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11.05.13 / Kein Diktat bitte

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-13 vom 11. Mai 2013

Kein Diktat bitte
von Philipp Hötensleben

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, von denen knapp die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Um den Dialog mit ihnen zu pflegen, wird unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers die Islamkonferenz durchgeführt. Allein die Tatsache, dass es diese Veranstaltung geben muss, ist ein Anzeichen dafür, dass etwas mit der Integrationsfähigkeit der Muslime nicht stimmen kann. Nun wollen die muslimischen Teilnehmer plötzlich nicht mehr mitmachen. Sie kritisieren, Innenminister Hans-Peter Fried­rich (CSU) würde die innere Sicherheit und den Terrorismus zu sehr in den Fokus des Treffens stellen. Das aber sind genau die Kernthemen seines Ressorts. Und es ist eine Tatsache, dass die Anschläge und Anschlagsversuche der letzten Zeit zumeist einen islamistischen Hintergrund hatten. Als gastgebender Bundesinnenminister hat Friedrich nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, dies zu thematisieren.

Wenn man sich seine Gesprächspartner ansieht, darf man sich über deren Anmaßung nicht wundern. Selbsternannte und teils aus dem Ausland finanzierte „Dachverbände“, die vorgeben, für alle Muslime in Deutschland zu sprechen und die die Deutungshoheit über den Islam für sich beanspruchen; Vereinigungen, die teilweise unsere Grundrechtsordnung und unsere Lebensweise nicht anerkennen; die auch sachliche und berechtigte Islam-Kritik empört zurückweisen und das Islamphobie-Gespenst an die Wand malen. Wenn es nach ihnen ginge, wäre die Konferenz kein Dialog, sondern ein Diktat ihrer Themen und Forderungen. Der Innenminister sollte auf diese Veranstaltung verzichten.


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