16.04.2024

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15.06.13 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-13 vom 15. Juni 2013

Aus den Heimatkreisen

ANGERBURG

Kreisvertreter: Kurt-Werner Sadowski. Kreisgemeinschaft Angerburg e.V., Landkreis Rotenburg (Wümme), Postfach 1440, 27344 Rotenburg (Wümme), Landkreis: Telefon (04261) 9833100, Fax (04261) 9833101.

Gerhard Fabritz wird 80

Gerhard Fabritz vollendet am 20. Juni 2013 sein 80. Lebensjahr. Geboren 1933 in Paulswalde im Kreis Angerburg, war er Schüler von Gustav Baranowski und besuchte danach die Mittelschule in Drengfurth sowie die Oberschule in Rotenburg (Fulda). Nach einer Handwerkslehre im väterlichen Betrieb war er dort 16 Jahre tätig. Im Zuge einer beruflichen Neuorientierung machte Gerhard Fabritz sich dann als Versicherungskaufmann selbstständig. Ehrenamtlich engagierte er sich als Vorsitzender im Stadtjugendring und als Fraktionssprecher sowie als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher im Stadtparlament, zuletzt als ehrenamtlicher Stadtrat. Für sein großes Engagement wurde Gerhard Fabritz mit der goldenen Verdienstmedaille der Stadt Bebra ausgezeichnet. Auch in der Kreisgemeinschaft Angerburg engagierte sich der Jubilar schon frühzeitig und gehörte von 1965 bis 2003 ununterbrochen dem Kreistag unserer Kreisgemeinschaft an. Im Vorstand der Kreisgemeinschaft wirkte Gerhard Fabritz von 1991 bis 1999, wo er sich am 11. September 1999 nicht mehr zur Wiederwahl stellte. In den Gremien der Kreisgemeinschaft hat der Jubilar sich mit hohem Sachverstand und unternehmerischem Denken eingebracht. Die Kreisgemeinschaft Angerburg gratuliert Gerhard Fabritz zu seinem Ehrentag und wünscht ihm alles erdenklich Gute und dass die Beschwerden das Alters erträglich bleiben mögen.

 

LABIAU

Kreisvertreterin: Brigitte Stramm, Hoper Straße 16, 25693 St. Michaelisdonn/Holstein, Telefon (04853) 562, Fax (04853) 701. info@stramm­verlag. de, Internet: www.labiau.de.

Reise in den Kreis Labiau

6. Reisetag, Rundfahrt in Königsberg mit Besuch des Doms/Orgelkonzert: Der Organist war derselbe, der auch das Konzert im Erfurter Dom gegeben hat. Die sehr lauten Passagen seines Spiels stellten schon einen „Generalangriff“ auf unser Trommelfell dar, während die leisen Töne wunderbar die Vielfalt der 6269 Orgelpfeifen demonstrierten. Bei der Hafenrundfahrt auf drei elektrisch betriebenen wunderbar leisen Booten passierten wir unter anderem im Museumshafen die ehemalige deutsche „Mars“, später das russische Forschungsschiff Witjas, das als Flüchtlingsschiff zirka 20000 Ostpreußen das Leben gerettet hat. Familie Heinrich aus Labiau hat Ostpreußen auch mit der Mars verlassen, und Manfred Heinrich (†) hat das ausführlich in seinem Heimatfilm dokumentiert. Im Bernsteinmuseum besichtigten wir auch die vom Ostpreußenzentrum Ellingen angefertigte Ausstellung über Bernstein, die inzwischen zurückgekehrt ist. Sehr interessant und informativ.

Der Tag endete für uns in Rossitten am Kurischen Haff. Die weitläufige Hotelanlage, entstanden aus der Jugendherberge aus deutscher Zeit, hat eine wunderbare Lage direkt am Haff. Man kann zur Festlandseite herüber blicken und die Mole, die sich derzeit im Ausbau als Anleger für den Schiffsverkehr aus Litauen befindet. Eine Schifffahrtslinie zwischen Nidden und Rossitten wäre sicher der Traum vieler Menschen, würde sie doch den unangenehmen Grenzverkehr zwischen den beiden Ländern auf dem Landweg, jedenfalls für Tagesausflügler, ersetzen. Bei unserem Besuch in Nidden hatten wir nämlich bei der Rückkehr nach Rossitten wieder mehr als eine Stunde Wartezeit hinnehmen müssen.

Nidden selbst, als Ort bekanntlich wunderschön, aber für Reisegruppen mit vorwiegend älteren Teilnehmern derzeit wenig zu empfehlen. Die Reisebusse dürfen nun überhaupt nicht mehr in den Ort hineinfahren und Trolley-Busse oder ähnliches für Besucher, die nicht mehr gut zu Fuß sind, gibt es nicht. Auch Taxis waren für die meisten nicht aufzutreiben. So unterblieb zum Beispiel der Besuch des Nehrungsmuseums, der Kirche und des Bernsteinmuseums – leider. Ich schaute mir das sehr informative Museum mit interessant gestalteten Bilddokumentationen mit großem Interesse an, auf besondere Empfehlung von Hans-Jörg Froese von den Memelländern. Eine Kurenkahnfahrt auf dem Haff mussten wir zugunsten einer Motorschifffahrt ändern, der Kurenkahn wird derzeit noch instand gesetzt, wie uns mitgeteilt wurde. Na ja, es war auch noch sehr früh im Jahr und außer uns befand sich keine Reisegruppe in Nidden. Der Kurverwaltung von Nidden ist anzuraten, auch für die älteren Besucher, wie auch immer, ihren Ort zu öffnen.

Die Reise schloss ab mit einem Besuch in Danzig, durch die Übernachtung konnte man die Stadt am Abend auch ohne die üblichen Touristenströme genießen. Ich besuchte auch Zoppot, das mittlerweile wieder auf dem Weg zu einem exklusiven Badeort ist, wie bereits früher zu deutscher Zeit. Danzig erklärt sich selbst und ist immer eine Reise wert. Den Abschluss bildete die Übernachtung im Ritterschloss Podewils in Krangen. Das Schlosshotel, die traumhafte Lage am See, das überaus freundliche Personal und letztendlich die historisch interessante Gutskapelle ließen den letzten Abend unserer Reise zu einem besonderen Abschluss werden. Brigitte Stramm, Kreisvertreterin

 

LÖTZEN

Kreisvertreter: Dieter Eichler, Bilenbarg 69, 22397 Hamburg. Geschäftsstelle: Ute Eichler, Bilenbarg 69, 22397 Hamburg, Telefon (040) 6083003, Fax: (040) 60890478, E-Mail: KGL.Archiv@gmx.de

Bärenfang und Baumkuchen

Echten Lötzener Baumkuchen (produziert von der Firma Mack in Lötzen [Gizycko], frisch aus Masuren importiert vom Vereinsvorsitzenden Dieter Eichler) wird es zu kosten geben zur offiziellen Eröffnung des neuen Standortes von Archiv und Heimatmuseum der Kreisgemeinschaft Lötzen. Die Einweihung findet statt am Sonnabend, den 22. Juni, um 15 Uhr. Geöffnet ist der große Ausstellungsraum in der Sudetenlandstraße 18 H für interessierte Besucher bereits ab 10 Uhr. Doch erst am Nachmittag – in Anwesenheit von Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras – wird Gelegenheit sein, mit Bärenfang (ostpreußischer Honigschnaps) oder Krupnik (polnischer Honiglikör) auf die Zukunft dieser wichtigen Einrichtung der Kreisgemeinschaft Lötzen in ihrer Patenstadt Neumünster anzustoßen. Um 16.15 Uhr heißt es dann „Geschichten aus der Geschichte“. Ausgewählte Exponate aus dem Lötzener Heimatmuseum erzählen – mit den Stimmen von Dieter und Ute Eichler – ihre „Lebensgeschichte“ (Eintritt frei). Auch dazu wird herzlich eingeladen – von der für die Lötzener Archiv- und Museumsarbeit verantwortlich zeichnenden Ute Eichler. Vorschau: Am Sonnabend, 27. Juli 2013, findet im dritten Jahr in Folge im Lötzener Museum „Bücher aus 100 Jahren“ statt – ein Verkaufsangebot von Sachbüchern und Belletristik (10 bis 16 Uhr). Der Erlös kommt der Museumsarbeit zugute.

 

LYCK

Kreisvertreter: Gerd Bandilla, St. Agnes-Straße 6, 50374 Erftstadt-Friesheim. Stellvertreter und Karteiwart: Siegmar Czerwinski, Telefon (02225) 5180, Quittenstraße 2, 53340 Meckenheim.

Kreistagswahl

Unser diesjähriger Hagen-Lycker Brief (HLB) wurde in der letzten Mai-Woche ausgeliefert. Dem HLB lag ein Stimmzettel für die Wahl des Kreistages bei. Der Kreistag ist eine Mitglieder-Vertreterversammlung und damit das oberste Organ der Kreisgemeinschaft. Die vornehmste Aufgabe des Kreistages wird sein, am

31. August 2013 einen Nachfolger für Kreisvertreter Gerd Bandilla zu wählen. Machen Sie, wegen der Wichtigkeit der Wahl, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch. Der Stimmzettel enthält 28 Bewerber. Sie dürfen höchstens zehn Kandidaten ankreuzen. Der Stimmzettel muss spätestens am 30. Juni 2013 bei dem Wahlleiter Armin Bellmann, Gartenstraße 7, 56584 Thalhausen, eingegangen sein. Kreisvertreter Gerd Bandilla hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung.

 

SENSBURG

Kreisvertreterin: Gudrun Froemer, In der Dellen 8a, 51399 Burscheid, Telefon (02174) 768799. Alle Post an: Geschäftsstelle „Sensburger Zimmer“, Stadtverwaltung Remscheid, KF Bettina Moyzyczyk, Kreuzbergstraße 15, 42849 Remscheid, Telefon (02191) 163718, Fax (02191) 163117, E-Mail: info@kreisgemeinschaftsensburg.de, www. kreisgemeinschaftsensburg.de

8. Kirchspieltreffen Ribben

Vom 26. bis 28. April fand in Seevetal-Maschen das achte Treffen des Kirchspiels Ribben statt. Im Naturfreunde-Ferienheim „Johannes-Simonie-Haus“ konnten 25 Gäste aus den Dörfern Ribben, Koslau, Rosoggen und Ganthen begrüßt werden, die älteste Teilnehmerin im hohen Alter von 88 Jahren. Der neu gewählte Kirchspielvertreter Wolfgang Dabrowski eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Treffen, die 1990 von Benno Dabrowski (gestorben 2005) ins Leben gerufen und dann von Irmtraud Meistrowitz (gestorben 2011) weitergeführt wurden. Neben der Sammlung für in der Heimat verbliebene Landsleute, besonders für Alte und Kranke, wurde auch noch um eine Spende für die historische Kirche in Ribben gebeten, die inzwischen von der evangelischen Gemeinde an die Katholische Kirche verkauft wurde und mit erheblichen finanziellen Mitteln renoviert werden muss. Die erschienenen Gäste spendeten eifrig. In gemütlicher Runde wurden Gedanken und Erinnerungen ausgetauscht. Es waren schöne Erlebnisse aus der Heimat zu hören, aber auch erschütternde Berichte von der Flucht und dem Leben nach dem Krieg in der Heimat. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, das Kirchspieltreffen auch künftig im Zweijahresrhythmus durchzuführen. Man verabschiedete sich am Sonntag bis zum Wiedersehen im Jahr 2015.

 

TILSIT-RAGNIT

Kreisvertreter: Dieter Neukamm, Am Rosenbaum 48, 51570 Windeck, Telefon (02243) 2999, Fax (02243) 844199. Geschäftsstelle: Eva Lüders, Telefon/Fax (04342) 5335, Kührenerstraße 1 b, 24211 Preetz, E-Mail: Eva.lueders@arcor.de.

60 Jahre Patenschaft

Vor 60 Jahren übernahm der Kreis Plön eine Patenschaft zum ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit. Diese Patenschaften verteilten sich auf folgende Städte und Gemeinden: Plön mit Schillen; Preetz mit Ragnit; Schönberg mit Trappen; Lütjenburg mit Breitenstein; Heikendorf mit Großlenkenau und außerhalb des heutigen Kreisgebietes Flintbek mit Altenkirch. Der Sinn der Patenschaften war es, den aus ihrer Heimat vertriebenen Bürgern die neuen Patenstädte zur ideellen Heimat und zu einem Anlaufpunkt für regelmäßige Treffen der einzelnen Kirchspiele werden zu lassen. Diese Treffen finden heute noch regelmäßig statt. Die Patengemeinden des Kreises Tilsit-Ragnit wurden anlässlich des 60-jährigen Bestehens von ihren Patengemeinden zu einer Feierstunde eingeladen. Diese Feier fand am

1. Juni im Hotel Fegetasche in Plön statt. Der Plöner Bürgermeister Jens Paustian hat für die Patenstädte und Gemeinden die Schirmherrschaft übernommen und alle Bürgermeister und Stellvertreter der Kommunen zur Feierstunde eingeladen. Diese Einladung wurde von den Gemeinden mit Freude angenommen. Zur Feierstunde waren die Vertreter aller Patengemeinden, bis auf die Vertreter der Stadt Preetz, erschienen. Etwa 90 Gäste feierten im Restaurant Fegetasche das runde Jubiläum. Der älteste Teilnehmer an der Feier war Gustav Kumutat mit 91 Jahren aus Breitenstein, der jetzt in Kiel lebt. Die Festreden von Bürgermeister Jens Paustian und von den Vertretern der Patenstädte und Gemeinden sowie dem Vorsitzenden der Kreisgemeinschaft Dieter Neukamm und dem Ehrenvorsitzenden Albrecht Dyck wurden von dem „Ostdeutschen Heimatchor“ mit heimatlichen Klängen begleitet. Mit einer Kaffeetafel auf Einladung der Stadt Plön und einem regen Gedankenaustausch unter den Gästen ging die Feierstunde zu Ende.

 

TILSIT–STADT

Stadtvertreter: Hans Dzieran, Stadtgemeinschaft Tilsit, Postfach 241, 09002 Chemnitz, E-Mail: info@tilsit-stadt.de.

Herzog-Albrecht-Schule

Das diesjährige Schultreffen der Schulgemeinschaft „Herzog-Albrecht-Schule Tilsit“ findet vom Montag, 24. bis Donnerstag, 27. Juni, in Potsdam statt. Wir wohnen im schönen Altstadt Hotel, mitten im Zentrum von Potsdam, trotzdem ruhig gelegen. Die bestellten Zimmer sind geschmackvoll und modern ausgestattet. Für die abendlichen „Plachanderstunden“ steht uns ein eigener Raum zur Verfügung. Nach dem Anreisetag am 24. Juni und einem ersten gemütlichen Miteinander werden wir am zweiten Tag Potsdam erobern. Wir starten mit einem Sonderbus zur Stadt- und Schlösser-Rundfahrt ab dem Hotel. Wir erleben die barocke Altstadt, das Holländische Viertel, die Glienicker Brücke, Cecilienhof mit Ausstieg, die russische Kolonie, das Schloss Sanssouci mit Ausstieg, Orangerie, das Neue Palais mit Ausstieg. Dauer zirka drei bis vier Stunden. Wir werden eine Überraschung erleben. Am Nachmittag besuchen wir Schloss Sanssouci von innen. Nach dem Abendessen im Hotel treffen wir uns zu Lichtbildern und Reden im Konferenzraum. Für Mittwoch, 26. Juni, ist eine Dampferfahrt auf der Havel geplant. Abends steht uns nochmals der Raum zur Auswertung unserer Erlebnisse zur Verfügung und wir beraten über das nächste Schultreffen 2014. Am 27. Juni heißt es Abschied nehmen. Eigene Beiträge zur Gestaltung der Abende sind sehr erwünscht.


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