwirft mit ihrer Renditegier unschuldige Staaten ins Elend zu stürzen! Ob Herr Markov sich seiner Schizophrenie bewusst ist?

Maria-Anna Konietzko, Bad Homburg

 

 

Wer die Finanzpolitik korrigiert

Zu: „Die Geschichte gibt ihnen recht“ (Nr. 16)

Viel zu viele Slogans aus der um ihre unumschränkte Macht kämpfenden Einheitspartei aus Regierung und Opposition sind schon in einigen Hirnen ungefiltert angekommen. Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) will nicht die D-Mark einführen, dies wäre nur der letzte Ausweg, um den irrsinnigen Transfer zu Banken zu beenden.

Wir bezahlen mit immensen Mitteln Sozialleistungen in den Nehmerländern, von denen manche nur träumen können wie Mindestlohn, Mindestrente, 15 Monatsgehälter, Staatsdiener bis zum dreifachen, was Deutschland für vertretbar hält. Dass die Staaten solche Sozialsysteme aufgebaut haben, geht uns sicher nichts an, aber dafür bezahlen und die eigenen 850000 Hungerrentner und die 8,5 Millionen Aufstocker im Regen stehen lassen, das zerstört unser Gemeinwesen.

Die AfD wird dafür sorgen, dass die Südstaaten wieder abwerten können und damit der Arbeitsplatztransfer nach Deutschland gestoppt werden kann. Natürlich gefällt das der Politklasse im Süden nicht, wenn wir nicht mehr ihre Sozialleistungen finanzieren, aber die Bürger dort werden ihre politische Klasse selber erziehen müssen, so wie wir auch. Und die meiner Meinung nach wichtigste Forderung der AfD ist die direkte Demokratie und damit die Möglichkeit, verfehlte Politik zu korrigieren. Hans-

Joachim Müller, Prag

 

 

Euro-Wahn ein Ende setzen

Zu: „Europäischer Friedenshass“ (Nr. 12)

Zypern wirft seinen Schatten voraus. Spätestens nach dem Wo­chenrückblick von Hans Heckel ist der Steuerzahler und Sparer gewarnt und muss befürchten, wo die Reise hingeht. Wenn Merkel und Schäuble tönen, die Geldeinlagen seien sicher, dann haben diese Äußerungen einen fatalen Beigeschmack. Wie sicher diese sind, erleben wir gegenwärtig in Zypern und Griechenland. An der gesamten Misere dort sind angeblich die Deutschen schuld. Hätte man die Maastrichter Verträge exakt eingehalten und danach gehandelt, würde Europa nicht in dieser finanziellen Zwangsjacke stecken. Alle Welt schimpft auf Deutschland, aber zum Geld geben sind wir allemal gut genug. Dies kann und muss sich ändern. Der Zeitpunkt ist denkbar günstig und kann richtungsweisend für ganz Deutschland sein. Alle Euro-Skeptiker können hoffen.

Zu Recht haben deutsche Bürger Angst um ihre schwer verdienten Ersparnisse. Dabei sind wir schon lange kräftig am zahlen. Keine Zinserträge mehr auf Spareinlagen, schleichende Inflation und eine Rentenerhöhung in den alten Bundesländern, welche den Namen Erhöhung nicht verdient. Bei einer Erhöhung von 0,25 Prozent kommt sich doch jeder Rentner veralbert vor. Und das alles bei einer galoppierenden Preisentwicklung durch erneuerbare Energien. Der Euro, mit seinen permanenten Hilfspaketen für andere Euro-Staaten, wie auch die chaotische und unüberlegte Energiewende stehen in einem Zusammenhang mit anderen gescheiterten Großprojekten wie dem Airport BER oder bei Stuttgart 21, bei denen die Unfähigkeit der Politik nicht mehr zu überbieten ist. Und das ohne jegliche Abstrafung der Verantwortlichen.

Es droht ein Chaos an Verschwendung von Steuermilliarden, das am Ende nicht mehr zu beherrschen ist. Jetzt liegt es an uns, dem Euro-Wahn ein Ende zu setzen und geordnete Verhältnisse in Deutschland wieder einzuführen. Europa, ja, aber nicht in der jetzigen Form, wenn Deutschland der Zahler ist und wir im Brüsseler Parlament immer weniger an politischem Gewicht einbringen dürfen.

Wolfgang Rohde, Sigmaringen

 

 

Tafeln wieder da

Zu: „Streit um Gedenktafeln“ (Nr. 15)

Die Gedenktafeln beiderseits des Eingangs zum Kirchhof im Dorf Groß Bertung kenne ich gut. Mitte der 90er Jahre wurde die rechte Tafel mit einem Hakenkreuz beschmiert. Bei einem Besuch von Vorstandsmitgliedern des „Ermländischen Landvolks

e. V.“ in Groß Bertung wurde der inzwischen verstorbene Pfarrer Bronislaw Magziarz darauf angesprochen. Nach zwei Jahren war das Hakenkreuz aber weiterhin gut sichtbar. Später wurden beide Tafeln gestohlen.

Vor vier Jahren wurden in Zusammenarbeit des damaligen Kreisvertreters Allenstein-Land und des Groß Bertunger Pfarrers neue Tafeln angefertigt und angebracht. Die Kreisgemeinschaft Allenstein-Land hat dieses finanziell unterstützt.

Ernst Langkau, Dormagen


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