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11.05.13 / FPÖ im Formtief / Hohe Verluste bei Landtagswahl in Tirol

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-13 vom 11. Mai 2013

FPÖ im Formtief
Hohe Verluste bei Landtagswahl in Tirol

Vier Wahlen, drei Niederlagen. So sieht nach den Tiroler und Salzburger Landtagswahlen die Bilanz für die FPÖ aus. Nachdem schon die Wahlen in Kärnten und Niederösterreich den „Freiheitlichen“ Verluste eingebracht hatten, endete auch die Tiroler Wahl am 28. April als Mißerfolg. Die FPÖ büßte fast ein Viertel ihres bisherigen Wähleranteils ein. Mit nur noch 9,6 Prozent reicht es für die Freiheitlichen nur noch für Rang Fünf. Zwar muss­te auch die Tiroler ÖVP das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verkraften, die Volkspartei blieb mit fast 40 Prozent der Stimmen aber trotzdem die stärkste Partei Tirols. Gemischt ist die Bilanz der Wahl in Salzburg am 5. Mai: Zwar gewann die FPÖ deutlich dazu und brachte es auf 17 Prozent, da die Grünen aber ihr Ergebnis von 7,4 auf 20,2 Prozent fast verdreifachen konnten, sind die Freiheitlichen hier künftig nur noch die viertstärkste Kraft. Angesichts der mageren Zwischenbilanz auf dem Weg zu den Nationalratswahlen im Herbst keimt in der FPÖ inzwischen die Diskussion um „strukturelle Probleme“ auf. Außer in Vorarlberg, Oberösterreich und Wien ist sie bei Orts- und Bezirksparteigruppen schwach aufgestellt.

Ein weiteres Manko, das sich immer stärker bemerkbar macht: Es fehlt an zugkräftigem Spitzenpersonal. Zwar gilt Parteichef Hans-Christian Strache durchaus als charismatische Figur, an die Erfolge, die einst Jörg Haider einfuhr, konnte er allerdings bisher nicht anknüpfen. Zum einen ist er thematisch enger aufgestellt als Haider, zum anderen geht die von Haider übernommene Rolle des Tabu-Brechers in der österreichischen Politik zunehmend von ihm auf andere über, so etwa an den politischen Quereinsteiger Frank Stronach mit seiner Parteineugründung „Team Stronach“. Zumindest galt dies bis zur Wahl in Tirol. Nach schweren Personalquerelen im Vorfeld musste auch das „Team Stronach“ hier seine erste Wahlniederlage einstecken. Mit nur 3,4 Prozent scheiterte die Stronach-Mannschaft sogar an der Fünf-Prozent-Hürde und schaffte nicht einmal den Einzug in den Innsbrucker Landtag. H.M.


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