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15.06.13 / Nützliches Werkzeug

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-13 vom 15. Juni 2013

Nützliches Werkzeug

Wer eine Reise ins Königsberger Gebiet unternimmt und die ostpreußischen Städte von früher nicht kennt, kann sich kaum ein Bild davon machen, wie es hier damals aussah. Da während der Sowjetära versucht wurde, alles Deutsche auszumerzen, gibt es nur noch wenige Reste des deutschen Kultur­erbes – welche die heutigen Bewohner allerdings zu erhalten bemüht sind. Zur Orientierung benötigt der interessierte Besucher oder Heimatforscher Archiv- und Kartenmaterial.

Das bietet der Berliner Diplom-Ingenieur Dirk Bloch. Er hat sich mit seinem Stadtplanerbüro auf die Erstellung von Stadtplänen spezialisiert. Auf der Grundlage alter Pläne oder Zeichnungen entstehen neue Pläne, auch individuelle Einzelexemplare. Daneben bietet er auch Informationen über Städte und Reiseleitungen an. Sein Schwerpunkt liegt zwar auf Städten und Gebieten der ehemaligen DDR, doch gehört auch Königsberg zu den bevorzugten Orten.

Besonders erfreulich und ein nützliches Werkzeug für Heimat- und Familienforscher sind deshalb seine Pläne ostpreußischer Städte. „Königsberg 1931/Kaliningrad heute“ beispielsweise bietet auf der einen Seite nebeneinander einen Plan der heutigen und der Innenstadt von 1931. Bei den heute noch bestehenden Straßen werden sowohl die russischen Namen in Kyrillisch und in lateinischer Umschrift als auch die deutschen aufgeführt. Die andere Stadtplanseite bietet außer aktuellen Nebenkarten von Amalienau/Rathshof/Mit­telhufen und Maraunenhof einen Überlagerungsplan mit einer Darstellung des verschwundenen Stadtgefüges. Diverse Verzeichnisse erschließen das Kartenmaterial nach den russischen sowie auch nach den deutschen Straßennamen von 1931 und 1945. Daneben gibt es ein Verzeichnis der wichtigsten Gebäude Königsbergs im Jahre 1931 und ihrer heutigen Nutzung/Bezeichnung. Die gestochen scharfe Druckqualität und die Exaktheit des Kartenmaterials überzeugen und erleichtern das Lesen des Plans. Im Überlappungsplan sind überdies Gebäude von Bedeutung farblich markiert, die heute nicht mehr existieren.

Weitere Stadtpläne gibt es von Tilsit (mit den Stadtteilen Stolbeck, Splitter und Stadt­heide) im Maßstab 1:20000 und Insterburg. MRK

„Stadtplan Königsberg 1931/Kaliningrad heute“, Karte 75 x 50 Zentimeter, gefalzt Maßstab 1:10000, 2. Auflage 2012, 5,95 Euro. Be­zugs­quelle: Dirk Bloch, Dipl.-Ing. für Städtebau, Elisabethkirchstraße 14, 10115 Berlin. Telefon (030) 4495339. E-Mail: info@blochplan.de, www.blochplan.de


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