14.04.2024

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11.05.13 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-13 vom 11. Mai 2013

MELDUNGEN

ZDF will billigen Journalismus

Mainz – Dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten längst nicht mehr für Qualitätsjournalismus stehen, beweist erneut das ZDF. Zur kommenden Bundestagswahl im September will der Sender einen „Fakten­check“ präsentieren, in dem die Wahlkampfaussagen von Politikern unter die Lupe genommen werden. Die Inhalte des „Faktenchecks“ sollen Autoren des wegen seiner politischen Einseitigkeit umstrittenen Internetlexikons „Wikipedia“ liefern. Das ZDF will die Ergebnisse multimedial in verschiedenen Formaten in die Berichterstattung einbringen. Viele der unentgeltlich arbeitenden Laien-Journalisten wollen sich jedoch nicht für das Projekt missbrauchen lassen. Sie kritisieren, der Sender suche billige Arbeitskräfte, die an Stelle der nicht mehr vorhandenen regulären Journalisten Inhalte erstellen sollten. J.H.

 

»Islam muss man nicht mögen«

Köln – Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sieht derzeit keine Anhaltspunkte für eine Beobachtung des islamkritischen Internetblogs „PI News“. Im Gegensatz dazu wird „PI News“ seit Ende März 2013 vom bayerischen Landesverfassungsschutzamt beobachtet, weil es mit seiner deutlichen Islamkritik die Menschenwürde von Muslimen verletze, pauschale Ängste vor ihnen schüre und das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion bedrohe. Maaßen zeigt sich in dieser Frage wesentlich toleranter. Er sagt: „In Deutschland darf man sagen, dass man den Islam nicht mag, genauso wie man sagen darf, dass man das Christentum nicht mag.“ J.H.


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